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Forschung & Transfer

Architektur G25

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg setzt sich mit der Vielfalt sowohl nationaler, aber auch globaler gesellschaftlicher Herausforderungen auseinander. Das betrifft technische, gesundheitliche und ökologische Fragestellungen; aber auch ethische, kulturelle, soziale und ökonomische Probleme sind  Gegenstand wissenschaftlich-methodischer Betrachtung, Kontextuierung, Konzeptionierung und Reflexion.

Als Vorreiter technologischer Entwicklung wird die Universität Magdeburg mehr und mehr zur Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Sie versteht sich als eine Leitfigur beim Ausbau der wirtschaftlichen Entwicklung der Region. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg beraten und unterstützen mit ihrer Expertise wichtige und zukunftsweisende Vorhaben der Stadt, des Landes oder regionaler Unternehmen. Sie sind als Ingenieure, Wirtschaftswissenschaftler, Soziologen, Mediziner oder Informatiker mit ihrem Wissen unverzichtbare Partner in regionalen und überregionalen Netzwerken und so an der gedeihlichen Entwicklung der Landeshauptstadt maßgeblich beteiligt.

Durch die gezielte Anwerbung unternehmerisch begabter Studienanfängerinnen und -anfänger aus ganz Deutschland und dem Ausland und ein entsprechendes Lehrangebot werden Studierende auch zu Unternehmerinnen und Unternehmern herangebildet, die im Anschluss an ihr Studium sowohl in Wissenschaft, Wirtschaft und der Kultur neue Impulse setzen.

Das Profil ist geprägt durch Exzellenzschwerpunkte, Sonderforschungsbereiche, Graduiertenkollegs und Forschergruppen. Externe Kooperationen bestehen mit angegliederten Zentren, An-Instituten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Als Impulsgeber und Entwicklungsmotor auch weit über die Landesgrenzen hinaus, verfolgt die Universität Magdeburg Innovationsstrategien zur Stärkung des Technologie- und Wissenstransfers in regionale und überregionale Unternehmen.

 

Aktuelle Meldungen aus Forschung & Transfer:


Handwerk trifft Design

Das Uni-Start-up LIGNUM hat gemeinsam mit der Messerschmiede „Ganz Scharfe Messer“ das CHEFMESSER „SKID“ entwickelt – das erste Chefmesser aus Holz, das in Magdeburg handgefertigt wird und für Pro´s und ambitionierte Hobbyköche geeignet ist. Die Messer bestehen zu 97 Prozent aus lokalem Robinienholz. Der hohe Anteil an Gerbsäure (Tannin) und die hochverdichtete Faserstruktur des Holzes ermöglicht einen permanenten Schutz vor äußeren Einflüssen, vor allem vor Bakterien. Dank raffinierter Leinölvergütung unter Vakuum nimmt die Robinie kein Wasser mehr auf und quillt dadurch nicht auf.

Ökologisch korrekte Messer

Die anderen drei Prozent der Messer sind aus hochlegiertem Kohlenstoffstahl (Niolox-SB1). Das sieht nicht nur schön aus, sondern hat auch ein Gesamtkonzept als Basis, das sich dem Umweltschutz verschreibt. Der Energie- und Materialverbrauch liegt deutlich unter dem vieler herkömmlicher Chefmesser (ca. 2000 g CO2), nämlich bei 64 g CO2. Für jedes her- gestellte Messer pflanzt die Marke „LIGNUM“ einen Baum. Späne, die beim Fräsen abfallen, werden für die Verpackung eingesetzt, um den ökologisch nachhaltigen Kreislauf wieder vollends zu schließen.

LIGNUM_SKID_Foto Lignum (2)

Foto: LIGNUM

Mit BESTFORM Award ausgezeichnet

2017 wurde das Start-up mit dem BESTFORM Award des Landes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet. "SKID soll der Menschheit verdeutlichen, dass auch ökologisch nachwachsende Rohstoffe Funktionen in konventionellen Produkten übernehmen können. Bei BESTFORM konnten wir dies der Öffentlichkeit gut verdeutlichen", erklärt Sven Regener, Gründer und Produktdesigner von LIGNUM. Bei der Jury hat das schon mal geklappt, denn die war sich einig: "Bei dem Produkt trifft Handwerk auf Design und zwei Materialien aufeinander. Die Partner haben ein ausgereiftes Produktkonzept vorgelegt, das den kreativen Prozess mit dem Bewusstsein für mehr Nachhaltigkeit im Haushalt vereint."

Im Herbst 2018 startet die neue Bewerbungsrunde des BESTFORM Awards Sachsen-Anhalt.  

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Eine Stunde Wissenschaft

„Eine Stunde Wissenschaft“ heißt ein neues Veranstaltungsformat der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. In den kommenden Wochen und Monaten liefern Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Magdeburger Uni Neues aus Forschung und Wissenschaft quasi frei Haus und an für Professorinnen und Professoren nicht alltäglichen Orten. Die Bandbreite der Themen ist groß: Es geht um Ingenieure, die sich Lösungsansätze aus dem Wald holen, um Soziologen, die Glücksgefühle in eine Formel gießen oder Mathematiker, die aus Röntgenbildern Lernprogramme für angehende Ärzte machen.

Zum Auftakt geht es in das Mehrgenerationenhaus in Kroppenstedt. Prof. Dr. Anita Hökelmann ist Expertin auf dem Gebiet Training und Gesundheit und untersucht die Auswirkungen von Musik und Tanz auf die motorische und geistige Leistungsfähigkeit älterer Menschen. Die Sportwissenschaftlerin hat wissenschaftliche Beweise dafür gefunden, dass das Tanzen altersbedingten geistigen Einschränkungen vorbeugen kann.

 

WAS: „Darf ich bitten?“ - Eine Stunde Wissenschaft mit Prof. Dr. Anita Hökelmann Mobile Vorlesungsreihe der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
WANN: Dienstag, 17. April 2018, 17:00 Uhr
WO: Mehrgenerationenhaus Kroppenstedt, Am Turnplatz 1, 39397 Kroppenstedt

 

 

Die nächste Veranstaltung findet bereits am 24. April 2018 statt. Dann wird der Biologe Prof. Dr. Wolfgang Marwan im Elefantenhaus des Magdeburger Zoos über seine Forschung an Riesenamöben und tierischen Stammzellen sprechen.

Wissenschaftsbegeisterte sind herzlich willkommen. Die Veranstaltungen sind öffentlich, der Eintritt kostenfrei.

Anlass für die Vorlesungen an ungewohntem Ort ist das 25. Gründungsjubiläum der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg in diesem Jahr. Tausende wissenshungrige Besucherinnen und Besucher haben im vergangenen Vierteljahrhundert die Campusse der Universität besucht. Nun ist es Zeit für einen besonderen „Gegenbesuch“.

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Rollen bald selbstfahrende E-Bikes durch die Magdeburger Innenstadt?

Ein Team aus Maschinenbauern, Informatikern, Logistikern und Umweltpsychologen der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ist dabei, gemeinsam ein autonomes E-Bike zu entwickeln, das auf Anfrage selbstständig zum Nutzer navigiert. Ziel der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist es, eine Rufbereitschaft autonomer Lastenräder in der Landeshauptstadt Magdeburg zu realisieren. In wenigen Jahren soll dann eine Flotte von E-Bikes den öffentlichen und individuellen Nahverkehr ökologisch und ökonomisch wirkungsvoll ergänzen und in einem Bike-Sharing-System mit Fahrradruffunktion im Umfeld des Universitätscampus Anwendung finden.

Über eine Smartphone-App wird sich das Fahrzeug zu jedem beliebigen Standort rufen lassen und nach Nutzung selbstständig in ein zentrales Depot zurückbewegen. Den Fahrerinnen und Fahrern werden variabel konfigurierbare Aufsätze zur Verfügung stehen, mit denen sich beispielsweise einfache Lasten transportieren oder zusätzliche Personen, z. B. Kinder, befördern lassen.

Testserie in Magdeburger Innenstadt

Ein Prototyp des E-Bikes wird bereits in den nächsten Wochen im Magdeburger Straßenverkehr getestet. Ausgestattet mit hochentwickelter Messtechnik „erkennt“ das Lastenrad Bordsteine oder andere Verkehrsteilnehmer und kann analysieren, welche Sensorik bei welchen Witterungsbedingungen am besten geeignet ist. Zeitgleich wollen Umweltpsychologen Umfragen mit potenziellen Nutzern des ungewöhnlichen Fahrzeuges durchführen. „Besonders spannend ist für uns dabei, wie die Interaktion mit Passanten gestaltet werden kann und welche Faktoren sich auf die Akzeptanz des E-Bikes auswirken“, sagt Karen Krause vom Lehrstuhl für Umweltpsychologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Parallel dazu laufen Gespräche mit Verkehrsplanern, mit Vertretern des öffentlichen Nahverkehrs und den ÖSA-Versicherungen, um einen Testlauf in der Magdeburger Innenstadt umzusetzen.

Selbstfahrendes E-Bike Uni Magdeburg (c) Harald Krieg

Das von Maschinenbauern, Informatikern, Logistikern und Umweltpsychologen der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg entwickelte selbstfahrende E-Bike wird sich über eine Smartphone-App zu jedem beliebigen Standort, wie hier zum Breiten Weg in Magdeburg, rufen lassen und nach Nutzung selbstständig in ein zentrales Depot zurückbewegen. (Foto: Harald Krieg/Universität Magdeburg)

„Eine der größten Herausforderungen des Projektes liegt in der fehlertoleranten Umgebungserfassung“, so der Informatiker und Juniorprofessor Sebastian Zug. „Also, in der zuverlässigen Analyse, wo sich das Fahrrad global und – vor allem – in Bezug auf die intendierte Fahrspur befindet. Verstellen Hindernisse oder Personen diesen Weg, welche anderen Verkehrsteilnehmer sind aktuell relevant? Diese Fragen müssen auch bei veränderlichen Witterungsbedingungen und in ‚kniffligen’ Situationen sicher beantwortet werden können.“ Es müsse sichergestellt werden, dass das Fahrzeug zur richtigen Zeit am richtigen Ort sei, ergänzt Tom Assmann vom Institut für Logistik und Materialflusstechnik der Universität.

Technische, juristische und psychologische Herausforderungen

Diese Revolution im Kleinen, also der urbanen Mikromobilität, mache eine Vielzahl ingenieurwissenschaftlicher, betriebswirtschaftlicher, sozial- und humanwissenschaftlicher Entscheidungen notwendig, so Juniorprofessor Stephan Schmidt vom Lehrstuhl Autonomes Fahren der Fakultät für Maschinenbau. „So könnte beispielsweise eine effektive Streckenführung z. B. die Überquerung einer vielbefahrenen Straße ohne Ampel erfordern, was technisch, juristisch, aber auch wahrnehmungspsychologisch erhebliche Herausforderungen mit sich bringt.“

Die Wissenschaftler versprechen sich dennoch langfristig sinkende Unfallzahlen, steigenden Komfort und eine höhere Effizienz des Verkehrs. „Schon ab 2020 könnte Magdeburg damit zum Vorreiter bei der Nutzung kleiner, umweltverträglicher autonomer Fahrzeuge werden“, so Ingenieur Schmidt. „Selbstfahrende Fahrräder, die sich auf dem Breiten Weg eigenständig zwischen Hauptbahnhof und Unicampus bewegen, gehören dann vielleicht wie selbstverständlich zum Stadtbild.“

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und ist in das Forschungsprojekt Netzwerk kooperative Systeme NekoS eingebunden. Weiterführende Informationen unter www.nekos.exfa.de

 

Bilder zum Download:

Bild 1 // Quelle: Harald Krieg/Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Das von Maschinenbauern, Informatikern, Logistikern und Umweltpsychologen der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg entwickelte selbstfahrende E-Bike wird sich über eine Smartphone-App zu jedem beliebigen Standort, wie hier zum Breiten Weg in Magdeburg, rufen lassen und nach Nutzung selbstständig in ein zentrales Depot zurückbewegen.

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Neurowissenschaftler der Uni für für beste Publikationen 2017 ausgezeichnet

Das Forschungszentrum Center for Behavioral Brain Sciences (CBBS) verleiht jährlich Preise für die besten neurowissenschaftlichen Publikationen. Preisträger 2017 in der Kategorie „humanexperimentelle Forschung“ ist das Team um den Neuropsychologen Dr. Adrian Fischer. Mit dem Publikationspreis in der Kategorie „tierexperimentelle Forschung“ wurden die Neurobiologen um Prof. Dr. Oliver Stork ausgezeichnet.

Auf der Jahresversammlung des Center for Behavioral Brain Sciences (CBBS), dem Zusammenschluss der Magdeburger Neurowissenschaftler, überreichten die Sprecher des CBBS, Prof. Dr. Eckart Gundelfinger und Prof. Dr. Toemme Noesselt, zusammen mit dem Rektor der OVGU, Prof. Dr. Jens Strackeljan, den Preisträgern Schecks im Wert von insgesamt 1.000 Euro. Die Auszeichnung im Bereich Humanforschung nahmen stellvertretend für das Sieger-Team Dr. Adrian Fischer und Prof. Dr. Markus Ullsperger vom Institut für Psychologie der Universität entgegen.

Der Versuch, gute Entscheidungen zu treffen

In seiner Preis-Vorlesung berichtete Dr. Fischer, dass der Mensch, als einziges Lebewesen Wissen direkt nutzen kann, um sich - ungeachtet kurzfristiger Belohnungen oder Bestrafungen - für langfristig optimale Lösungen zu entscheiden. Aber: „Obwohl die meisten Menschen versuchen, gute Entscheidungen zu treffen, gelingt es doch oftmals nicht. Wir zeigen mit unserer Studie, dass dies nicht daran liegt, dass Menschen Informationen fehlen, sondern dass die Verarbeitung von Informationen durch direkte Belohnung im Gehirn beeinflusst wird. Dieser Mechanismus weist auf, wie kurzfristige Belohnung unsere Einschätzung langfristiger Ergebnisse verzerren kann, sei es z. B. der Genuss durch zuckerreiche Lebensmittel mit der Konsequenz der Adipositas oder auch Drogenkonsum mit der Konsequenz der Abhängigkeit. Diese Forschung kann somit helfen, bessere Entscheidungen in weiten Bereichen zu treffen und Menschen mit Suchterkrankungen besser therapeutisch zu erreichen“, so Dr. Fischer.

CBBS-Preis-2017_FischerDas Team um Dr. Adrian Fischer (2. v. r.) mit Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan (l.) und Prof. Dr. Eckart Gundelfinger (r.).

Wie das Gehirn Informationen kontrolliert abspeichert

Die Auszeichnung im Bereich Tierforschung nahmen stellvertretend für das Sieger-Team die CBBS-Neurobiologen Syed Ahsan Raza, Dr. Dr. Anne Albrecht und Prof. Dr. Oliver Stork aus dem Institut für Biologie der Uni Magdeburg entgegen. Sie fanden heraus, wie das Gehirn die Speicherung von unterschiedlich wichtigen Informationen kontrolliert. „Viele grundlegende Mechanismen der Gedächtnisspeicherung sind in den vergangenen Jahrzehnten aufgeklärt worden, jedoch ist noch weitgehend unverstanden, auf welche Weise das Gehirn den Kontext einer Lernerfahrung abspeichert. Dies ist jedoch für die Präzision und Stärke eines Gedächtnisses von großer Bedeutung. Wir haben in unserer Studie mit Mäusen einen Schaltkreis identifiziert, der im Gehirn die Wichtigkeit von erlernten Zusammenhängen bestimmt. Dabei werden unterschiedliche Sinneseindrücke gegeneinander abgewogen und weisen den gemachten Erfahrungen unterschiedliche Bedeutungen und Prioritäten zu. Das Wissen darüber, wie das Gehirn Gelerntes bewertet, ist wichtig, um Störungen in diesem Prozess, wie sie z. B. bei Autismus auftreten, besser verstehen und behandeln zu können“, berichtet Prof. Stork.

CBBS-Preis-2017_StorkDas Team um Prof. Dr. Oliver Stork.

Beide Preisträger-Teams veröffentlichten ihre Studienergebnisse im vergangenen Jahr im international renommierten Fachjournal Nature Communications:

Die Wissenschaftler freuen sich sehr über die Auszeichnung durch das CBBS und bekräftigen: „Wir sind alle sehr stolz, die Auszeichnung für das beste Paper bekommen zu haben. Für unsere zukünftige Forschungsarbeit ist das ein toller Ansporn.“

Das CBBS wurde 2007 als Exzellenzforschungszentrum der OVGU und Dachorganisation der Magdeburger Neurowissenschaftler gegründet. Es hat derzeit über 100 Mitglieder aus sechs Fakultäten der Uni Magdeburg, dem LIN und dem DZNE Magdeburg.

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11. ego.-Inkubator öffnet auf dem Universitätscampus

An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg wird ein weiteres Fertigungslabor FabLab eröffnet, das Studierende und Universitätsangehörige auf dem Weg in die unternehmerische Selbstständigkeit unterstützen soll. Im neuen Labor Additiv+, dem inzwischen 11. sogenannten ego.-Inkubator auf dem Universitätscampus, können Gründungsinteressierte schnell und kosteneffizient funktionelle Bauteile und Prototypen herstellen und bearbeiten.

Insbesondere Studierende, Absolventen und Mitarbeiter aus den Bereichen Maschinenbau, Mechatronik, Sport und Technik, Integrated Design Engineering, Elektrotechnik und Informatik können diese hochmoderne technologische und organisatorische Infrastruktur zur Erprobung ihrer Geschäftsideen nutzen.

Dafür stehen ihnen ab sofort eine Laserschmelz-Anlage, Technologien zur Oberflächenveredelung oder eine Präzisionsschleifanlage zur Verfügung. Ein spezielles Lichtmikroskop, das sogenannte Konfokalmikroskop, zur präzisen Beurteilung von Oberflächen sowie ein Röntgendiffraktometer zur Untersuchung von Materialstrukturen mittels Röntgenstrahlen, komplettieren die Ausstattung. Maschinen zur Herstellung von Metallprototypen unterstützen vor allem Ausgründer aus dem Bereich Medizintechnik, einem Forschungsschwerpunkt der Universität Magdeburg.

 

Flyerhintergrund (c)  Firma TrumpfAbbildung aus Flyer (Foto: Firma Trumpf)

 

Zeitgleich mit der Einrichtung dieses neuen „Brutkastens“ für Ausgründungen wird das bereits bestehende FabLab „Innovative Existenzgründung“ um Universalmontagearbeitsplätze, Elektrohandwerkzeuge, Maschinen zur schnellen Herstellung von Spritzgießformen und eine Spritzgießmaschine erweitert.

 

WAS: Eröffnung und Präsentation der ego.-Inkubatoren Additiv+ und Erweiterung der Gründerwerkstatt FabLab an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
WANN: 27. Februar 2018, 13.00 bis 14.00 Uhr, inkl. Rundgang und Besichtigung
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universitätsplatz 2, 39104 Magdeburg, Gebäude 12, Versuchsfeld

 

Zur Eröffnung der neuen Gründerwerkstätten werden Vertreter des Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt begrüßen.

Technologie-Forum im Anschluss

Unmittelbar im Anschluss an die Veranstaltung findet ab 14.30 Uhr das Technologie-Forum des Institutes für Fertigungstechnik und Qualitätssicherung statt. Regionalen Unternehmen und Partnern werden neueste Forschungsvorhaben auf dem Gebiet der Gießereitechnik und Zerspanung gezeigt und Möglichkeiten des Technologietransfers aus der Forschung in die Wirtschaft diskutiert. 

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Wie verändern Stress, Umweltgifte und Drogen die Gehirne unserer Kinder?

Auf dem „Magdeburger Tag der Erziehung“, am 13. März 2018, geben Neurobiologen der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und eine Neuropsychologin der Universität Aachen einen Überblick über Mechanismen der frühkindlichen Gehirnentwicklung, insbesondere unter Einfluss von Stress und Traumatisierung, Umweltgiften und Drogen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehen unter anderem den Fragen nach, wie diese Umwelteinflüsse die Entwicklung von Gehirn und Verhalten beeinflussen, warum sich erlebte Traumatisierungen unterschiedlich bei Männern und Frauen auswirken und möglicherweise an Nachfolgegenerationen weitergegeben werden.

Die Veranstaltungsreihe der Fakultät für Naturwissenschaften richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen, Erzieher, Sonderpädagogen und an interessierte Eltern.

 

WAS: „15. Magdeburger Tag der Erziehung“ an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
WANN: 13. März 2018, 14:00 bis 18:30 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg, Hörsaal 5, Gebäude 16

 

Aufgrund der hohen Nachfrage wird um Anmeldung per Mail bis einschließlich 09. März 2018 gebeten.

 

Prof. Dr. Katharina Braun, Entwicklungsneurobiologin am Institut für Biologie der Otto-von-Guericke-Universität wird Beispiele von neurotoxischen Giftstoffen in unserer unmittelbaren Umwelt vorstellen, die insbesondere das kindliche Gehirn beeinträchtigen und zu organischen Schädigungen und Ausfallserscheinungen führen.

Prof. Dr. Jörg Bock, vom Institut für Biologie, zeigt die Auswirkungen früher psychosozialer Traumata auf die Gehirnentwicklung auf. Sowohl in Studien an Tiermodellen als auch in Humanstudien sind neuronale Veränderungen nach frühen Stresserfahrungen nachgewiesen worden, die die Gehirnfunktion beeinträchtigen und die sich geschlechtsspezifisch unterschiedlich darstellen.

Prof. Dr. Kerstin Konrad, Neuropsychologin an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Universität Aachen, erläutert den aktuellen Kenntnisstand der klinischen Forschung zum Zusammenhang zwischen frühkindlichen Stresserfahrungen und emotionaler Wahrnehmung.

 

Die vom Institut für Biologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg im Rahmen der weltweit stattfindenden „Brain Awareness Week“ ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe ist kostenfrei und wird vom Landesinstitut für Lehrerfortbildung Sachsen-Anhalt als Weiterbildung anerkannt.

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Welchen Mechanismen folgen unsere Entscheidungen?

Der Psychologe PD Dr. rer. nat. Gerhard Jocham ist mit dem renommierten Heisenberg-Stipendium ausgezeichnet worden. Jocham erhält das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG verliehene Stipendium für seine exzellente neurowissenschaftliche Forschung im Center for Behavioral Brain Sciences (CBBS) der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Die Forschungsgruppe um Gerhard Jocham arbeitet intensiv daran, die neuronalen Grundlagen von Entscheidungsprozessen zu entschlüsseln und herauszufinden, wie wir aus Entscheidungen lernen. „Entscheidungen erscheinen uns oft einfach“, so der Neurowissenschaftler. „Wir treffen jeden Tag dutzende, oft scheinbar mühelos. Aber sowohl die Komplexität der zugrundeliegenden Mechanismen als auch die enorme Bedeutung dieser geistigen Fähigkeit offenbart sich oft erst im Krankheitsfall, wenn diese Mechanismen versagen und ein normales Leben unmöglich machen.“ Denn viele psychiatrische und neurologische Krankheitsbilder seien durch schwerwiegende Beeinträchtigungen im Entscheiden gekennzeichnet. „Wir versuchen, die zugrundeliegenden Prozesse im gesunden Menschen zu verstehen. Ein wichtiger Fokus liegt dabei auf der Rolle bestimmter Neurotransmitter, also der Botenstoffe, die Signale zwischen Nervenzellen übertragen.“ Diese Botenstoffe wie Dopamin oder Glutamat spielten wahrscheinlich eine sehr wichtige Rolle bei den Berechnungen, die unseren Entscheidungen zugrunde liegen, so Jocham.

Portrait_Jocham_Gerhard (c) Harald KriegHeisenberg-Stipendiat PD Dr. Gerhard Jocham (Foto: Harald Krieg / Universität Magdeburg)

Das über fünf Jahre mit monatlich 4.600 Euro dotierte Stipendium richtet sich an besonders begabte Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. Sie sollen optimal gefördert und im Wissenschaftssystem gehalten werden. Das Stipendium wurde nach dem deutschen Physiker Werner Heisenberg benannt, der im Alter von 31 Jahren den Nobelpreis für Physik erhielt.

Kurzvita PD Dr. rer. nat. Gerhard Jocham

Nach seinem Studium der Psychologie in Konstanz und Düsseldorf promovierte der 1975 in Wangen im Allgäu geborene Gerhard Jocham 2006 an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Am Max-Planck-Institut für Neurologische Forschung in Köln arbeitete er anschließend in der Nachwuchsgruppe „Kognitive Neurologie“ mit Prof. Dr. Markus Ullsperger. Nach einem dreijährigen Forschungsaufenthalt an der Universität Oxford übernahm er 2013 die Leitung der unabhängigen CBBS-Forschergruppe „Cognitive Neuroscience“ am Center for Behavioral Brain Sciences (CBBS) der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. 2015 erlangt er mit der Habilitation an der Universität Magdeburg die Venia Legendi für das Fach Psychologie.

 

Bilder zum Download:

Bild 1 // Quelle: Harald Krieg / Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Heisenberg-Stipendiat PD Dr. Gerhard Jocham

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Medizintechniker senken Strahlendosis bei bildgebenden Verfahren

Medizintechniker der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg entwickeln den ersten individuell konfigurierbaren Computertomografen (CT). Ziel des gemeinsamen Forschungsprojektes der Universität Magdeburg, der metraTec GmbH und der Dornheim Medical Images GmbH ist es, unter dem Dach des Forschungscampus STIMULATE einen konfigurierbaren, schnittstellenoffenen und dosissparenden Computertomografen, kurz KIDS-CT, zu realisieren.

Im Vergleich zu herkömmlicher bildgebender Technik wird es dann möglich sein, den CT mit Hilfe von Apps mit anwendungsspezifischen Funktionen auszustatten und so nutzungsorientiert in Klinik und Forschung einzusetzen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 4.5 Millionen Euro über die nächsten drei Jahre unterstützt. Bis Ende 2020 soll ein Prototyp, ein sogenannter Demonstrator, entstehen.

Keine Konfektionsware mehr

„Konventionelle Computertomografen sind geschlossene Systeme, sozusagen Konfektionsware“, erklärt Prof. Dr. rer. nat. Georg Rose vom Lehrstuhl Medizinische Telematik und Medizintechnik und Sprecher des Forschungscampus STIMULATE. In ihrer Funktion und Anwendung seien sie nicht frei veränderbar, Anpassungen oder Softwareänderungen wären nicht möglich. Darüber hinaus können diese Geräte in der Regel nicht mit anderen Systemen, wie z. B. Kameras, kommunizieren und deren Informationen einbeziehen. „Wir wollen nun ein System entwickeln, das durch die Möglichkeit, es mit individuellen sowohl Software- als auch Hardware-Applikationen auszustatten, unterschiedlichen Anwendungen Rechnung trägt“, so Rose. Bestimmte Bereiche des Körpers könnten somit besser und, vor allem, mit einer geringeren Strahlenbelastung dargestellt werden. Wie Apps auf einem Smartphone sollen Nutzer ihre eigenen Anwendungsbereiche definieren und Erweiterungen laden können.

Entwicklung neues CT an Uni Magdeburg (c) Harald KriegBesichtigung KIDS-CT (Foto: Harald Krieg / Universität Magdeburg)

Ein Schwerpunkt bei spezifischen Anwendungen wird in der Untersuchung von Kindern liegen, so Prof. Georg Rose. „Eine Kamera beobachtet das im CT unruhig liegende Kind und gibt die Information an das CT weiter, so dass die Bildstörungen aufgrund der Bewegung korrigiert werden können.“ Neben den klinischen Anwendungen ist dieser CT auch für die Forschung interessant. Verschiedene wissenschaftliche Fragestellungen und Untersuchungen könnten mit einem Gerät stattfinden, so der Medizintechniker weiter. „Statt einer vorgefassten Software erlauben es unterschiedliche Apps, verschiedene Funktionen abzurufen.“

Mit Fachwissen unterschiedlicher Disziplinen entwickelt

An der Entwicklung dieses neuartigen Computertomografen sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen beteiligt. Sie kommen aus den Fakultäten Elektrotechnik und Informationstechnik, Maschinenbau und Medizin der Universität Magdeburg. So bestimmt das Team um den Juniorprofessor und Maschinenbauer Elmar Woschke mittels einer Simulationssoftware im Vorfeld die kritischen Schwingungen, die minimiert werden müssen, um präzise Bilder zu erhalten.

Prof. Dr.-Ing. Thilo Pionteck vom Lehrstuhl Hardware-nahe technische Informatik arbeitet zusammen mit dem Unternehmen metraTec daran, die enormen Datenmengen, die von dem um den Patienten rotierenden Detektor generiert werden, in Echtzeit nach außen zu übertragen.

Nach der Entwicklung des Prototyps soll die neue Technologie in eine Ausgründung münden, so Medizintechniker Rose. „Damit wollen wir einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung medizintechnischer Hightech-Campus gehen, auf dem Wissenschaft und Wirtschaft quasi Tür an Tür sitzen und eng zusammenarbeiten.“

Der Forschungscampus STIMULATE ist eine öffentlich-private Partnerschaft zwischen der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und über 25 Partnern, die vorwiegend aus dem Bereich der Medizintechnik kommen. Es handelt sich dabei u.a. um mittelständische Firmen, Forschungsinstitute sowie überregionale Unternehmen.

 

Bilder zum Download:

Bild 1 // Quelle: Harald Krieg / Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Besichtigung KIDS-CT

 

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Mit dem Smartphone Demenz erkennen?

Alzheimer frühzeitig erkennen - für den Erfolg einer Thera pie ist dies nach wie vor ein entscheidender Punkt. Regelmäßige Gedächtnistests können helfen, die ersten Zeichen der Krankheit auszumachen. Wie wäre es, diese Zeichen per App zu erkennen? Magdeburger haben ein Angebot entwickelt, das bald für jedermann per Smartphone oder Tablet zugänglich sein soll. Das Magdeburger Start-up neotiv entwickelt Apps, die Symptome der Alzheimerkrankheit bereits im Frühstadium messbar machen. Damit bringt das Team um den Geschäftsführer und Uniabsolventen Dr. Chris Rehse und den Demenzforscher Prof. Emrah Düzel neueste Forschungserkenntnisse in mobile Apps für private Anwender, Ärzte und Entwickler von Medikamenten.

Teamfoto neotiv (c) Julian HaupenthalProf. Emrah Düzel (v.l.), Dr. Chris Rehse (vorn), Julian Haupenthal und Dr. David Berron. Foto: Julian Haupenthal

Das Team hat sich inzwischen auch die Unterstützung des High-Tech-Gründerfonds des Bundes gesichert. Dieser Fonds gehört zu den größten Frühphaseninvestoren bundesweit und richtet sich an junge, innovative Hightech-Start-ups aller Branchen.

Wissenschaftliche Studien als Grundlage

Die Technologie der von neotiv entwickelten App basiert auf Gedächtnistests, die in nationalen und internationalen wissenschaftlichen Studien speziell für diesen Zweck entwickelt werden. Die Testergebnisse geben Hinweise darauf, ob für den Altersschnitt normale Gedächtnisfunktionen vorliegen oder spezifische Hirnregionen bereits von Einschränkungen betroffen sind. In der App sieht man nicht nur eine Momentaufnahme der Leistungsfähigkeit bei der Informationsverarbeitung, sondern kann diese langfristig überprüfen und vergleichen. So sollen Einschränkungen schon früh für den Anwender messbar gemacht werden.

Das Unternehmen neotiv wurde von Absolventen der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg in enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) gegründet. In den vergangenen zwei Jahren wurde bereits ein erster Prototyp der neotiv-App programmiert und getestet. Jetzt kann mit Mitteln des Bundes eine markttaugliche App entwickelt und umgesetzt werden. Weitere Unterstützer des jungen Teams sind das Transfer- und Gründerzentrum TUGZ der Uni Magdeburg und der Flying Health Incubator Berlin.

Das Ziel: umfassende Begleitung der Patienten

"Unsere Vision ist es, eine umfassende Begleitung von Gedächtnis- und Demenzvorsorge anbieten zu können. Wir gehen davon aus, dass wir damit einen Schlüssel zu individualisierten nicht-medikamentösen, aber auch medikamentösen Therapien der Zukunft in der Hand haben", so der Neurowissenschaftler Prof. Emrah Düzel. Dr. Chris Rehse will nachhaltig einen Beitrag zur Gesundheit der Bevölkerung leisten, "indem wir auch eng mit wichtigen Institutionen des Gesundheitssystems, wie zum Beispiel dem Bundesministerium für Arzneimittel und Medizinprodukte, zusammenarbeiten". Darüber hinaus soll neotiv in der Gedächtnisforschung verankert bleiben und neueste Erkenntnisse der Bevölkerung zugänglich machen.

Gesundheitsbewussten Menschen soll die App in Zukunft helfen, ihren Lebensstil zu optimieren, um zielgerichtet Demenzrisiken zu reduzieren. Für Mediziner soll die App eine einfache Erfassung alzheimerbedingter Veränderungen sowie eine Therapiekontrolle möglich machen. Medikamentenentwickler können mit Hilfe der Anwendung eine für den Krankheitsverlauf spezifische Vorauswahl von Studienteilnehmern treffen und außerdem Therapieeffekte genau überwachen.

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TUGZ und TTZ werden eins

Mit Beginn des neuen Jahres gibt es an der Universität Magdeburg eine strukturelle Veränderung: Das Transfer- und Gründerzentrum (TUGZ) und Technologie-Transferzentrum (TTZ) wurden zusammengeschlossen, um als große Einheit die Uni bei Ausgründungen und Kooperationen mit der Wirtschaft weiter voran zu bringen. Im Interview spricht Rektor Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan über die Ziele und Vorteile der Zusammenlegung.

Portrait Prof. Strackeljan

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Welche Vision und welche Ziele verfolgt die OVGU mit der Neuordnung der Transfer- und Gründeraktivitäten?

Sowohl im Hochschulentwicklungsplan, als auch in der Zielvereinbarung der OVGU sind die Themen der „Third Mission“ wie Wissens- und Technologietransfer oder die Unterstützung von Ausgründungen wichtige Eckpfeiler. Die Erwartungshaltung, dass wir in diesem Bereich unsere Angebote ausbauen und die Rolle eines Entwicklungsmotors für die Region annehmen ist in den vergangenen Jahren spürbar gestiegen. Mit der Zusammenführung von TUGZ und TTZ erwarten wir eine deutliche Verbesserung der Transparenz, sowohl innerhalb der Universität als auch nach außen für unsere Partner in der Region. Wir wollen mit dieser Neuordnung eine kundenorientierten Beratungs-, Anlauf- und Koordinationsstelle für Wissens- und Technologietransfer, Schutzrechte und für Ausgründungen aus der OVGU schaffen sowie gleichzeitig die Effizienz durch die Bündelung von Ressourcen und Kräften erhöhen. Schließlich sehen wir auch synergistische Effekte, beispielsweise durch die hochschulweite Vernetzung und nachhaltige Unterstützung der Inkubatoren, unseren “MakerLabs”, an der Universität.

Welche Vorteile ergeben sich für die Angehörigen der OVGU, also die MitarbeiterInnen und die Studierenden, nach dem Zusammenschluss von TTZ und TUGZ?

Mit der Schaffung eines one-stop-shop für Transfer und Gründung ist eine einheitliche Anlaufstelle innerhalb der Universität gegeben, das ganzheitliche, umfassende, transparente und strukturierte Angebote sowie Regelungen für den Wissens- und Technologietransfer und für die Unterstützung von Ausgründungen managen kann. Durch die Bündelung versprechen wir uns einen weiteren Ausbau von Transferkanälen, aber auch die zusätzliche Honorierung von außergewöhnlichen Forschungsleistungen an der OVGU, beispielsweise durch eine erfolgreiche wirtschaftliche Verwertung von Erfindungen unserer Forscherinnen und Forscher.

Was genau wird sich nach dem Zusammenschluss ändern?

Jedenfalls sind keine kurzfristigen nennenswerten personellen Veränderungen oder gar ein Stellenabbau geplant. Mit der Neuordnung des Transfers reagiert die Universität auf Forderungen des Landes und nimmt den bereits eingeleiteten Generationswechsel in der Führung des TTZ vorweg. Die Zusammenführung der beiden Bereiche unter einem gemeinsamen Dach soll zunächst eine klarere und transparentere Strukturierung von Angeboten und Aufgaben schaffen, einschließlich der Neugestaltung des Webauftritts. Die erfolgreichen Angebote des TTZ wie beispielsweise Messen, Innovationsportal, oder der Forschungsbericht der OVGU werden unter das neue Dach integriert, weitergeführt und weiterentwickelt. Mittelfristig ist die Implementierung eines Qualitätsmanagement- und Qualitätssicherungssystems nach industrietypischen Maßstäben am TUGZ geplant, um die konstant hohe Qualität des Angebots sicherzustellen. Aber wir wollen die Chance zur Neuordnung von Schwerpunkten vor allem auch zur Umsetzung der Vision nutzen, die OVGU langfristig als erfolgreiche Transfer- und Gründungsuniversität in der deutschen Hochschullandschaft zu positionieren.

Welche Chancen bieten sich durch die Zusammenführung?

Wir möchten die Themen des Wissens- und Technologietransfers sowie der Ausgründungen aus der OVGU dauerhaft und sichtbar in der Universität verankern, auch nahe bei den Fakultäten und der Hochschulleitung. Die Weiterentwicklung des Patentwesens zu moderner „IP Intelligence“ und die langfristige Entwicklung eines abgestimmten und gut gemanagten Portfolios von Schutzrechten bieten uns Chancen für eine wirtschaftlich erfolgreiche Verwertung unserer Forschungsergebnisse. Der Fokus wird dabei auf nachhaltigen Verwertungsstrategien wie Lizenzverträgen und Unternehmensbeteiligungen liegen, weniger auf einem schnellen Verkauf der Patente. Dies wiederum wird uns den Aufbau und die Steuerung einer wirtschaftlich nachhaltig agierenden Tochtergesellschaft der OVGU, also einer GmbH, an der Schnittstelle zwischen Forschung und Wirtschaft ermöglichen. Mit einer solchen Tochtergesellschaft eröffnen sich der Universität zusätzliche rechtliche und steuerliche Möglichkeiten, die uns als öffentlich-rechtliche Einrichtung bislang verwehrt sind.

Wie wird die Einrichtung langfristig heißen?

Als zentrale Betriebseinheit der OVGU ist der Name „Transfer- und Gründerzentrum“ festgelegt; dieser Name war so auch bereits im Hochschulentwicklungsplan für die Jahre 2015 bis 2025, sowie in der Zielvereinbarung mit dem Land Sachsen-Anhalt vom 29. Januar 2015 festgeschrieben. Ein eingängiger Markenname für ein angemessenes Branding wird aber noch im Laufe des Jahres 2018 gesucht werden.

An dieser Stelle möchte ich meinen ausdrücklichen Dank an Frau Dr. Springer und ihr Team vom TTZ für die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre aussprechen. Ihr hohes Engagement über viele Jahre hat es uns überhaupt erst ermöglicht, mit dem Ausbau der Transfer- und Gründungsunterstützung im TUGZ die nächsten Schritte anzugehen.

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Letzte Änderung: 15.08.2017 - Ansprechpartner:

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