Mit Innovationen der Medizintechnik im internationalen Wettbewerb top

27.07.2018 -  

Gleich doppelten Grund zur Freude hatten die Forscher und Forscherinnen am Lehrstuhl für Intelligente Kathetertechnologien und bildgesteuerte Therapie (INKA) der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Die Projekte „Patient specific Skin Cancer Treatment Concepts via 3D printing“ und „Flexible Assistant Holder for MRI Interventions“ erlangten einen 1. und einen 3. Platz beim IRLE 2018 „Most Innovative Project Awards“. Verliehen wurden die Auszeichnungen verbunden mit einem Geldpreis und zusätzlichen Leistungen auf der „Innovation Research Lab Exhibition“ (IRLE) 2018, organisiert vom Zentralinstitut für Medizintechnik (ZIMT) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, und dem Innovation Think Tank der SIEMENS Healthineers.

Die beiden Projekte der Magdeburger Universität wurden in einem Vorauswahlverfahren mit 43 weiteren Beiträgen aus weltweit 31 Instituten zur IRLE 2018 zugelassen und von insgesamt 50 Jurymitgliedern begutachtet. „Wir sind sehr stolz auf diese Auszeichnungen und internationale Wertschätzung unserer wissenschaftlichen Forschung in der angewandten Medizintechnik“, unterstreicht Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Michael Friebe.

3D-Druck zur Krebstherapie

Das Projekt „Patient specific Skin Cancer Treatment Concepts via 3D printing“, in dem Ali Pashazadeh, Nathan Castro, Dietmar Hutmacher und Michael Friebe gemeinsam mit Wissenschaftlern der Queensland University of Technology in Brisbane, Australien, forschen, belegte den 1. Platz. Die Wissenschaftler forschen an einem neuen Verfahren zum personalisierten 3D-Druck von Oberflächenauflagen für die Behandlung von Hautkrebs mit Hilfe von krebszerstörenden Komponenten, die im Druckmaterial integriert sind. Diese Auflage kann dann zukünftig direkt für den jeweiligen Tumor individuell hergestellt werden.

Das neue EXIST-geförderte Start-up von INKA „Flexible Assistant Holder for MRI Interventions“, in dem Juan Sanchez, Sinja Lagotzki, Robert Odenbach, Michael Vogele, Heinz-Werner Henke, Axel Boese und Michael Friebe gemeinsam forschen, wurde als 3. bestes Projekt ausgezeichnet. Ein Kernspintomograph kann auch als Zielführung für klinische Therapien eingesetzt werden. Dazu werden aber spezielle Halte- und Führungssysteme benötigt. Das Team um Juan Sanchez und Sinja Lagotzki hat dafür nun einen preiswerten und einfachen Lösungsansatz entwickelt, der demnächst auch im Patienteneinsatz getestet wird.

Letzte Änderung: 14.08.2018 - Ansprechpartner: M.A. Katharina Vorwerk