http://www.uni-magdeburg.de/search

Januar

Medizintechniker senken Strahlendosis bei bildgebenden Verfahren

31.01.2018 -

Medizintechniker der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg entwickeln den ersten individuell konfigurierbaren Computertomografen (CT). Ziel des gemeinsamen Forschungsprojektes der Universität Magdeburg, der metraTec GmbH und der Dornheim Medical Images GmbH ist es, unter dem Dach des Forschungscampus STIMULATE einen konfigurierbaren, schnittstellenoffenen und dosissparenden Computertomografen, kurz KIDS-CT, zu realisieren.

Im Vergleich zu herkömmlicher bildgebender Technik wird es dann möglich sein, den CT mit Hilfe von Apps mit anwendungsspezifischen Funktionen auszustatten und so nutzungsorientiert in Klinik und Forschung einzusetzen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 4.5 Millionen Euro über die nächsten drei Jahre unterstützt. Bis Ende 2020 soll ein Prototyp, ein sogenannter Demonstrator, entstehen.

Keine Konfektionsware mehr

„Konventionelle Computertomografen sind geschlossene Systeme, sozusagen Konfektionsware“, erklärt Prof. Dr. rer. nat. Georg Rose vom Lehrstuhl Medizinische Telematik und Medizintechnik und Sprecher des Forschungscampus STIMULATE. In ihrer Funktion und Anwendung seien sie nicht frei veränderbar, Anpassungen oder Softwareänderungen wären nicht möglich. Darüber hinaus können diese Geräte in der Regel nicht mit anderen Systemen, wie z. B. Kameras, kommunizieren und deren Informationen einbeziehen. „Wir wollen nun ein System entwickeln, das durch die Möglichkeit, es mit individuellen sowohl Software- als auch Hardware-Applikationen auszustatten, unterschiedlichen Anwendungen Rechnung trägt“, so Rose. Bestimmte Bereiche des Körpers könnten somit besser und, vor allem, mit einer geringeren Strahlenbelastung dargestellt werden. Wie Apps auf einem Smartphone sollen Nutzer ihre eigenen Anwendungsbereiche definieren und Erweiterungen laden können.

Entwicklung neues CT an Uni Magdeburg (c) Harald KriegBesichtigung KIDS-CT (Foto: Harald Krieg / Universität Magdeburg)

Ein Schwerpunkt bei spezifischen Anwendungen wird in der Untersuchung von Kindern liegen, so Prof. Georg Rose. „Eine Kamera beobachtet das im CT unruhig liegende Kind und gibt die Information an das CT weiter, so dass die Bildstörungen aufgrund der Bewegung korrigiert werden können.“ Neben den klinischen Anwendungen ist dieser CT auch für die Forschung interessant. Verschiedene wissenschaftliche Fragestellungen und Untersuchungen könnten mit einem Gerät stattfinden, so der Medizintechniker weiter. „Statt einer vorgefassten Software erlauben es unterschiedliche Apps, verschiedene Funktionen abzurufen.“

Mit Fachwissen unterschiedlicher Disziplinen entwickelt

An der Entwicklung dieses neuartigen Computertomografen sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen beteiligt. Sie kommen aus den Fakultäten Elektrotechnik und Informationstechnik, Maschinenbau und Medizin der Universität Magdeburg. So bestimmt das Team um den Juniorprofessor und Maschinenbauer Elmar Woschke mittels einer Simulationssoftware im Vorfeld die kritischen Schwingungen, die minimiert werden müssen, um präzise Bilder zu erhalten.

Prof. Dr.-Ing. Thilo Pionteck vom Lehrstuhl Hardware-nahe technische Informatik arbeitet zusammen mit dem Unternehmen metraTec daran, die enormen Datenmengen, die von dem um den Patienten rotierenden Detektor generiert werden, in Echtzeit nach außen zu übertragen.

Nach der Entwicklung des Prototyps soll die neue Technologie in eine Ausgründung münden, so Medizintechniker Rose. „Damit wollen wir einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung medizintechnischer Hightech-Campus gehen, auf dem Wissenschaft und Wirtschaft quasi Tür an Tür sitzen und eng zusammenarbeiten.“

Der Forschungscampus STIMULATE ist eine öffentlich-private Partnerschaft zwischen der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und über 25 Partnern, die vorwiegend aus dem Bereich der Medizintechnik kommen. Es handelt sich dabei u.a. um mittelständische Firmen, Forschungsinstitute sowie überregionale Unternehmen.

 

Bilder zum Download:

Bild 1 // Quelle: Harald Krieg / Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Besichtigung KIDS-CT

 

mehr ...

Neujahrskonzert des Akademischen Orchesters

11.01.2018 -

Fröhlich und beschwingt startet das Akademische Orchester der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg am 27. Januar 2018 ins neue Jahr. Unter der Leitung von Ulrich Weller findet im Hörsaal 1 auf dem Campus am Universitätsplatz ein Neujahrskonzert ganz im Zeichen der Tanzmusik statt.

Flyer_Adventskonzert_2018

Das Orchester entführt sein Publikum mit Tchaikovkys „Nussknacker“ in das klassischste aller Wintermärchen und reist mit Brahms „Ungarischen Tänzen“ und Dvoraks „Slawischen Tänzen“ durch die Weiten Osteuropas. In einem höllischen Tanz geht es mit Offenbachs berühmten „Cancan“ aus „Orpheus in der Unterwelt“ sogar bis ins antike Griechenland. Ebenfalls Märchenhaftes erlebt das Publikum mit Griegs „Peer Gynt Suite“, in der die schöne Anitra den namensgebenden Helden durch ihre Tanzkunst verführt. Nicht fehlen darf natürlich auch der berühmteste aller Wiener Walzer – „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauß.

 

WAS: Neujahrskonzert des Akademischen Orchesters der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
WANN: 27.01.2018, 19:30 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Hörsaal 1, Gebäude 26 an der Pfälzer Straße

 

Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 5 Euro.

mehr ...

Schüler gießen mit ihren Robotern Blumen und löschen Feuer

09.01.2018 -

Über 140 Schülerinnen und Schüler werden am 13. Januar 2018 auf dem Campus der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg mit ihren Robotern zum 13. FIRST®-LEGO®-League-Regionalwettbewerb antreten. 19 Teams aus Schulen in Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Brandenburg stellen dort nicht nur ihre selbst gebauten Roboter vor, sondern präsentieren eigene Forschungsergebnisse zum Saison-Thema HYDRO DYNAMICSSM – Vorkommen, Nutzung, Lagerung und Bewegung von Wasser.

Die jungen Forscher und Roboterentwickler aus der Region haben über 10 Wochen lang einen eigenen Roboter auf Basis von LEGO® Mindstorms gebaut, programmiert und getestet. Mit ihm möchten sie möglichst viele „Missionen“ – das sind saisonspezifisch vorgegebene Aufgaben wie Blumen gießen oder Feuer löschen – auf dem speziellen FIRST®-LEGO®-League-Spielfeld lösen. Zudem haben die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld des Wettbewerbs wie Forscher von morgen eine innovative Lösung für ein selbstgewähltes gesellschaftliches oder individuelles Problem entwickelt, die sie präsentieren werden.

Die Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 10 und 16 Jahren können in 4 verschiedenen Kategorien Punkte sammeln: Robot-Game, Forschungsprojekt, Roboterdesign und Teamwork. Die besten 3 Teams qualifizieren sich für das Semi-Finale am 4. Februar 2018 an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden. Der Regionalwettbewerb in Magdeburg ist für die Kinder und Jugendlichen die erste Möglichkeit, ihre Arbeit zu zeigen und sich mit anderen Teams zu vergleichen.

 

WAS: 13. Regionalwettbewerb der FIRST® LEGO® League an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
WANN: 13. Januar 2018, 10.00 bis 16.00 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg, Vilfredo-Pareto-Gebäude (Gebäude 22)

 

Besucher sind herzlich eingeladen, die Teams beim Wettbewerb anzufeuern und sich die Präsentationen anzuschauen. Außerdem gibt es Informationen über die vielfältigen Angebote der Universität für Kinder und Jugendliche, von der Kinder-Uni bis hin zum MINT-Praktikum für Abiturientinnen.

Der FIRST®-LEGO®-League-Regionalwettbewerb wird gemeinsam ausgerichtet von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, der Hochschule Merseburg, der ZPVP GmbH und dem HANDS on TECHNOLOGY e. V. Somit fördert die Fakultät für Informatik der Universität Magdeburg in Kooperation mit HANDS on TECHNOLOGY e. V. Kinder und Jugendliche im Bereich MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) und ermöglicht ihnen einen Zugang zu Themen des Ingenieurwesens, der Digitalisierung und Automation sowie zum wissenschaftlichen Arbeiten.

FIRST® LEGO® League ist ein globales Bildungsprogramm, an dem weltweit über 32.000 Teams aus 88 Ländern teilnehmen. Ziel von FIRST® LEGO® League ist es, den Nachwuchs frühzeitig an aktuelle, global relevante Themen heranzuführen und ihn im Erlangen von Schlüsselqualifikationen des 21. Jahrhunderts zu unterstützen.

mehr ...

Letzte Änderung: 11.01.2018 - Ansprechpartner:

Sie können eine Nachricht versenden an: M.A. Katharina Vorwerk
Sicherheitsabfrage:
Captcha
 
Lösung: