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Februar

11. ego.-Inkubator öffnet auf dem Universitätscampus

22.02.2018 -

An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg wird ein weiteres Fertigungslabor FabLab eröffnet, das Studierende und Universitätsangehörige auf dem Weg in die unternehmerische Selbstständigkeit unterstützen soll. Im neuen Labor Additiv+, dem inzwischen 11. sogenannten ego.-Inkubator auf dem Universitätscampus, können Gründungsinteressierte schnell und kosteneffizient funktionelle Bauteile und Prototypen herstellen und bearbeiten.

Insbesondere Studierende, Absolventen und Mitarbeiter aus den Bereichen Maschinenbau, Mechatronik, Sport und Technik, Integrated Design Engineering, Elektrotechnik und Informatik können diese hochmoderne technologische und organisatorische Infrastruktur zur Erprobung ihrer Geschäftsideen nutzen.

Dafür stehen ihnen ab sofort eine Laserschmelz-Anlage, Technologien zur Oberflächenveredelung oder eine Präzisionsschleifanlage zur Verfügung. Ein spezielles Lichtmikroskop, das sogenannte Konfokalmikroskop, zur präzisen Beurteilung von Oberflächen sowie ein Röntgendiffraktometer zur Untersuchung von Materialstrukturen mittels Röntgenstrahlen, komplettieren die Ausstattung. Maschinen zur Herstellung von Metallprototypen unterstützen vor allem Ausgründer aus dem Bereich Medizintechnik, einem Forschungsschwerpunkt der Universität Magdeburg.

 

Flyerhintergrund (c)  Firma TrumpfAbbildung aus Flyer (Foto: Firma Trumpf)

 

Zeitgleich mit der Einrichtung dieses neuen „Brutkastens“ für Ausgründungen wird das bereits bestehende FabLab „Innovative Existenzgründung“ um Universalmontagearbeitsplätze, Elektrohandwerkzeuge, Maschinen zur schnellen Herstellung von Spritzgießformen und eine Spritzgießmaschine erweitert.

 

WAS: Eröffnung und Präsentation der ego.-Inkubatoren Additiv+ und Erweiterung der Gründerwerkstatt FabLab an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
WANN: 27. Februar 2018, 13.00 bis 14.00 Uhr, inkl. Rundgang und Besichtigung
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universitätsplatz 2, 39104 Magdeburg, Gebäude 12, Versuchsfeld

 

Zur Eröffnung der neuen Gründerwerkstätten werden Vertreter des Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt begrüßen.

Technologie-Forum im Anschluss

Unmittelbar im Anschluss an die Veranstaltung findet ab 14.30 Uhr das Technologie-Forum des Institutes für Fertigungstechnik und Qualitätssicherung statt. Regionalen Unternehmen und Partnern werden neueste Forschungsvorhaben auf dem Gebiet der Gießereitechnik und Zerspanung gezeigt und Möglichkeiten des Technologietransfers aus der Forschung in die Wirtschaft diskutiert. 

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Wie verändern Stress, Umweltgifte und Drogen die Gehirne unserer Kinder?

19.02.2018 -

Auf dem „Magdeburger Tag der Erziehung“, am 13. März 2018, geben Neurobiologen der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und eine Neuropsychologin der Universität Aachen einen Überblick über Mechanismen der frühkindlichen Gehirnentwicklung, insbesondere unter Einfluss von Stress und Traumatisierung, Umweltgiften und Drogen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehen unter anderem den Fragen nach, wie diese Umwelteinflüsse die Entwicklung von Gehirn und Verhalten beeinflussen, warum sich erlebte Traumatisierungen unterschiedlich bei Männern und Frauen auswirken und möglicherweise an Nachfolgegenerationen weitergegeben werden.

Die Veranstaltungsreihe der Fakultät für Naturwissenschaften richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen, Erzieher, Sonderpädagogen und an interessierte Eltern.

 

WAS: „15. Magdeburger Tag der Erziehung“ an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
WANN: 13. März 2018, 14:00 bis 18:30 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg, Hörsaal 5, Gebäude 16

 

Aufgrund der hohen Nachfrage wird um Anmeldung per Mail bis einschließlich 09. März 2018 gebeten.

 

Prof. Dr. Katharina Braun, Entwicklungsneurobiologin am Institut für Biologie der Otto-von-Guericke-Universität wird Beispiele von neurotoxischen Giftstoffen in unserer unmittelbaren Umwelt vorstellen, die insbesondere das kindliche Gehirn beeinträchtigen und zu organischen Schädigungen und Ausfallserscheinungen führen.

Prof. Dr. Jörg Bock, vom Institut für Biologie, zeigt die Auswirkungen früher psychosozialer Traumata auf die Gehirnentwicklung auf. Sowohl in Studien an Tiermodellen als auch in Humanstudien sind neuronale Veränderungen nach frühen Stresserfahrungen nachgewiesen worden, die die Gehirnfunktion beeinträchtigen und die sich geschlechtsspezifisch unterschiedlich darstellen.

Prof. Dr. Kerstin Konrad, Neuropsychologin an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Universität Aachen, erläutert den aktuellen Kenntnisstand der klinischen Forschung zum Zusammenhang zwischen frühkindlichen Stresserfahrungen und emotionaler Wahrnehmung.

 

Die vom Institut für Biologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg im Rahmen der weltweit stattfindenden „Brain Awareness Week“ ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe ist kostenfrei und wird vom Landesinstitut für Lehrerfortbildung Sachsen-Anhalt als Weiterbildung anerkannt.

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Von Hausbooten, Mähdreschern und Küchenmessern

15.02.2018 -

Vom 14. März 2018 an präsentieren Studierende des Masterstudiengangs Integrated Design Engineering der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg im MDR-Landesfunkhaus Sachsen-Anhalt erstmals ihre Produkte und Entwicklungen der letzten Jahre. Darunter sind sowohl zukunftsweisende Entwürfe von Gegenständen des täglichen Bedarfs als auch Überraschendes, z. B. für die Sportartikelbranche. Unter dem Titel „Design trifft Maschinenbau“ werden u. a. ein Hausboot, unterschiedliche Fahrradkonzepte, multifunktionale Traktoren, Mähdrescher mit neuer Erntetechnologie oder Chefmesser aus Walnussholz oder Robinie zu sehen sein. Während einer abendlichen Vernissage im Elbfoyer des Funkhauses werden die Studierenden gemeinsam mit ihren Dozenten den Besucherinnen und Besuchern ihre Arbeiten persönlich vorstellen.

 

WAS: "Design trifft Maschinenbau“ - Studierende des Studienganges Integrated Design Engineering der Universität Magdeburg stellen aus
WANN: Eröffnung am 14. März 2018, 18.00 Uhr
WO: MDR-Landesfunkhaus Sachsen-Anhalt, Elbfoyer, Stadtparkstraße 8, 39114 Magdeburg

 

Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

Messer aus Holz von LignumIn der Ausstellung sind unter anderem Chefmesser als Holz zu sehen. (Foto: Lignum)


„Die Ausstellung zeigt eine Auswahl der vielfältigen Projekte, in denen anspruchsvolle, ästhetische und innovative Produkte in Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen entstanden sind, so beispielsweise für eine regionale Hausboot-Manufaktur oder eine Obstbrennerei“, erläutert Studiengangsleiter Dr. Michael Schabacker. Aber auch internationale Unternehmen zeigen regelmäßig Interesse an den Ideen der Magdeburger Studierenden, so Schabacker weiter. „Wir haben bereits mit namhaften Firmen wie Hilti, Scott, Volkswagen und VAUDE kooperiert. Während dieser Projekte konnten die Studierenden den gesamten Produktentwicklungsprozess von der ersten Idee bis zum Modell- oder Prototypenbau praxisnah verfolgen.

Design trifft Maschinenbau

Der Masterstudiengang Integrated Design Engineering wird an der Universität Magdeburg seit 2011 angeboten. 176 Absolventinnen und Absolventen haben den Studiengang erfolgreich abgeschlossen. Während des Studiums steht eine ganzheitliche Sicht auf Produkteigenschaften wie Funktionserfüllung, Design, Handhabung, Zuverlässigkeit und Sicherheit, das Preis-Leistungs-Verhältnis, aber auch die Herstellbarkeit, Wartbarkeit und Nachhaltigkeit im Fokus. Die Studierenden beschäftigen sich also neben dem Design sowohl mit den Disziplinen Wirtschaftswissenschaft, Sport und Technik und der Arbeitswissenschaft, als auch mit sozialwissenschaftlichen Fragen oder Informatik. „Das Besondere unseres Studienganges ist die fächerübergreifende enge Verzahnung von Technik und Gestaltung“, so Masterstudentin Vivien Eckel. „Der endgültige Lackmustest für die Umsetzung der nicht selten außergewöhnlichen Ideen ist aber immer wieder die Tauglichkeit der Produkte für den Verbraucher.“

Die Ausstellung ist noch bis zum 19. April 2018 wochentags zwischen 10 und 18 Uhr sowie samstags und sonntags zwischen 12 und 15 Uhr zu sehen. Führungen sind auf Wunsch möglich.

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Welchen Mechanismen folgen unsere Entscheidungen?

02.02.2018 -

Der Psychologe PD Dr. rer. nat. Gerhard Jocham ist mit dem renommierten Heisenberg-Stipendium ausgezeichnet worden. Jocham erhält das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG verliehene Stipendium für seine exzellente neurowissenschaftliche Forschung im Center for Behavioral Brain Sciences (CBBS) der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Die Forschungsgruppe um Gerhard Jocham arbeitet intensiv daran, die neuronalen Grundlagen von Entscheidungsprozessen zu entschlüsseln und herauszufinden, wie wir aus Entscheidungen lernen. „Entscheidungen erscheinen uns oft einfach“, so der Neurowissenschaftler. „Wir treffen jeden Tag dutzende, oft scheinbar mühelos. Aber sowohl die Komplexität der zugrundeliegenden Mechanismen als auch die enorme Bedeutung dieser geistigen Fähigkeit offenbart sich oft erst im Krankheitsfall, wenn diese Mechanismen versagen und ein normales Leben unmöglich machen.“ Denn viele psychiatrische und neurologische Krankheitsbilder seien durch schwerwiegende Beeinträchtigungen im Entscheiden gekennzeichnet. „Wir versuchen, die zugrundeliegenden Prozesse im gesunden Menschen zu verstehen. Ein wichtiger Fokus liegt dabei auf der Rolle bestimmter Neurotransmitter, also der Botenstoffe, die Signale zwischen Nervenzellen übertragen.“ Diese Botenstoffe wie Dopamin oder Glutamat spielten wahrscheinlich eine sehr wichtige Rolle bei den Berechnungen, die unseren Entscheidungen zugrunde liegen, so Jocham.

Portrait_Jocham_Gerhard (c) Harald KriegHeisenberg-Stipendiat PD Dr. Gerhard Jocham (Foto: Harald Krieg / Universität Magdeburg)

Das über fünf Jahre mit monatlich 4.600 Euro dotierte Stipendium richtet sich an besonders begabte Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. Sie sollen optimal gefördert und im Wissenschaftssystem gehalten werden. Das Stipendium wurde nach dem deutschen Physiker Werner Heisenberg benannt, der im Alter von 31 Jahren den Nobelpreis für Physik erhielt.

Kurzvita PD Dr. rer. nat. Gerhard Jocham

Nach seinem Studium der Psychologie in Konstanz und Düsseldorf promovierte der 1975 in Wangen im Allgäu geborene Gerhard Jocham 2006 an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Am Max-Planck-Institut für Neurologische Forschung in Köln arbeitete er anschließend in der Nachwuchsgruppe „Kognitive Neurologie“ mit Prof. Dr. Markus Ullsperger. Nach einem dreijährigen Forschungsaufenthalt an der Universität Oxford übernahm er 2013 die Leitung der unabhängigen CBBS-Forschergruppe „Cognitive Neuroscience“ am Center for Behavioral Brain Sciences (CBBS) der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. 2015 erlangt er mit der Habilitation an der Universität Magdeburg die Venia Legendi für das Fach Psychologie.

 

Bilder zum Download:

Bild 1 // Quelle: Harald Krieg / Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Heisenberg-Stipendiat PD Dr. Gerhard Jocham

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Letzte Änderung: 02.02.2018 - Ansprechpartner:

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