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Pressemitteilungen August 2016

Universität Magdeburg bietet Wege aus dem Lehrermangel

29.08.2016 -

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg informiert Studieninteressenten am 6. September 2016 über das Studienprogramm Ingenieurpädagogik. Neben dem Studienprogramm werden verschiedene Wege in das Lehramt an berufsbildenden Schulen vorgestellt. Insbesondere Studierende mit Berufserfahrung sind eingeladen und werden über besondere Maßnahmen zur finanziellen Unterstützung eines Studiums informiert.

Angesprochen sind besonders Abiturienten, die noch „ihren“ Studienplatz suchen und sich eine fachliche und pädagogische Arbeit mit jungen Menschen vorstellen können, Absolventen und Absolventinnen beruflicher Fortbildungen (insbesondere Meister/-innen und Techniker/-innen), die heute in Sachsen-Anhalt ohne weitere Voraussetzungen studieren dürfen, ausgebildete Ingenieurinnen und Ingenieure, die sich einen Einstieg in das Masterprogramm Lehramt an berufsbildenden Schulen vorstellen können, sowie Studieninteressenten mit Fachhochschulreife, die neuerdings die Möglichkeit haben, das ingenieurpädagogische Studium im neu eingeführten Kooperationsmodell der Universität Magdeburg mit der Hochschule Merseburg aufzunehmen.

 

WAS: Informationsveranstaltung „Ingenieurpädagogik studieren“
WANN: 6. September 2016, 17.00 Uhr
WO: Campus Service Center, Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg

 

Studiert werden kann das Programm Ingenieurpädagogik in einer der beruflichen Fachrichtungen Bau-, Elektro-, Informations-, Metall- oder Prozesstechnik. Professor Klaus Jenewein, an der Universität zuständig für die ingenieurpädagogischen Studiengänge, betont die hervorragenden Berufsaussichten der Absolventen: „Wir befinden uns bereits in der Situation stark zunehmender Altersausstiege der an den berufsbildenden Schulen tätigen Lehrkräfte, die bis 2030 andauert. Den hieraus entstehenden Ersatzbedarf können wir mit den bisherigen Studierendenzahlen bei weitem nicht abdecken. Für Studieninteressenten bedeutet dies: hervorragende Berufsaussichten in einem sehr vielseitigen Berufsfeld – mit einem Einsatzbereich von der Berufsausbildung über die Technikerschule bis hin zum beruflichen Gymnasium.

Das Studienprogramm ist nicht zulassungsbeschränkt.Ein Studienbeginn zum kommenden Wintersemester ist noch möglich. Die Bewerbungsfrist endet am 15. September 2016.

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Universität Magdeburg koordiniert regionalen Wachstumskern Fluss-StromPlus

23.08.2016 -

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg unterstützt mit vier Forschungsprojekten die künftige Energiegewinnung aus den Flüssen Europas. Im Rahmen des regionalen Wachstumskerns Fluss-StromPlus sollen in naher Zukunft ökologisch verträgliche Fluss-Wasserkraftanlagen für die umweltschonende Energiegewinnung eingesetzt werden.

Das Bündnis aus sieben Forschungseinrichtungen und 19 Industriepartnern arbeitet unter der Leitung der Universität am dafür nötigen Knowhow für schwimmende Fluss-Wasserkraftanlagen bis hin zu universellen Staudruckwasserrädern für bereits vorhandene Staubauwerke. Der Plan ist, künftig Serienanfertigungen kleiner Wasserkraftanlagen einsatzfertig zu den Nutzungsstellen auf europäischen Flüssen transportieren zu können.

Am 27. September 2016 treffen sich die Logistiker, Maschinenbauer, Verfahrenstechniker, Gewässerökologen, Energieunternehmen und Vertreter von Umweltvereinen und –verbänden zum ersten Erfahrungsaustausch und werden den aktuellen Forschungsstand diskutieren. Dabei geht es unter anderem um Hochwasserschutz und fischfreundliche Wehre, um Trinkwassergewinnung und Fernüberwachung von Turbinen, aber auch Anforderungen von Kunden und Investoren.

 

WAS: Fachforum des Wachstumskerns Fluss-StromPlus an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
WANN: 27. September 2016, 9.00 bis 18.00 Uhr
WO: Experimentelle Fabrik Magdeburg, Sandtorstraße 23, 39106 Magdeburg

 

Als Gäste werden Hans-Peter Hiepe vom Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF, Staatssekretär Thomas Wünsch vom Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt und der Rektor der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan, erwartet.

„In Zeiten steigender Energiekosten und knapp werdender Primärenergiequellen hat die Energienutzung durch Flusskraftwerke ein erhebliches Potenzial“, so der Projektleiter und Sprecher des Bündnisses, Dipl.- Ing. Mario Spiewack. Diese Form der Energiegewinnung habe zudem eine lange Tradition. „Bis in das 19. Jahrhundert hinein standen mehr als 700 so genannte Flussmühlen auf den Flüssen Europas - allein in Magdeburg mehr als 20. Mit ihrem einfachen Wirkungsprinzip aus Schwimmkörpern und einem Wasserrad versorgten sie ganze Städte mit Mahl- und Schleiferzeugnissen. Erst mit der Nutzung von Kohle und Erdöl verschwanden sie von den Gewässern.“

Wissenschaftler verschiedener Fakultäten der Universität Magdeburg sind an vier der insgesamt fünf Forschungsteilprojekte des Netzwerkes beteiligt.

Der Verfahrenstechniker Prof. Dominique Thévenin simuliert auf den Versuchsanlagen der Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik die komplizierte Strömung und Verwirbelung in Flüssen, um die neu entwickelten Turbinen und Wasserräder hydrodynamisch zu optimieren. „Die Forschung mit Wasserrädern wurde Ende des 19. Jahrhunderts gestoppt, da dank der Wasserstauung klassische Turbinen viel effizienter wurden. Wir fangen also wieder dort an, wo Kollegen vor 130 Jahren aufgehört haben, aber mit vollkommen neuen Methoden. Ich bin sehr neugierig zu sehen, was wir mit moderner Technik herausholen werden“, so der Strömungsexperte.

An der Fakultät für Maschinenbau arbeitet das Team um Prof. Roland Kasper an der Entwicklung neuartiger, getriebeloser Generatoren. Bei Flusswasser-Kraftwerken könne nicht auf klassische Getriebelösungen zurückgegriffen werden, so Kasper. Sie wären wartungsintensiv, umweltrelevant und relativ teuer. „Unser Ziel ist es, eine getriebelose Synchronmaschine zu entwickeln“, so der Maschinenbauexperte. „Herstellungs- und Wartungskosten der Generatoren können damit so weit wie möglich gesenkt und ihre Energieausbeute auch an langsam fließenden Gewässern optimiert werden.“

Das Team um Prof. Roberto Leidhold von der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der Universität Magdeburg entwickelt eine neuartige Regelungs- und Steuerungstechnik für das gesamte Turbinen-Generator-Netzsystem. „Die Herausforderung für uns liegt in der Minimierung der Verluste“, so Prof. Leidhold. „Die von uns zu entwickelnde Leistungselektronik soll das Zusammenspiel von Generatoren und Gesamtsystem optimieren.“

Der regionale Wachstumskern Fluss-StromPlus wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF bis 2018 in insgesamt sechs Verbund- und 30 Teilprojekten mit ca. 11 Millionen Euro gefördert.

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Last-Minute-Studieninfotag an der Universität Magdeburg

22.08.2016 -

Für Studienbewerberinnen und -bewerber, die noch unentschlossen sind oder zunächst eine Ablehnung für das Wintersemester 2016/17 erhalten haben, bietet die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg am 25. August 2016 einen Last-Minute-Studieninfotag.

Studienberaterinnen und -berater sowie Studierende stehen für eine allgemeine oder auch individuelle Studienberatung zur Verfügung, stellen passende Alternativen zu Wunschstudiengängen vor oder informieren über Bewerbungs- und Zulassungsmodalitäten. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arbeitsagentur zeigen Möglichkeiten zur Überbrückung von Wartezeiten bis zur Aufnahme eines Universitätsstudiums. Das Studentenwerk wird einen Überblick seiner Leistungen in den Bereichen studentisches Wohnen, Essen und Leben geben.

Der Infotag endet mit einer Tour durch die Landeshauptstadt Magdeburg, in der inzwischen über 18.000 Studierende aus aller Welt leben.

 

WAS: Last-Minute-Studieninfotag der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
WANN: 25. August 2016, 10.00 bis ca. 18.00 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg
Gebäude 01, Campus Service Center

 

Interessenten für die zulassungsfreien Studiengänge an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg können sich noch bis 15. September 2016 bewerben. Das vollständige Studienangebot finden Sie unter www.ovgu.de/Studienangebot

Für die Studiengänge mit örtlicher Zulassungsbeschränkung ist die Bewerbungsfrist bereits abgelaufen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, sich ab sofort bis 15. Oktober 2016 für das Losverfahren zu bewerben. Hinweise zum Verfahren gibt es unter www.ovgu.de/losverfahren.  

Weitere Informationen und das vollständige Programm zum Last-Minute-Studieninfotag finden Sie unter www.ovgu.de/Lastminutestudieninfotag

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Informatiker der Universität Magdeburg gewinnen MedVis-Award 2016

19.08.2016 -

Computervisualisten der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg haben für die Visualisierung und Auswertung großer medizinischer Datenmengen den renommierten Karl-Heinz-Höhne MedVis Award gewonnen. Dieser von der Deutschen Gesellschaft für Informatik vergebene Preis zeichnet Nachwuchswissenschaftler aus, die an der Schnittstelle von Informatik und Medizin einen wesentlichen Beitrag für eine verbesserte Diagnostik und Therapie leisten.

Den 1. Preis gewinnt Paul Klemm für seine Studie „Interactive Visual Analysis of Population Study Data“. Der 30-jährige Doktorand wandelte enorme Datenmengen einer Bevölkerungsstudie zu Lebensstil, Hobbys, Erkrankungen und medizinischen Untersuchungen in Greifswald und Stralsund in Bilder und Grafiken um und identifizierte bisher unbekannte Risikofaktoren, zum Beispiel für Rückenschmerzen oder Lebererkrankungen. Ärzte und medizinisches Personal können mit dieser neuen Methode künftig schneller auffällige Befunde erkennen und Gesundheitsrisiken herausfiltern.

Mit dem 2. Preis wird Monique Meuschke für die Computerdarstellung von Blutflüssen ausgezeichnet. Die Nachwuchswissenschaftlerin hat dafür eine große Menge Blutflussdaten visualisiert und ausgewertet und so ungewöhnliche Muster, wie Verwirbelungen, erkannt und anschließend klassifiziert. Die Visualisierung führt zu einem besseren Verständnis von Gefäßerkrankungen, die gefährliche Hirnblutungen (Aneurysmen) auslösen können, oder von Herzklappenproblemen, die sich in einem veränderten Blutfluss in der Aorta widerspiegeln. Klinische Partner im Rahmen der Studie „Exploration von Risikofaktoren für kardiovaskuläre Krankheiten“ sind das Institut für Neuroradiologie des Universitätsklinikums Magdeburg und das Herzzentrum Leipzig. Monique Meuschke ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Magdeburger medizintechnischen Forschungscampus STIMULATE beschäftigt.

Die Preise werden am 7. September 2016 auf der internationalen Tagung Visual Computing in Biology and Medicine VCBM in Bergen, Norwegen verliehen.

Computervisualistik an der Universität Magdeburg

Vor 20 Jahren begann die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg als erste Hochschule in Deutschland mit der Ausbildung von Computervisualisten. Das sind hochqualifizierte Fachkräfte auf dem Gebiet der computergestützten Umwandlung von Daten und Prozessen in Bilder und Grafiken. Die Visualisierung von Daten ist im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung in den letzten Jahren vor allem in der Medizin, im Fahrzeugbau, aber auch der Spieleentwicklung gefragt. So werden individuelle Patientendaten zu Bildern krankhafter Organe, die z. B. die Gefahr von Aneurysmen prognostizieren und den behandelnden Chirurgen bei der Therapie unterstützen. Computervisualisten entwerfen darüber hinaus virtuell und kosteneffektiv Bauteile und Prototypen für komplexe Maschinen und Anlagen, erschaffen virtuelle Welten für Flugsimulatoren und Crashtest-Simulationen für die Fahrzeugindustrie oder prüfen Materialien in der Werkstofftechnik. Seit 2013 gibt es an der Universität Magdeburg den Lehrstuhl Computergestützte Chirurgie.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website www.computervisualistik.de.

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Uni Magdeburg lädt zu Probestudium in den Herbstferien

17.08.2016 -

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg bietet Schülerinnen und Schülern der Abiturstufe in den kommenden Herbstferien wieder die Möglichkeit eines Probestudiums. Vom 10. bis 14. Oktober 2016 können die Elft- und Zwölftklässler aus allen Bundesländern Universitätsalltag erleben, werden Experimentalvorlesungen und Seminare besuchen, naturwissenschaftliche und ingenieurtechnische Studiengänge kennenlernen und in Forschungslaboren arbeiten.

In Gesprächen mit Studierenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Absolventen erhalten sie, so auch während einer Betriebsbesichtigung in der SKET GmbH, Informationen über Berufswege und Karrierechancen aus erster Hand. Betreut werden die Schülerinnen und Schüler von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Fakultäten und von Studierenden.

Auf einem Stadtrundgang haben sie Gelegenheit, Magdeburg als Studentenstadt kennenzulernen.

Die Teilnahme an der Herbst-Uni ist für die Schülerinnen und Schüler kostenfrei, Nicht-Magdeburger werden im Hotel „Sleep and go“ in unmittelbarer Campusnähe untergebracht.

Weitere Informationen zum Programm und den Anmeldemodalitäten finden Sie unter www.ovgu.de/herbstuni

 

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Millionenschwere Forschung für Superkondensator in Elektrofahrzeugen

12.08.2016 -

Wissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg entwickeln neue Antriebskonzepte für Elektrofahrzeuge, um sowohl die Reichweite als auch die elektromagnetische Verträglichkeit der Automobile zu verbessern und sie künftig alltagstauglicher und verbraucherfreundlicher zu machen. Im Rahmen des vom Bund geförderten Forschungsschwerpunktes „e‐MOBILIZE – Intelligente und effiziente Elektromobilität der Zukunft“ suchen Ingenieure der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik gemeinsam mit Partnern aus der Industrie und der regionalen Wirtschaft nach Lösungen für einen störungsfrei laufenden und energieeffizienten Antriebsstrang.

Das grundsätzliche Problem beim Einsatz von Elektromotoren ist der hohe Batterieverschleiß und Stromverbrauch durch die ständigen Belastungsspitzen beim Beschleunigen“, so Prof. Dr.-Ing. Roberto Leidhold vom Institut für Elektrische Energiesysteme der Fakultät. „Wenn wir es schaffen, die auftretende Bremsenergie in einem zusätzlichen Kondensator zwischenzuspeichern, könnte sie anschließend für erneute Beschleunigungsprozesse wieder zur Verfügung stehen. Die Zahl der Aufladezyklen würde sich damit verringern und die Reichweite des Fahrzeugs verbraucherfreundlich erhöhen.“ Die Wissenschaftler wollen nun den Antrieb so verändern, dass die gleichbleibende Grundlast beim Fahren aus der normalen Fahrzeugbatterie kommt, die Verbrauchsspitzen beim Beschleunigen indes aus dem durch Bremsvorgänge gut gefüllten Zwischenspeicher.

Das zweite gravierende Problem bei der Nutzung von elektrischen Antrieben sei die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) des Antriebssystems, so der Gesamtprojektleiter Prof. Dr.-Ing. Ralf Vick vom Lehrstuhl für Elektromagnetische Verträglichkeit der Fakultät. „Durch die gegenseitige Störung der einzelnen Komponenten im Elektrofahrzeug könnte es passieren, dass beim Gasgeben das Autoradio knackt oder sicherheitsrelevante Technik wie das ABS beeinflusst wird“, erläutert der Elektrotechniker. „Wir haben mit der größten EMV-Absorberhalle auf einem bundesdeutschen Unicampus das Know-how, diese Störungen präzise zu messen, zu analysieren und anschließend die gegenseitigen Beeinflussungen und Störungen im laufenden Betrieb zu minimieren oder gar zu beseitigen.“

Bei der mit einem Finanzvolumen von über zwei Millionen Euro ausgestatteten Entwicklung einer neuen Generation von Antriebslösungen arbeiten die Wissenschaftler der Universität Magdeburg mit der Volkswagen AG und dem AEM – Anhaltische Elektromotorenwerk Dessau GmbH zusammen. Die Dauer des Forschungsprojekts beläuft sich auf drei Jahre.

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Technik, die begeistert, ersetzt Kreidedidaktik

09.08.2016 -

Technikdidaktiker der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg testen ab Schuljahresbeginn bundesweit erstmals eine innovative Lehr- und Lernplattform für einen zeitgemäßen Technikunterricht. Das multimediale Lernkonzept COGNITO wurde unter der Leitung von Prof. Frank Bünning vom Lehrstuhl Technische Bildung und ihre Didaktik speziell für den Lehrplan an den Sekundarschulen des Landes Sachsen-Anhalts entwickelt.

Gemeinsam mit Techniklehrerinnen und –lehrern werden die Wissenschaftler in den kommenden Monaten an über 20 Sekundarschulen des Landes einen Prototypen des neuen Mediums testen. Die Ergebnisse werden anschließend ausgewertet und sollen in Empfehlungen für das Bildungsministerium des Landes Sachsen-Anhalt einfließen.

Ziel des dreijährigen, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF mit über 800.000 Euro unterstütztem Forschungsvorhabens ist es, durch neue Ansätze und Instrumente den Sekundarschülerinnen und –schülern ein verbessertes grundlegendes Technikverständnis zu vermitteln und sie für Technik sowie technische Ausbildungsberufe zu begeistern.

„Für rund 40.000 Sekundarschülerinnen und –schüler startet jetzt das neue Schuljahr und auch der Technikunterricht“, so Prof. Frank Bünning. „Ein wichtiges Unterrichtsfach, aber bisher leider oft negativ besetzt! Die fehlende Begeisterung einer großen Anzahl von Schülern können wir uns aber immer weniger leisten, da sie einen enormen Einfluss auf die Berufswahlentscheidung für oder gegen einen Beruf in einem technischen Bereich hat und damit den Fachkräftemangel entweder ver- oder entschärfen kann.“

Neue multimediale Lehr-Lernplattform

Das Team um den Technikdidaktiker griff bei der Entwicklung der multimedialen Lehr-Lernplattform COGNITO erstmals bundesweit das didaktische Konzept des so genannten situierten Lernens auf. Dabei werden theoretische und technische Lerninhalte miteinander verknüpft und in für den Technikunterricht des Landes relevanten multimedialen Lernszenarien dargestellt. Realistische, den Schülern bekannte Alltagsprobleme sind in zusammenhängende Geschichten eingebettet und können aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden.

Auf unserer Lernplattform geht es um reale Probleme: Mein Mofa ist kaputt, worauf achte ich beim Fahrradkauf oder wo und wie plane ich Steckdosen, wenn ich ein Haus baue? Die Schülerinnen und Schüler erkennen klar den Nutzen des erworbenen Wissens und steigern so erwiesenermaßen ihre Fähigkeiten.“ Die Auswahl der lebensnahen Szenarien wurde gemeinsam mit Studierenden des Lehramts Technik an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg getroffen und erprobt.

Der Ansatz des situierten Lernens fände in Deutschland leider bislang nur wenig Beachtung, so Didaktiker Bünning. Bisher existiere keine Plattform, um diese Theorie, insbesondere im Technikunterricht, umzusetzen und zu evaluieren.

Wir versuchen bisher vergeblich, mit Kreidedidaktik und Frontalunterricht die mit Smartphones heranwachsenden Digital Natives für Technik zu interessieren. Wie gut das funktioniert, können wir nicht zuletzt an den vielen unbesetzten Lehrstellen beispielsweise für Mechatronik oder Chemielaboranten und –laborantinnen sehen. Wir wissen, dass Schülerinnen und Schüler insbesondere mit innovativen didaktischen Ansätzen moderne Technik besser durchdringen und so etwas wie Technikbegeisterung entwickeln können.

Seit 2009 werden am Lehrstuhl Technische Bildung und ihre Didaktik der Universität Magdeburg Techniklehrerinnen und –lehrer für Sekundarschulen und für Gymnasien ausgebildet.

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Wissenschaftler der Universität Magdeburg entwickeln Evakuierungsstrategien für Personen mit Beeinträchtigungen

03.08.2016 -

Ein Wissenschaftlerteam um die Brandingenieurin Dr.-Ing. Andrea Klippel von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg entwickelt erstmals für den Katastrophenschutz anwendbare Evakuierungsstrategien für Personen mit körperlichen, geistigen oder altersbedingten Beeinträchtigungen. 

Das Forschungsvorhaben ist Teil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF geförderten Verbundprojektes „Sicherheit für Menschen mit körperlicher, geistiger oder altersbedingter Beeinträchtigung SiME“. Sicherheitsingenieure, Naturwissenschaftler und Materialforscher wollen gemeinsam mit mittelständischen Unternehmen und Betreibern von Behinderteneinrichtungen bis 2019 beispielhaft Empfehlungen für Sicherheitskonzepte für die Evakuierung von Pflegeeinrichtungen, Seniorenheimen oder Behindertenwerkstätten bei Naturkatastrophen oder Bränden erarbeiten.

„Bisher sind beeinträchtigte Personen, seien es demente oder in ihrer Mobilität eingeschränkte Senioren, seien es junge Menschen in Behindertenwerkstätten, die auf Rollstühle angewiesen, vielleicht blind oder taub sind, nicht in Evakuierungsmodellen berücksichtigt“, so Projektleiterin Dr.-Ing. Andrea Klippel vom Institut für Apparate- und Umwelttechnik der Universität Magdeburg. „Deren Evakuierung aus einer Gefahrenlage stellt Einsatzkräfte und Pflegepersonal vor enorme Herausforderungen. 2012 ereignete sich eine Brandkatastrophe in einer Caritas-Behindertenwerkstatt in Titisee-Neustadt. Nach einer Gasofenexplosion verloren 14 Menschen, darunter eine Betreuerin, ihr Leben. Mehr als 85 Menschen mussten evakuiert werden. 14 Menschen erlitten schwere bis mittelschwere Verletzungen durch Rauchgase. Im niedersächsischen Wiefelstede ereignete sich im Oktober 2014 eine Brandkatastrophe in einem Seniorenpflegeheim für demenzkranke Menschen, bei dem ein Mensch ums Leben kam und etwa 25 Menschen, darunter auch Pflegepersonal, durch Rauchgasvergiftungen schwere Verletzungen davon trugen."

worst-case-Szenarien für die zivile Sicherheit

Dr.-Ing. Andrea Klippel und ihre Kollegen werden in den nächsten Wochen und Monaten diese und weitere Ereignisse auswerten, Risikoanalysen zu Schadensszenarien für beeinträchtige Personen, Pflegepersonal und Rettungskräfte vornehmen und anschließend Großbrände und worst-case-Szenarien in Alten- und Pflegeheimen sowie in einer Behindertenwerkstatt simulieren

So erhalten sie belastbare Daten zur Brandausbreitung, zu toxischen Bestandteilen im Brandrauch oder der Temperaturentwicklung, können Wärmestrahlung und Sichtweiten berechnen, Zugänge für Rettungskräfte evaluieren und herausfinden, wie die Nutzung von Hilfsmitteln wie Rollstühlen oder Rollatoren das Bewegungsverhalten der Gruppen beeinflusst. 

Die aus den Szenarien gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für Computersimulationen. So können künftig Verbrennungsprozesse effektiv und präziser modelliert und vorhergesagt werden und als Grundlage für Evakuierungsstrategien für Pflegeeinrichtungen und Behindertenwerkstätten dienen.

Wir wollen mit unserer Forschung bestehende Sicherheitskonzepte, in denen die Evakuierung und Rettung beeinträchtigter Personen nicht inbegriffen ist, neu kalibrieren und Modelle schaffen, mit denen wir künftig Brandentwicklungen und –szenarien verlässlich vorhersagen können“, so Brandingenieurin Klippel. „Dann wird es möglich, Rettungskräfte, Pflegepersonal, aber auch die Bevölkerung für die Problematik zu sensibilisieren und sie anhand neuer Strategien und Evakuierungsstrategien zu schulen und weiterzubilden.“

Das Verbundprojekt wird vom BMBF über eine Laufzeit von drei Jahren mit 1,12 Millionen Euro gefördert.

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Virtuelle Campusführung mit Studieninfos ab sofort online

01.08.2016 -

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg bietet ab sofort allen Studieninteressierten eine multimediale Plattform mit Studieninformationen aus erster Hand. Unter www.ovgu.de/campusdate finden künftige Studierende der Universität Magdeburg eine Einladung zu einer virtuellen Entdeckungsreise durch das umfangreiche Studienangebot und die Universität. In Videos sowie per Bild und Ton berichten Studierende und Absolventen der Magdeburger Uni von ihren Erfahrungen und Erwartungen, Lehrende gewähren Einblicke in Studieninhalte und Unternehmensvertreter eröffnen Berufsperspektiven.

 Screenshot Multimediastory für Studieninteressierte der Uni Magdeburg
Screenshot der multimedialen Campusstory für Studieninteressierte.

Studieninteressierte können rund um die Uhr und wo immer sie sich mit ihrem Smartphone aufhalten, virtuell auf künftige Kommilitonen und Professoren, auf Absolventen, Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft oder auch den Rektor treffen. Sie können herausfinden, ob sie der Forscher- und Entdeckertyp sind oder doch eher zu den Machern und Technikern zählen oder ihre berufliche Perspektive bei den Philanthropen und Lebensrettern sehen. Für jeden Typ finden sich Empfehlungen zu passenden Studienprogrammen. Die vorgestellten Optionen verstehen sich als Orientierungshilfe und sind vielleicht ein erster Schritt für die richtige Studienentscheidung.

Das neue Angebot ergänzt bisherige Formate der Studieninformation an der Universität Magdeburg. Dazu gehören zielgruppenspezifische Webseiten, die individuelle Studienberatung, zahlreiche Informationsveranstaltungen, vergütete studienvorbereitende Praktika, Messen oder auch Projekttage und -wochen für Schulen. 

Am 25. August 2016 findet ab 10.00 Uhr der Last-Minute-Studieninformationstag 2016 auf dem Campus Universitätsplatz statt.

Alle weiterführenden Informationen und auch eine Verlinkung zum neuen multimedialen Angebot finden Sie unter www.ovgu.de/studieninteressierte

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Letzte Änderung: 03.04.2017 - Ansprechpartner:

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