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Entwicklungshelferin

Dalile Vera

Dalile Vera Poungue Wetoumdu aus Kamerun, studiert Elektrotechnik und Informationstechnik. Nach dem Abschluss soll ein Medizintechnik-Studium folgen.

„Ich möchte den Menschen später helfen können“

Geboren und aufgewachsen ist Dalile in Kameruns Hauptstadt Jaunde, wo sie die Möglichkeit hatte, auf eine Privatschule zu gehen und später am Gymnasium ihr Abitur abzulegen. In dem von Armut geprägten Land in Zentralafrika besteht zwar die Schulpflicht, dennoch liegt der Anteil der Analphabeten noch immer bei über 25 Prozent. „Meine Eltern sind beide diplomiert, sodass ihnen Bildung immer wichtig war. Dank ihrer Unterstützung konnte ich mein Studium in Deutschland fortsetzen, da deutsche Universitäten weltweit einen guten Ruf haben. Also lernte ich Deutsch und kam 2011 hier her.“ Seit Oktober 2012 studiert sie nun im Bachelor Elektrotechnik und Informationstechnik und wird voraussichtlich 2016 mit dem Grundstudium fertig. Wie es dann weitergeht, weiß Dalile ganz genau: „Meine Schulzeit war besonders von Medizin geprägt. In meinem Heimatland Kamerun, wie auch in den meisten armen Ländern der Welt, fehlen besonders Krankenhäuser in der Infrastruktur. In Deutschland möchte ich nach dem Bachelor in meinem Masterstudium Technik mit Medizin verbinden. Durch den neuen Studiengang Medizintechnik wird dies möglich. Die Forschungen und Erfindungen in diesem Bereich zählen zu meinen Prioritäten, denn ich möchte den Menschen später helfen können. Das Ziel meines Studiums ist es, die Gesundheitsversorgung durch Entwicklung medizinischer Systeme zu verbessern.“

Mit diesen ambitionierten Plänen bewarb sich Dalile für ein begehrtes Deutschland-Stipendium und wurde tatsächlich ausgewählt. „Für das Deutschland-Stipendium musste ich eine sehr gute Leistung im Studium erbringen und sozial engagiert sein. Es fördert talentierte Studenten nicht nur finanziell, sondern bietet auch die Möglichkeit, interessante Kontakte mit Firmen zu knüpfen.“ Neben dem Studium engagiert sich Dalile für den Verein „Wach auf“, eine christliche Bewegung in Deutschland, die den Menschen in Altenheimen und Gemeinden Trost spenden soll. „Das höchste Gut ist die Gesundheit und das Leben. Mit einfachen Mitteln und Geräten kann man heute wirklich helfen und etwas erreichen.“ Dalile ist überzeugt, dass der Studiengang Medizintechnik einen erheblichen Beitrag dazu leisten kann: „Kamerun ist ein Entwicklungsland. Die Bevölkerung ist sehr jung und stirbt sehr früh aufgrund der prekären medizinischen Versorgung. Eine Verbesserung im Bereich der Medizin durch die Wartung und Entwicklung innovativer medizinischer Geräte würde die Lebenserwartung vor Ort erhöhen“, begründet sie ihre Studienwahl. Ob sie dazu später Deutschland verlassen möchte, weiß sie jetzt noch nicht. „Nach meinem Abschluss würde ich gerne erst mal hier arbeiten und praktische Erfahrungen durch vielfältige Projekte sammeln. Erst dann könnte ich anhand des gewonnenen Know-hows zur besseren Entwicklung meines Landes beitragen. Da ich hier sehr gerne lebe und in der Stadt angekommen bin, bleibe ich aber erst mal hier.“

Letzte Änderung: 16.05.2017 - Ansprechpartner:

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