Schlagzeilen

Vom Recht, eine eigene Meinung äußern zu dürfen

26.06.2017 -

Die Arbeitsstelle Menschenrechte an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg thematisiert im Sommersemester in einer öffentlichen Vortragsreihe aktuelle Fragen der politischen und philosophischen Menschenrechtstheorie. Im Rahmen dieser Vortragsreihe hält Dr. Daniela Ringkamp am 28. Juni 2017 einen Vortrag zum Thema „Das Recht, eine eigene Meinung vertreten zu dürfen. Zu den Aporien eines grundlegenden Menschenrechts."

Daniela Ringkamp ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Praktische Philosophie der Universität Magdeburg. In ihrem Vortrag beschäftigt sie sich mit den Grenzen der Meinungsfreiheit aus menschenrechtlicher Perspektive und greift dabei auch aktuelle Debatten auf. Interessenten können sich zudem vor und nach dem Vortrag an einem Informationsstand von Amnesty International über konkrete Menschenrechtsarbeit informieren.

 

WAS:

„Das Recht, eine eigene Meinung vertreten zu dürfen. Zu den Aporien eines grundlegenden Menschenrechts.“

Vortrag von Dr. Daniela Ringkamp, Universität Magdeburg

WANN: 28. Juni 2107, 17 bis 19 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Fakultät für Humanwissenschaften, Gebäude 40B, Zschokkestraße 23, Raum 238

 

Die interessierte Öffentlichkeit ist zu den Vorträgen herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei.

Menschenrechte sind Rechte, die jedem Menschen unabhängig von seinem Geschlecht, seinem Alter, seiner Religionszugehörigkeit und ethnischen Herkunft zukommen. Ihnen liegt ein fundamentales Freiheits- und Gleichheitsethos zugrunde, das jeden Einzelnen vor willkürlicher staatlicher Gewalt, Rassismus und religiöser Verfolgung schützt, ein gleiches Recht auf Teilnahme am politischen und kulturellen Leben verbürgt sowie ein Recht auf Lebensunterhalt sichert. Die einzelnen Menschenrechte sind u. a. in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 und weiteren UN-Menschenrechtsabkommen zusammengefasst.

Die Arbeitsstelle Menschenrechte wurde 2006 an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg von den Professoren Dr. Georg Lohmann und Dr. Karl-Peter Fritzsche sowie Privatdozent Dr. Arnd Pollmann gegründet und steht am Schnittpunkt zwischen akademischen und öffentlichen Menschenrechtsdiskursen. Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter forschen und lehren in unterschiedlichen geistes-, sozial- und politikwissenschaftlichen Bereichen zu Fragen der Begründung, der Umsetzung sowie der politischen und kulturellen Bedeutung von Menschenrechten und damit verbundenen Themengebieten.

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Dr. Adrian Fischer erhält Jungwissenschaftlerpreis

23.06.2017 -

Dr. Adrian Fischer erhielt den Jungwissenschaftlerpreis der Deutschen Gesellschaft für Psychophysiologie und ihre Anwendung (DGPA) e.V.. Mit diesem Preis wurde seine Arbeit zu Gehirnaktivitäten bei Entscheidungsprozessen und den Einfluss des Hormons Serotonin auf, vom Menschen bewusst gesteuerte, mentale Prozesse, wie Selbstkontrolle oder Emotionsregulation, ausgezeichnet.

Foto Adrian Fischer

Der gebürtige Freiburger schloss im April 2011 sein Studium der Medizin an der Universität Köln mit dem Staatsexamen ab. Im März 2012 wurde er zum wissenschaftlichen Mitarbeiter am Institut für Neuropsychologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Mit seiner Dissertation zum Thema „Serontonergic Modulation of Action Monitoring and Cognitive Control“ erlangte er im Mai 2015 seine Promotion.

Derzeit wird er durch das Center for Behavior Sciences (CBBS) mit dem Forschungsschwerpunkt der Neurowissenschaften finanziert. In der Vergangenheit hat er das Forschungsfeld der Psychophysiologie schon massiv vorangetrieben. So hat er zum Beispiel eine Erklärung für die Wirkungsverzögerung von Antidepressiva gefunden und damit international Bekanntheit erlangt. Prof. Dr. Markus Ullsprenger, welcher ihn für den Preis der DGPA vorgeschlagen hat, prophezeit ihm eine auch zukünftig sehr erfolgreiche Forschungskarriere.

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Wie Werbung unsere Wahrnehmung steuert

23.06.2017 -

Die renommierte Sprachwissenschaftlerin Prof. Dr. Nina Janich wird am 29. Juni 2017 über die Rolle von Werbung bei unserer Wahrnehmung sprechen. „Werbung als allgegenwärtiges Medium kommuniziert Leitbilder und Orientierungsmuster, besitzt gesellschaftspolitische Relevanz und beeinflusst somit auch unseren Alltag“, so die Expertin, die an der TU Darmstadt lehrt und forscht.

Am Beispiel von Energie- und Autowerbung zum Thema Klimawandel und von Baumarkt- und Bausparkassenwerbung zum Thema Eigenheim analysiert die Werbelinguistin, wie Stereotype unsere Identität ansprechen und Images prägen. In ihrer sprachwissenschaftlichen Analyse will Nina Janich zeigen, warum die hier kommunizierten Haltungen, Lebensstile und Ideale nicht unproblematisch sind.

Nina Janich ist Professorin für Germanistische Linguistik. Ihre Forschungsgebiete sind Fachkommunikation und Wissenstransfer mit einem Schwerpunkt auf Wissenschaftskommunikation, Werbe- und Wirtschaftskommunikation sowie Sprachkultur und Sprachförderung.

 

WAS: Vortrag von Prof. Dr. Nina Janich, TU Darmstadt, zum Thema „Werbung als Instrument kultureller Steuerung. Eine diskurslinguistische Perspektive.“
WANN: 29. Juni 2017, 19.00 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Zschokkestraße 32, Gebäude 40, Raum 238

 

Interessierte sind herzlich zu diesem öffentlichen Vortrag der Gesellschaft für deutsche Sprache eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) ist eine politisch unabhängige Vereinigung zur Pflege und Erforschung der deutschen Sprache. Seit ihrer Gründung 1947 sieht sie es als ihre Aufgabe an, in der Öffentlichkeit das Bewusstsein für die deutsche Sprache zu vertiefen und ihre Funktion im globalen Rahmen sichtbar zu machen. Sie will Sprachentwicklung kritisch beobachten und auf der Grundlage wissenschaftlicher Forschung Empfehlungen für den allgemeinen Sprachgebrauch zu geben.

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Warum sich unser Gehirn manchmal für die zweite Wahl entscheidet

21.06.2017 -

Unser Gehirn folgt bestimmten Rechenregeln und Bewertungen, wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen. Allerdings führen diese teilweise dazu, dass nicht die jeweils objektiv beste Option des Moments ausgewählt wird, sondern diejenige, die in früheren Situationen im Vergleich zu anderen Optionen gut abschnitt. Das haben die Wissenschaftler Dr. Gerhard Jocham, Dr. Tilmann Klein und Prof. Dr. Markus Ullsperger von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und dem Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften Leipzig in einer Studie herausgefunden, die soeben im renommierten Journal Nature Communications veröffentlicht wurde.

„Wenn Menschen und Tiere sich zwischen mehreren Möglichkeiten zu entscheiden haben, versuchen sie meist, diejenige zu wählen, die den höchsten Wert hat: zum Beispiel für einen bestimmten Preis das bestmögliche Obst im Supermarkt zu bekommen“, so Gerhard Jocham, Forschungsgruppenleiter im Center for Behavioral Brain Sciences der Universität Magdeburg. Allerdings sei dieser „Wert“ oft nicht direkt bekannt, sondern müsse aus Erfahrungen gelernt werden. „Überraschenderweise treffen Menschen – nicht nur beim Einkaufen - oft Entscheidungen, die objektiv gesehen nicht optimal sind.“

Neuer Kontext, schlechtere Wahl

Die Wissenschaftler konnten jetzt in einer Studie zeigen, dass solche suboptimalen Entscheidungen tatsächlich systematisch dann auftreten, wenn die mögliche Auswahl in einem neuen Zusammenhang getroffen werden muss. „So kann zum Beispiel eine mittelmäßige Obstsorte A einen hohen relativen Wert erlangen, wenn in diesem Supermarkt ansonsten nur minderwertiges Obst verfügbar ist. Im Gegenzug kann in einem anderen Supermarkt für eine sehr hochwertige Obstsorte B nur ein mäßiger relativer Wert erlernt werden, wenn hier auch anderes gutes Obst angeboten wird. Wenn jemand dann in einem anderen Geschäft plötzlich die Auswahl zwischen Obst A und B hat, kann es also passieren, dass A gewählt wird, obwohl es objektiv gesehen die schlechtere Wahl ist.“ Die mathematischen Modellierungen zeigten, dass diese suboptimalen Entscheidungen also keinesfalls einer fehlerhaft ausgeführten Berechnung entspringen. Vielmehr wird die Berechnung korrekt ausgeführt, allerdings führt die zugrundeliegende Rechenregel zu systematischen Verzerrungen, wenn Entscheidungen in einem neuen Kontext getroffen werden. Auf Hirnebene zeigte sich außerdem, dass das Aktivitätsmuster im Striatum, einem für Belohnungslernen sehr wichtigen Hirnareal, genau die Verrechnungsschritte dieser Rechenregel widerspiegelte.

 

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Psychologen der Universität Magdeburg haben eigene Rechenregeln für die Entscheidungsfindung gefunden (Foto: 1000s pixels / shutterstock)

Warum verwendet unser Gehirn überhaupt solche Rechenregeln, wenn diese doch anscheinend manchmal zu unvorteilhaften Entscheidungen führen? „Es wäre sicher oft sinnvoll, zu erlernen, wie gut die verfügbaren Optionen absolut gesehen sind. So könnten wir auch in einem neuen Kontext optimal und objektiv entscheiden“, so Dr. Jocham. Er vermutet, dass unsere Gehirne evolutionär gesehen nicht auf die Art von Entscheidungen in unserer modernen Welt mit ihren unzähligen Auswahloptionen ausgerichtet seien. Ein Jäger in der Steinzeit hatte beispielsweise wohl meist nicht die Auswahl zwischen einer Vielzahl von Beutetieren. Stattdessen musste er, wenn er nach langem Marsch in der Ferne eine Gazelle erblickte, entscheiden, ob es sich lohnt, ihr nachzujagen oder ob es in nächster Zeit noch eine bessere Beute geben könnte. Es spielte dabei keine Rolle, wie ‚gut’ die Gazelle absolut gesehen ist. Solange sie mindestens genauso gut ist, wie das, was durchschnittlich zu erwarten wäre, lohnt sich die Jagd.

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Universität Magdeburg bringt junge Unternehmer mit zukünftigen Mitarbeitern zusammen

19.06.2017 -

Persönliche Kontakte sind bei vielen Start-ups das Mittel der Wahl, um neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu finden. Das neue Veranstaltungsformat „Start me up“ des Transfer- und Gründerzentrums der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg TUGZ bietet am 27. Juni 2017 erstmals sowohl Start-ups als auch Gründungsinteressierten und Jobsuchenden Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und zu netzwerken. Auf Speed-Dates lernen sich beide Seiten in nur 5 Minuten kennen. Jungunternehmer, Gründungsinteressierte und Jobsuchende stehen sich gegenüber, präsentieren sich kurz und stellen Fragen bis der Gong ertönt. Dann gibt es die nächste Chance auf ein Kennenlernen. Für diese erste Veranstaltung diese Art öffnet das Jungunternehmen UniNow GmbH seine Türen.

 

WAS: „Start me up“ Matching-Veranstaltung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
WANN: 27.06.2017, ab 18:30 Uhr
WO: UniNow GmbH, Dorotheenstraße 10, 39104 Magdeburg

 

„Mit diesem Format möchten wir zeigen, wie vielfältig die Magdeburger Start-up-Szene ist“, erläutert Nance Kaemmerer, Gründungsberaterin im TUGZ. „Für Studierende sowie Absolventinnen und Absolventen ist ‚Start me up’ ein idealer Ort, inspirierende Lebenswege kennenzulernen und vielleicht auch der zukünftigen Berufung ein Stückchen näher zu kommen.“

uninow wants youDas Job-Speed-Dating findet bei UniNow statt. Foto: UniNow GmbH

Bei der ersten Veranstaltung sind auch zahlreiche Start-ups aus der Universität Magdeburg dabei: SciFlow, TinkerToys, SignSpin, 3DQR, Fellowshooters, Monumental IT, vesputi, Kilenda, UniNow sowie in4s, Legal Horizon, Urwahn Engineering und Longlatec stellen sich in kurzen Interviews den Fragen der Interessierten und lernen potenzielle Teammitglieder kennen.

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Forschungsergebnisse an Landesarchiv Sachsen-Anhalt übergeben

16.06.2017 -

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste förderte von November 2013 bis Januar 2017 ein Projekt zur Provenienzforschung, das in Kooperation zwischen dem Institut für Geschichte der Otto-vonGuericke-Universität Magdeburg (OVGU), Lehrstuhl Geschichte der Neuzeit, Leitung Prof. Silke Satjukow, und dem Landesarchiv Sachsen-Anhalt (LASA) durchgeführt wurde. Die Ergebnisse des Projekts „Zur Rolle von beeidigten und öffentlich bestellten Versteigerern in Sachsen und der Provinz Sachsen bei der Verwertung des Eigentums von Emigranten und deportierten jüdischen Bürgern im Zeitraum 1933 bis 1945“ werden jetzt dem Landesarchiv übergeben.

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Die Physik des Tanzens

14.06.2017 -

Welche Kräfte wirken beim Tanzen, wie können die unterschiedlichen Bewegungen berechnet werden und wie viel Energie brauche ich eigentlich für eine Stunde Walzer? Antworten darauf bekommen Schülerinnen aus ganz Sachsen-Anhalt vom 3. bis zum 5. Juli 2017 im FEMININ-Science-Camp, das die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg gemeinsam mit der Hochschule Merseburg organisiert und abwechselnd an den jeweiligen Hochschulen veranstaltet.

Drei Tage lang beschäftigen sich die jungen Frauen ab Klasse 10 intensiv mit der Physik des Tanzens, erfahren in Experimenten alles über Flieh- und Anziehungskräfte, beobachten professionelle Tänzer und finden so z. B. heraus, wie der menschliche Körper seinen Mittelpunkt behält. In Workshops können sie sich anschließend selbst beim Saltospringen und Pirouettendrehen ausprobieren oder einen Lehrfilm produzieren.

WAS: FEMININ-Science-Camp zu MINT-Studiengängen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik)
WANN: 3. bis 5. Juli 2017, Treffpunkt 3. Juli 2017 um 9:45 Uhr am Haupteingang der Hochschule Merseburg (Eberhard-Leibnitz-Straße 2, 06217 Merseburg)
WO: Campus der Hochschule Merseburg, Eberhard-Leibnitz-Straße 2, 06217 Merseburg


Die Teilnahme am Science-Camp ist kostenfrei, Übernachtungsmöglichkeiten stehen bei einer vorherigen Anmeldung zur Verfügung. Schülerinnen können sich hier anmelden.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts „Zukunft FEMININ“ – Frauen entdecken Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaft – statt. Mädchen und junge Frauen sollen in unterschiedlichen Veranstaltungsformaten die Vielfalt der Natur- und Ingenieurwissenschaften kennenlernen. Ihnen wird Mut gemacht, sich für einen Beruf in diesem Feld zu entscheiden und sie werden bei ihrer Studien- und Berufswahl unterstützt. Das Projekt wird aus Mitteln des Ministeriums für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt und aus dem Operationellen Programm des Europäischen Sozialfonds ESF finanziert.

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Letzte Änderung: 16.06.2017 - Ansprechpartner:

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