Baumaßnahmen an der OVGU

Das Dezernat Technik und Bauplanung schreibt seine VOL - und VOB - Leistungsbedarfe über die Vergabeplattform des Landes Sachsen-Anhalt elektronisch aus.

Ausschreibungsergebnisse für beschränkte Ausschreibungen und Freihändige Vergaben und die entsprechenden Beauftragungen sind ebenfalls auf der Vergabeplattform veröffentlicht.

Ergänzend zu den Richtlinien für die Durchführung von Baumaßnahmen des Landes Sachsen-Anhalt (RLBau LSA) sind für Baumaßnahmen an der OVGU die folgenden Bau- und Dokumentationsrichtlinien anzuwenden.

 

Große Baumaßnahmen an der OVGU

"Umsetzung Energiekonzept 2020 (EK 2020) auf dem Campus Universitätsplatz, Bauzeit 2021-2024"

zur Vorhabensbeschreibung

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"Neubau für Fuhrpark/Gärtnerei"

zur Vorhabensbeschreibung

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"Erneuerung der Kälteversorgung für Geb.01, 02, 03 und 05 und Sanierung Hörsaal Geb.05"

zur Vorhabensbeschreibung

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davon EFRE-gefördert

EFRE-Logo_RGB

 

"Neubau Zyklotron"

 zur Vorhabensbeschreibung

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"Sanierung Gebäude 12, 2. Bauabschnitt"

 zur Vorhabensbeschreibung

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Umsetzung Energiekonzept 2020 (EK 2020) auf dem Campus Universitätsplatz, Bauzeit 2021 - 2024

0.    Grundgedanken des Energiekonzeptes

1.    Ziel und zeitliche Umsetzung der Baumaßnahme

2.    Optimierte Lösung für die Zielerreichung

3.    Wärme- und Kälteverteilung (Erneuerung Wärmeversorgungsnetz, Neubau Kälteversorgungsnetz, Hausanschlussstationen, Rückbau)

3.1  Wärmeversorgungsnetz (WVN)

3.2   Kälteversorgungsnetz (KVN)

3.3   Systemtrennung und Hausanschlussstationen für die Wärme- und Kälteenergieversorgung der Gebäude

3.4   Demontage des verschlissenen Wärmeversorgungsnetzes

4.    Erneuerung und Ertüchtigung des Backbone-Netzes der IT-Infrastruktur des Campus Universitätsplatz

5.    Zentrale Versorgungsanlage

6.    Rahmenterminplan und Pläne

6.1   Rahmenterminplan

6.2    Zeichnungen und Pläne

7.    Einblick unter die Erde auf den Bestand unseres jetzigen Wärmeversorgungsnetzes

 

0.    Grundgedanken des Energiekonzeptes

Der Campus Universitätsplatz der Otto-von-Guericke-Universität (OVGU) hat einen jährlichen Energiebedarf von 16,5 Mio. kWh Elektroenergie, 16,6 Mio. kWh Wärmeenergie sowie 8,3 Mio. kWh Kälteenergie. Die Herausforderung für die Energieversorgung ist der hohe Bedarf an Kälteenergie.

Unter Nutzung des primären Energieträgers Erdgas werden die benötigten Energiearten im Energiekonzept 2020 in einer Zentralen Versorgungsanlage (ZVA) produziert und über zwei campuserschließende Leitungsnetze (Wärmeversorgungs- und Kälteversorgungsnetz), an die verschiedenen Gebäude des Campus Universitätsplatz verteilt. In der ZVA werden zwei Blockheizkraftwerke (BHKW) eingesetzt, die aus dem primären Energieträger ganzjährig mit einer optimalen Auslastung Wärme und Elektroenergie erzeugen. Im Sommer wird die produzierte Wärme dann über Absorptionskältemaschinen (AKM) in Kälte umgewandelt.

Die Umsetzung des Energiekonzepts 2020 setzt sich aus vier voneinander unabhängigen, sich aber bedingenden Teilbaumaßnahmen, zusammen:

 

             Maßnahme                                                                                                                                         Kosten

1.1

Erneuerung Wärme- und Neubau Kälteversorgungsnetz

  2.802.000 €

1.2

Systemtrennung und Hausanschlussstationen

  6.501.000 €

1.3

Rückbau des alten Wärmeversorgungsnetzes

     893.000 €

2.

Lichtwellenleiter für Rechenzentrum

     390.000 €

3.

Photovoltaikanlagen

     852.000 €

 

Summe Eigenbau

11.438.000 €

4.

Zentrale Versorgungsanlage, Wert der Contractingausschreibung

  9.139.000 €

 

Gesamtsumme der vorliegenden HU-Bau

20.577.000 €

 

 

Als ersten Schritt hin zu einem ganzheitlichen Energiekonzept und zur Senkung der Energiekosten hat die OVGU im Jahr 2014 zwei wärme-/ stromgeführte BHKW zur Eigenerzeugung von Elektro- und Wärmeenergie als praktikable und sinnvolle Zwischenlösung gepachtet. Der hierfür eingesetzte Primärenergieträger Erdgas zur Wärme- und Elektroenergieerzeugung erbrachte gleichzeitig einen ersten Beitrag zur CO2-Reduktion in Höhe von ca.2.170 t/a bezogen auf die CO2-Emission bis zum Jahr 2014.

Damit ergibt sich folgende Darstellung in der CO2-Bilanz. Die endgültige Bilanz gemäß EK2020 ergibt sich durch den Einsatz der Kälteabsorptionsanlagen zur Kälteerzeugung.

      Mittelwert 2012-14    Mittelwert 2015‐18 mit Pachtung BHKW Energiekonzept 2020
         14.484 t CO2/a                         12.308 t CO2/a        11.894 t CO2/a

 

1.  Ziel und zeitliche Umsetzung der Baumaßnahme

Etablierung einer ganzheitlichen Versorgung mit Elektro-, Wärme- und Kälteenergie des Campus Universitätsplatz der OVGU für die nächsten mindestens 15 Jahre, die

  1. auf Basis moderner, robuster Technik einen gesicherten Betrieb in Lehre und Forschung garantiert,
  2. unter Nutzung eines, auf dem aktuellen Stand der Technik befindlichen, energieeffizienten Technologieansatzes zur nachhaltigen Senkung des Energieverbrauchs und des CO2-Ausstosses der OVGU beiträgt sowie

betriebswirtschaftlich kostenoptimiert ist und so die Betriebskosten der OVGU mittel- bis langfristig möglichst stabil bzw. maximal moderat steigend gestaltet.

Die Baumaßnahme wird in zwei Bauabschnitten umgesetzt.

Der 1. Bauabschnitt befindet sich östlich der Pfälzer Straße und wird im Jahr 2021 umgesetzt.

Der 2. Bauabschnitt befindet sich zwischen der Gareissstraße und der Pfälzer Straße und wird in zwei Bereichen in den Jahren 2022 und 2023 realisiert. Im Jahr 2024 erfolgt in verschiedenen restlichen Abschnitten noch der Rückbau des alten Wärmeversorgungsnetzes und die Wiederherstellung der vom Bau betroffenen Flächen.

Der Aufbau des neuen Lichtwellenleiternetzes erfolgt in den einzelnen Bauabschnitten parallel zum Neubau des Wärme- und Kälteverteilnetzes.

Für die Baustelleneinrichtung für die gesamte Bauzeit wird der Parkplatz südlich des Gebäudes 19 (Chemikalienlager) genutzt werden müssen.

Zum Öffnen der Rohrtrassen werden sich zeitweise Vollsperrungen ergeben. Nach dem Öffnen der Rohrtrassen werden anschließend Übergänge für Fußgänger, Radfahrer und teilweise für den Kraftverkehr geschaffen werden.

Für den 1. Bauabschnitt finden Sie die Entwürfe unter den Punkten 6.5 und 6.6.

Die Entwürfe der Sperrpläne und auch die konkreten Sperrzeiten werden im Rahmen der Beauftragung der Firmen mit diesen abgesprochen, optimiert und zeitnah auch auf dieser Webseite veröffentlicht.

Im Dezember werden die europaweiten Ausschreibungen für die Firmen des 1. Bauabschnittes veröffentlicht.

Die Submissionsergebnisse werden Mitte Februar vorliegen. Anschließend erfolgen die Angebotsprüfungen und die technischen Aufklärungsgespräche mit den Anbietern. Ende März soll die Beauftragung der Firmen erfolgen, so dass im April die Baustelleneinrichtung aufgebaut werden kann und Anfang Mai der geplante Baubeginn sein wird.

Zum Heizbeginn, Mitte September soll das neue Wärme- und Kälteversorgungsnetz in Betrieb geben und auch die Rohrgräben sollen geschlossen sein.

 

2.  Optimierte Lösung für die Zielerreichung

Grundlage der Erstellung der Planungsunterlage ist ein, im Oktober 2016, durch ein Planungsbüro erstelltes „Liegenschaftsbezogenes Energiekonzept (LEK)“ für den Campus Universitätsplatz. Als Grundlage für die Entwicklung des Energiekonzeptes diente der Leitfaden „Nachhaltiger und effizienter Energieeinsatz an den Helmholtz-Forschungszentren“ des Forschungszentrums Jülich, welche im Auftrag des Bundes erarbeitet wurde. Dieser Leitfaden enthält Handlungsempfehlungen, welche Energiearten für eine zukünftige Energieversorgung zur Verfügung stehen und wie diese genutzt werden können und sollten.

 

Gemäß des o.g. Leitfadens wurden für die Erstellung des LEK für den Campus Universitätsplatz folgende Energieträger genauer untersucht:

  1. Holzpelletheizkesselanlagen
  2. Biogasanlagen
  3. Tiefengeothermie
  4. Kleinwindanlagen
  5. Solarthermieanlagen
  6. Photovoltaikanlagen
  7. Anlagen zur Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung (KWKK)
  8. Erdgas

Auf Grund der örtlichen Lage des Campus und der geologischen Bedingungen konnten nur die Optionen 6, 7 und 8 vertiefend verfolgt werden.

Aufbauend auf dem Ergebnis des LEK zum Einsatz verschiedener primärer Energieträger und der Nutzung unterschiedlichster Technologien zur bedarfsgerechten Bereitstellung der drei notwendigen Energiearten (Elektro-, Wärme und Kälteenergie) hat die OVGU folgendes Gesamtkonzept erarbeitet (siehe auch Abb. 1):

 Anlagenschema Soll

Abbildung [1]: KWKK Anlagenschema SOLL der ZVA

 

Auf Basis des primären Energieträgers Erdgas werden die verschiedenen benötigten Energiearten (je nach Jahreszeit vorwiegend Wärme- oder Kälteenergie) in einer ZVA produziert und über zwei campuserschließende Leitungsnetze, ein Wärmeversorgungsnetz (WVN) und ein Kälteversorgungsnetz (KVN), an die verschiedenen Gebäude des Campus Universitätsplatz verteilt. In der ZVA werden zwei BHKW eingesetzt, die aus dem primären Energieträger ganzjährig mit einer maximalen Auslastung Wärme und Elektroenergie erzeugen. Im Sommer wird die produzierte Wärme dann über AKM mit einem hohen Wirkungsgrad in Kälte umgewandelt. Von der ZVA wird die produzierte Energie über die campuserschließenden Leitungen bedarfsgerecht auf die dezentralen Verbraucher (Gebäude) verteilt. Da die Erzeugung von Elektroenergie über die geplanten BHKW den Bedarf des Campus nicht decken kann, wird parallel über einen Energieversorger Elektroenergie bezogen. Die OVGU nimmt für den ergänzenden Bezug der Elektroenergie an der Ausschreibung des Landes teil.

3.   Wärme- und Kälteverteilung (Erneuerung Wärmeversorgungsnetz, Neubau Kälteversorgungsnetz,

      Hausanschlussstationen, Rückbau)

 

3.1  Wärmeversorgungsnetz (WVN)

Das vorhandene und im Rahmen des mit der GETEC bestehenden Wärmeliefervertrages verpachtete, aber im Eigentum des Landes befindliche Wärmeversorgungsnetz mit einer Länge von knapp 5 km, wurde in den Jahren 1953-1965 errichtet.

Die rechnerische Nutzungsdauer ist für alle Komponenten weit überschritten (gemäß VDI 2067-1:

Rohrleitungen 40 Jahre, Armaturen 20 Jahre, gemäß Landesrichtlinie 30 – 50 Jahre)!

Die Wärmeisolierung ist ebenfalls verschlissen und genügt den heutigen Anforderungen nicht mehr. In den vergangenen Jahren ist es durch Materialermüdungserscheinungen zunehmend zu Havarien gekommen.

Nach heutigen Bedarf derWärmeübertragung, auf Basis einer aktuellen Wärmebedarfsermittlung aller angeschlossenen Gebäude, besitzt es einen überdimensionierten Leitungsquerschnitt.

Auf Basis von Materialkenndaten verursacht der Zustand der Leitungen einen errechneten Wärmeverlust von 15 % bis zu 20 % (d.h. 10 bis 15 % über dem technisch nicht vermeidbaren Verlust von rund 5 %), was einen vermeidbaren, jährlichen mittleren Energieverlust von umgerechnet ca. 80.000 € oder 375 t CO2 ergibt.

Beim Bau des neuen Wärmeversorgungsnetzes werden die Rohrquerschnitte deutlich reduziert. Verdeutlicht wird dies u.a. mit der Einsparung von 23 t entsprechend 30 % weniger zu verlegendem Stahlrohr im neuen WVN im Vergleich zum bestehenden WVN.

Im neuen WVN erfolgt eine Verringerung der Rohrquerschnitte und damit eine Verringerung der Rohroberfläche von ca. 20 %. Diese Reduzierung der Wärmeverluste führt nochmals zu  Kosteneinsparungen von ca. 10 T€ / a.

Das Wärmeversorgungsnetz ist abgängig und der weitere Betrieb hoch risikobehaftet, sodass es dringend erneuert werden muss!

 

3.2  Kälteversorgungsnetz (KVN)

Der Kältebedarf der OVGU ist im vergangenen Jahrzehnt auf ca. 4 MW stark angestiegen. In den nächsten Jahren wird der Bedarf an Kälteenergie um ca. 1,2-1,5 MW weiter steigen (siehe ). Erzeugt wird die Kälteenergie derzeit mittels Kältekompressionsmaschinen auf der Basis von Elektroenergie dezentral in den einzelnen Gebäuden. Der entscheidende Nachteil des dezentralen Ansatzes ist, dass dieser Ausbau immer auf die Lastspitzen im entsprechenden Gebäude erfolgen muss, obwohl Lastspitzen nur punktuell und von Gebäude zu Gebäude zeitlich versetzt auftreten. Darüber hinaus führen Ausfälle der dezentralen Anlagen immer zur Versorgungseinschränkungen und damit auf den Lehr- und Forschungsbetrieb ohne Kompensationsmöglichkeiten. Mit dem Aufbau des Kälteversorgungsnetzes und der Zentralisierung der Kälteerzeugung ist es möglich, die Lastspitzen zu glätten und den Gesamtkälteleistungsbedarf für den Campus Universitätsplatz zu optimieren. Mit dem Kälteversorgungsnetz entsteht somit eine wesentlich höhere Versorgungssicherheit.

Durch die Verringerung der Kälteerzeugungsanlagen verringern sich auch die notwendigen Wartungs-, Inspektions- und Instandhaltungskosten für die Anlagentechnik.

Um die bestehenden Kälteerzeugungsanlagen auf den einzelnen Gebäuden bis zum Ende ihrer normativen Nutzungsdauer wirtschaftlich sinnvoll nutzen zu können, wird die Kälteenergieübertragung über das Kälteversorgungsnetz in den ersten Jahren sukzessive in dem Maße gesteigert, wie dezentrale Anlagen ausfallen und ersetzt werden müssen. Die Dimensionierung des Kälteversorgungsnetzes wird aber bezogen auf den Endausbau erfolgen

 

3.3  Systemtrennung und Hausanschlussstationen für die Wärme- und Kälteenergieversorgung der Gebäude

Die technischen Anlagen in den Hausanschlussstationen, Pumpen, Stellventile, Zähler etc. sind nach über 20 Jahren Nutzungszeit technisch verschlissen und durch aktuelle Systeme der Gebäudeautomation (GA) nur noch sehr aufwändig anzusteuern.

Zur Sicherung der Aufrechterhaltung des Betriebes erfolgt eine Trennung zwischen den Versorgungsnetzen (VN) und den Versorgungsanlagen der einzelnen Gebäude. Damit werden Fehlerfälle innerhalb der Versorgungssysteme in den Gebäuden bspw. bei Rohrbrüchen, Undichtigkeiten etc. auf das Gebäude begrenzt.

Hierzu werden nach der Hauseinführung der VN hinter dem Wärme-/Kältemengenzähler jeweils Wärme-/Kältetauscher installiert. Zur druckseitigen Absicherung der Sekundärkreise im Gebäude werden Abgleich-, Stell- und Regelventil und die notwenigen Pumpen erneuert bzw. neu eingebaut.

Die automatisierte Überwachung, Steuer- und Regelung incl. Störungsmeldung der Anlagen erfolgt durch die GA. Zur Sicherung von Funktionalitäten, wie die Messung und Übertragung von: Vor-/Rücklauftemperaturen, Drücken, Zählerwerten, automatisches Programmieren von Regel- und Pumpenkennlinien etc. sind die Komponenten der Anlagenebene und deren Software zu erneuern und dem aktuellen Stand der Leitzentrale der GA anzupassen.

In verschiedenen Gebäuden müssen bestehende bzw. neue Räume für die Kälteversorgung erschlossen werden. Hier wird es Gespräche mit den Fakultäten zur Bereitstellung geben müssen.

 

3.4  Demontage des verschlissenen Wärmeversorgungsnetzes

Die beim Bau des abgängigen Wärmeversorgungsnetzes verwendeten Isolier- und Ummantelungsstoffe, Glaswolle, Teerpappe, Teertränkungen, ältere Keramikwolle etc. gelten heute als Gefahrenstoffe und müssen entsprechend dem Regelwerk fachgerecht zurückgebaut und entsorgt werden. Gleichzeitig wird ebenso das alte, nicht mehr nutzbare Leitungsnetz zurückgebaut, um die begehbaren und bekriechbaren Kanäle weiterhin für eine zukünftige sicher unumgängliche punktuelle Ergänzung und Verlegung von Kabeln und Leitungen verwenden zu können.

 

4.    Erneuerung und Ertüchtigung des Backbone-Netzes der IT-Infrastruktur des Campus Universitätsplatz

Das bestehende Backbone-Netz, also die kabelgebundene Verknüpfung der kompletten IT-Infrastruktur auf dem Campus Universitätsplatz wurde Mitte der 1990-ziger Jahre im Rahmen einer Interimsverkabelung aufgebaut und sicherte den damaligen Bedarf an Datenübertragungsgeschwindigkeiten und -volumen.

Die Anforderungen aller IT-Anwendungen in Forschung und Lehre in Bezug auf den Datendurchsatz sind in den vergangenen Jahren exponentiell gestiegen, sodass die Leistungsgrenzen inzwischen erreicht sind. Insbesondere die neuen Forschungsthemen wie autonome Mobilität, Internet der Dinge, künstliche Intelligenz oder 5G-Standard, in denen sich die OVGU gegenwärtig positioniert und bereits überregional sichtbar geworden ist, erfordert eine stabile Netzwerkinfrastruktur mit einem hohen Datendurchsatz zwischen den einzelnen Campus-Gebäuden und nach außen. Auch erfordert eine Digitalisierung der Lehre und die Übertragung von Veranstaltungen unter Realzeitbedingungen das Aufnahme- und Übertragungstechnik sowie andere medientechnische Systeme zwischen den Hörsälen und Seminarräumen mit hohen Datendurchsatz mit einander verbunden sind. Darüber hinaus erwachsen aus den weitersteigenden Anforderungen an die gebäudetechnische Ausstattung Notwendigkeiten ständig höherer Datenübertragungsraten und –geschwindigkeiten bereitzustellen. Über das Datennetz werden heute auch gebäudetechnische Systeme, wie Gebäudeautomation, Gefahrenmanagementsystem (zentrale Zusammenschaltung aller Brand-, Einbruchs- und Gaswarnmeldeanlagen, Kommunikationssysteme (VoIP) sowie die Energiemanagementsysteme zwischen den Gebäuden verbunden.

Die Erneuerung der alten Datenkabel durch moderne leistungsfähige Glasfaserkabel (Lichtwellenleiter, LWL), die einen hohen Datendurchsatz zwischen jedem beliebigen Gebäude auf dem Campus gewährleisten, ist zwingend erforderlich. Dies geht einher mit der Zentralisierung von Kapazitäten für Hochleistungsrechner in den beiden Standorten (Gebäude 01 und 26.1) des Universitätsrechenzentrums, die nur mit einer entsprechend leistungsfähigen Netzwerkanbindung sinnvoll genutzt werden kann.

Mit der campusweiten Erneuerung des WVN und des Neubaus eines KVN müssen ohnehin umfangreiche Erdarbeiten, bis an jedes Gebäude heran, ausgeführt werden. Um diese Gelegenheit effektiv zu nutzen, soll in den zu grabenden Schächten parallel zum Rohrleitungssystem ein LWL-Leerrohrsystem (Glasfaserkabel für die Ertüchtigung der IT-Netzwerkinfrastruktur) mit verlegt werden.

Überlegungen das Wärme- und Kälteversorgungsnetz im Rahmen des Contractings mit Auszuschreiben würde diesen Vorteil aufheben. Eine getrennte Verlegung des LWL-Leerrohrsystems würde dann Mehrkosten von 215.000 € verursachen.

 

5.    Zentrale Versorgungsanlage

Für eine möglichst hohe Energieeffizienz des Energiekonzepts 2020 sollte der Standort der ZVA so zentral gewählt werden, dass die Wärme- und Kältenetze mit minimaler Leitungslänge und somit geringsten Energieverlusten vom Erzeugungsort alle Gebäude des Campus Universitätsplatz versorgen können. Unter Abwägung verschiedener Kriterien wurde als Standort für die ZVA die Fläche östlich des Gebäudes 15.1 definiert.

Die ZVA beinhaltet die Komponenten BHKW, Kälteabsorptions- und Kältekompressionsmaschinen, die Heizkessel sowie die zentrale Steuerungs- und Regelungstechnik, die über die zentrale GA der OVGU problemlos personalarm betrieben werden kann.

Der jetzige Standort der BHKWs und der Wärmeerzeugungsanlagen der GETEC  liegt ca. 850 m (Luftlinie) vom Standort der ZVA entfernt. Für eine Wärmeversorgung mit einer Temperaturspreizung von ca. 20 Grad spielt diese Entfernung hinsichtlich energetischer Verluste eine untergeordnete Rolle. Mit der GETEC wurde 2014 auch geprüft, ob mittels der pachteten BHKWs auch Kälteenergie erzeugt und auf den Campus transportiert werden kann. Diese Prüfung ergab, dass eine Kälteenergieübertragung bei einer Temperaturspreizung von 6 Grad und dieser Entfernung auf Grund der energetischen Verluste unwirtschaftlich ist.

 

6.      Rahmenterminplan und Pläne

6.1   Rahmenterminplan

Abb-Terminplan-Bild 

Abbildung: Rahmenterminplan des Bauablaufs für das EK 2020

 

6.2   Zeichnungen und Pläne

Abb2-WVN-Bild

Abbildung [2]: Trassenverlauf des neuen Wärmeverteilnetzes mit Standort der neuen ZVA (gelb)

 

 

 

 

Abb3-KVN-Bild

Abbildung [3]: Trassenverlauf des neuen Kälteverteilnetzes mit Standort der neuen ZVA (gelb)

 

 

Abb4-1BA-Trassen-Bild

Abbildung [4]: 1. Bauabschnitt im Jahr 2021: Trassenverlauf von WVN und KVN östlich der Pfälzer Straße

 

Abb5-1BA-Sperrungen-25-28-26-32-Bild

Abbildung [5]: 1. Bauabschnitt im Jahr 2021: Straßen- und Stellplatzsperrungen zwischen Gebäuden 26.1, 27, 31, 25, 28

 

Abb6-1BA-Sperrungen-26-30-29-Bild

Abbildung [6]: 1. Bauabschnitt im Jahr 2021: Straßen- und Stellplatzsperrungen zwischen Gebäuden 26, 30, 29

 

 Abb7-Baustelleneinrichtung-mini

Abbildung [7]: Baustelleneinrichtung zwischen den Gebäuden 16, 19, 22

 

7.  Einblick unter die Erde auf den Bestand unseres jetzigen Wärmeversorgungsnetzes

Ein großer Teil unseres Bestandswärmeverteilnetzes befindet in ca. 1,5 km langen begehbaren bzw. bekriechbaren Kanälen unter der Erde.

Mit einigen Bildern wollen wir Ihnen dies hiermit nahe bringen.

Abb-Bestand-WN-4

Abb-Bestand-WN-5
Abbildung [8]: Einblick unter die Erde auf den Bestand unseres jetzigen Wärmeversorgungsnetzes

 

Kurzbeschreibung: Neubau für Fuhrpark und Gärtnerei

Im Laufe des Jahres 2021 erfolgt die Umsetzung des Neubaus der Garagen und des Verwaltungsgebäudes für den Fuhrpark/Gärtnerei. Dieser wird im Bereich zwischen Geb.20 und 21 erfolgen und soll voraussichtlich bis Dezember 2021 fertiggestellt sein.

 

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Abbildung [9]: Entwurfsansicht für Neubau Fuhrpark/Gärtnerei durch Architektenbüro Kossel

 

Für den Neubau wird ein Bereich (rot schraffiert in Abb.10)  für die Baustelleneinrichtung eingerichtet und abgesperrt.

 

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Abbildung [10]: Baustelleneinrichtung für Neubau Fuhrpark/Gärtnerei durch Architektenbüro Kossel

 

 

Kurzbeschreibung: Erneuerung der Kälteversorgung für Geb.01, 02, 03 und 05 und Sanierung Hörsaal Geb.05

 

Die aufgeführten Gebäude werden aktuell durch eine „zentrale“ Kälteerzeugung auf dem Dach des Geb. 05 mit einer Temperaturspreizung 6/12 Grad versorgt.

Der neue DFN-Knoten im Gebäude 05 wird derzeit neu aufgebaut. Hier kommen neue wassergekühlte Serverschränke zum Einsatz. Die Konzentration der vorhandenen Servertechnik in den o.g. Gebäuden zzgl. der geplanten Erweiterung von Servertechnik mit wassergekühlten Serverschränken im zukünftigen Geb. 01 erfordert eine technische und wirtschaftliche Prüfung der bestehenden Art der Kälteversorgung.

Wassergekühlte Serverschränke bzw. die Kalt-/Warmgangsstruktur in Serverräumen können mit einer Temperaturspreizung von 18/24 Grad versorgt werden. Damit macht es wirtschaftlich Sinn, sowohl die bestehende Kälteversorgung in zwei Kältekreise (10/16 Grad und 18/24 Grad) zu splitten und auch „Freie Kühlung“ zu verwenden. Die „Freie Kühlung“ kommt auch unter heutigen Außentemperaturbedingungen auf 6.000 bis 7.000 Betriebsstunden.

Mit der Parallelität von Kältekompressionsmaschinen und „Freier Kühlung“ verbessert sich auch die Anforderungen an die Ausfallsicherheit der Kälteversorgung (Redundanz).

Das bestehende Kälteversorgungsnetz der Gebäudegruppe soll bestehen bleiben. Zuwächse im Kältebedarf sollen aber zukünftig aus dem Kälteversorgungsnetz des EK2020 realisiert werden.

 

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Abbildung [11]: Lageplan zur Erneuerung Kälteversorgung Geb.01, 02, 03 und 05 durch Architekturbüro Wehner

 

Der Umbau des Kälteversorgungnetzes soll in zwei Bauabschnitten erfolgen.

Folgende Maßnahmen sind dafür erforderlich:

 

     1 BA: Umbau Kälteanlagen auf dem Dach

      -  Demontage der alten Kälteanlagen auf dem Fach Geb. 05 incl. Errichtung Provisorische Kälteversorgung Geb. 01, 02, 03 und 05

      -  Abtragung der kompletten Dachabdeckung

      -  Aufbau der Tragsysteme für die Errichtung von 2 St. Kompressionskälteanlagen, 2 St. Freie Kühlung sowie Lüftungsanlage für Hörsaal und Senatssaal

      -  Vorbereitung aller Dachdurchführung für Kälte- und Lüftungsleitungen ins Gebäude

      -  Herstellen der kompletten Dachabdeckung incl. Blitzschutzanlage

      -  Aufstellen einer Kompressionskälteanlage auf dem Dach

 

     2. BA: Umbau und Errichtung Kältezentrale im KG

      -  Umbau und Sanierung der KG-Räume; K31, K32 und K35

      -  Umsetzung des Elektrohausanschlussraumes von K33 zu K30, incl. Umverlegung aller Kabel und Leitungen um das Geb. 05

      -  Herunterführung neuer Kälteleitungen vom Dach Geb. 05 zum KG

      -  Errichtung der Freien Kühlung auf dem Dach Geb. 05

      -  Herrichtung aller Kälteverteiler in den Räumen K31-K34

      -  Anbindung der Vorhandenen Gebäude (Geb. 02, 03, 05) an die neuen Kältezentrale im KG

      -  Vorbereiten der Kälteversorgungsleitungen für Geb. 01 incl. Tiefbauarbeiten im Hof Geb. 01/02/03

      -  Vorbereiten und Einbindung Kälteleitungen aus Baumaßnahme „Energiekonzept 2020“

 

     3. BA: Umbau Hörsaal Geb. 05

     Diese Maßnahme ist im zeitlichen Rahmen mit dem 1. BA durchzuführen.

      -  Sanierung der Beleuchtungsanlage

      -  Errichtung neuer Elektro/Daten/Medientechnik entsprechend den neuen Anforderungen

      -  Bauliche Sanierung (Einbringung einer UH-Decke, Fußbodensanierung usw.)

 

Folgende Einschränkungen sind im Rahmen der Baumaßnahme zu erwarten:

 - Vollsperrung der Nutzung aller Räume im oberen Geschoss des Geb. 05

  • Im Zeitraum 1. BA; Dachsanierung

 

 - Vollsperrung Hörsaal Geb. 05

  • Im Zeitraum 1. BA; Sanierung HS

 

 - Einschränkungen Nutzung Hörsaal und Senatssaal

  • Im Zeitraum 1. BA; Erneuerung Lüftungsanlage
  • Räume sind nur eingeschränkt, ohne Lüftungsanlage, nutzbar

 

 - Eingeschränkte Nutzung Seminarräume / Büros an der Fassaden-Nordseite

  • Im Zeitraum 1. BA; Dachdurchführungen im Obergeschoss
  • Im Zeitraum 2. BA; Leitungsführung vom Dach bis KG incl. Schachterrichtung

 

 - Einschränkungen im Umkreis des Geb. 05

  • Baustelleneinrichtung
  • Provisorien / Kälteerzeugung
  • Rüstarbeiten
  • Kranarbeiten
geplanter Baubeginn der Gesamtbaumaßnahme:   01/2021

 

Kurzbeschreibung: Bauvorhaben Neubau Zyklotron
Förderung des Ausbaues der anwendungsorientierten öffentlichen FuE-Infrastruktur
(Sachsen-Anhalt WISSENSCHAFT Hochschulbau)

Projektnummer: 1101 00002

Nach Beschluss der Bundesregierung wurde im Jahr 2009 das DZNE (Deutsches Zentrum für neurodegenerative Erkrankungen) in der Helmholtz-Gemeinschaft gegründet. Mit insgesamt 8 Standorten in Deutschland wird nach Ursachen neurodegenerativer Erkrankungen geforscht und darüber hinaus an der Entwicklung neuer Ansätze zur Prävention und Therapie derartiger Erkrankungen gearbeitet. Auf dem Campus des Universitätsklinikums Magdeburg wurde der Neubau eines Forschungszentrums für den DZNE-Standort Magdeburg errichtet und im September 2013 zur Nutzung übergeben. Mit diagnostischen Methoden der funktionellen Bildgebung werden in Magdeburg Forschungsschwerpunkte bearbeitet, die den Einsatz medizinischer Großgeräte der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) erfordern. Das im DZNE-Neubau benötigte Großgerät MR-PET wurde beschafft und wird nach Ausbau der vorgesehenen Räume ab Juni 2014 im DZNE Magdeburg installiert und in Betrieb genommen. Für Untersuchungen am MR-PET ist es erforderlich, die benötigten PET Tracer vor Ort herzustellen, bzw. dem Verwendungszweck entsprechend zu markieren. Es ist beabsichtigt ein Zyklotron in unmittelbarer Nähe des DZNE vorzuhalten um damit die Produktion und Forschung der relevanten PET Tracer zu ermöglichen. Aus den vorstehend genannten Anforderungen resultiert die Notwendigkeit, einen zweigeschossigen Neubau zur Tracerproduktion, zur Forschung in der Radiopharmazie bzw. zur Installation eines Zyklotrons zu errichten.

Im Zyklotrongebäude befinden sich:

  • 1 Produktionslabor, 1 Forschungslabor, ein Labor Qualitätssicherung mit entsprechender Wareneingangskontrolle, welche unter Reinraumatmosphäre mit GMP-Zertifizierung betrieben werden
  • das Zyklotron als Strahlenquelle mit den notwendigen Technikräumen, dem Kontroll- und Bedienraum
  • Monitoringsysteme überwachen die Luftqualität in den Laboren, mittels Zugangsberechtigung den Zugang zu Laboren und den Räumen des Zyklotrons, die Strahlenbelastung in allen notwendigen Bereichen und sichern den Emissionsschutz
  • das Rohrpostsystem zum Tracertransport in das DZNE
  • diverse Büro- und Sanitärräume für die unmittelbar im Gebäude arbeitenden Mitarbeiter

und die Technikräume mit den betriebstechnischen Anlagen (Lüftungstechnik, Kälteerzeugung, Wärmeversorgung, elektrotechnische Anlagen, Sondergasversorgung etc.) zur Ver- und Entsorgung der Labore und des Gebäudes.

Das Gebäude mit insgesamt 768 m² Raumfläche wird barrierefrei erschlossen sein.  

Zu Finanzierung des Vorhaben hat die Universität am 24.03.2016 einen Antrag an die Investitionsbank Sachsen-Anhalt zur Aufnahme des Vorhabens in das Förderprogramm: Sachsen-Anhalt WISSENSCHAFT Hochschulbau, Ausbau der anwendungsorientierten öffentlichen FuE-Infrastruktur gestellt. Den Planungsauftrag zur Erstellung der Haushaltsunterlage Bau erhielt die Universität am 11.05.2016. Am 21.02.2017 bestätigte die Investitionsbank die Aufnahme des Vorhabens in das Förderprogramm und  die prinzipielle Förderfähigkeit.

Am 21.03.2018 bestätigte der Finanzausschuss des Landes Sachsen-Anhalt die vorgelegte Haushaltsunterlage Bau zum Neubau Zyklotron.

Mit Datum vom 31.05.2018 erhielt die Universität per Zuweisungsbescheid der Investitionsbank die finanziellen Mittel zur Umsetzung des Bauvorhabens.

geplanter Baubeginn:   09/2018

geplantes Bauende:      03/2020

Link zum DZNE Magdeburg: 

 

Ansichten

Nordansicht

 Nordansicht // Quelle: ASSMANN BERATEN + PLANEN AG

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Nord-Ostansicht

Nord-Ostansicht // Quelle: ASSMANN BERATEN + PLANEN AG

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Nord-Westansicht

Nord-Westansicht // Quelle: ASSMANN BERATEN + PLANEN AG

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Ostansicht

Ostansicht // Quelle: ASSMANN BERATEN + PLANEN AG

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Suedansicht

Südansicht // Quelle: ASSMANN BERATEN + PLANEN AG

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Pespektive1

Obere Süd-Ost-Perspektive // Quelle: ASSMANN BERATEN + PLANEN AG

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Pespektive2

Obere Nord-West-Perspektive // Quelle: ASSMANN BERATEN + PLANEN AG

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Westansicht

Westansicht // Quelle: ASSMANN BERATEN + PLANEN AG

 

Kurzbeschreibung: Bauvorhaben Sanierung Gebäude 12, 2. Bauabschnitt
Förderung des Ausbaues der anwendungsorientierten öffentlichen FuE-Infrastruktur
(Sachsen-Anhalt WISSENSCHAFT Hochschulbau)

Projektnummer: 1101 00001

Förderung von Investitionen zur energetischen Sanierung und Modernisierung von Hochschulgebäuden
(Sachsen-Anhalt STARK III plus EFRE)

Projektnummer: 1304 00001

Im Gebäude 12 befindet sich das Institut für Fertigungstechnik und Qualitätssicherung (IFQ) der Fakultät für Maschinenbau. Das IFQ bildet auf wissenschaftlicher Seite den produktionstechnischen Schwerpunkt des Landes Sachsen-Anhalt. Neben der universitären Ausbildung von jährlich ca. 350 Studierenden in  den Studiengängen Maschinenbau  und Wirtschaftsingenieur Maschinenbau für Master of Science und Bachelor of Science fertigen Studentinnen und Studenten jährlich ca. 80 Abschlussarbeiten im IFQ an. Diese studentischen Arbeiten werden häufig in Kooperation mit regionalen, nationalen und internationalen  Unternehmen (1,2,3) durchgeführt. In ca. 30 % der Fälle wird über diese Abschlussarbeit eine Beschäftigung in regionalen Unternehmen generiert, was wiederum positive Effekte auf die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft im Land Sachsen-Anhalt ausübt.

Die wissenschaftliche Bedeutung der produktionstechnischen Forschung kann neben den nationalen und internationalen Veröffentlichungen, in denKooperationen mit Forschungseinrichtungen in der Ukraine, Slowakei, Polen und Ungarn, der Präsenz von Institutsangehörigen in der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Produktionstechnik (WGP) und der internationalen Akademie für Produktionstechnik (CIRP) am Drittmittelaufkommen und somit in Anzahl und Größe von Forschungsprojekten definiert werden.

Aktuell sind am IFQ 35 wissenschaftliche Mitarbeiter in Vollzeit beschäftigt, davon 6 Mitarbeiterinnen. Das IFQ strebt an, den Frauenanteil konsequent weiter zu erhöhen. Die Finanzierung der wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen wird zu 78 % aus Drittmitteln realisiert, was wiederum die Bedeutung der wissenschaftlichen Arbeiten am IFQ unterstreicht.

Das Gebäude 12 befindet sich im westlichen Teil des Universitäts-Campus und wurde in den Jahren 1955 bis 1958 geplant und gebaut. Bis zur Realisierung des 1. BA hat im Gebäude 12 keine umfassende Sanierung stattgefunden und gesetzliche Auflagen des Arbeits- undBrandschutzes konnten nicht oder nur unzureichend erfüllt werden.

Mit der Sanierung des 1. BA erfolgte bereits eine Anpassung an die aktuellen Standards insbesondere in Bezug auf Arbeits-, Brandschutz-, Wärmeschutzbedingungen sowie an moderne Kommunikationstechniken, die nunmehr mit der Sanierung im 2.BA vollumfänglich den erforderlichen Anforderungen hergerichtet werden.

Maßnahmen zur energetischen Sanierung des Gebäudes umfassen die Sanierung der Fassade und des Daches mit entsprechender Wärmedämmerung, den Austausch von Fenstern und Außentüren und den Einbau von neuer Lüftungs- und Kältetechnik zur Einhaltung der aktuellen EnEV.

Mit dem Bauauftrag zur Umsetzung des 2. Bauabschnittes werden die vor genannten Auflagen und die Nutzungsforderungen gemäß Raumbedarfsplan der OVGU umgesetzt. Neben den Büroräumen werden Labore u.a. ein Gießerei-Labor, verschiedenste Mess- und Versuchslabore unter anderem zur Unterbringung von studentischen Ausgründungen, mechanische und elektrotechnische Werkstätten und die komplette Versuchshalle des Institutes saniert und den modernsten Anforderungen an Lehre und Forschung angepasst. Ebenfalls saniert werden die notwendigen Sanitäreinrichtungen.

Mit dem Anbau einer Rampe und dem Einbau eines Aufzuges im östlichen Treppenhaus wird das Gebäude komplett barrierefrei erschlossen sein.

Insgesamt werden im 2. Bauabschnitt 3.305 m² Nettogrundrissfläche saniert.

Die Planung zum 2. BA ist in Anlehnung an die Vorplanung vom 28.02.2013 für das gesamte Gebäude berücksichtigt und greift auf gestalterische und systembestimmende Farb- und Materialauswahl zurück. Gegebenheiten der Planung und Realisierung des 1. Bauabschnittes zur Verteilung der Funktionen, zur Raumaufteilung und zur architektonischen Gestalt werden fortgeführt.

Mit Datum vom 25.05.2018 und 06.06.2018 erhielt die Universität zu beiden Förderbereichen per Zuweisungsbescheid der Investitionsbank die finanziellen Mittel zur Umsetzung des Bauvorhabens.

 

Baubeginn:                 1. Quartal 2019

geplantes Bauende:    2. Quartal 2021

 

>Link zur Webseite des Instituts:

 

Ansichten

 

Nordansicht

Nordansicht  // Quelle: pbr Planungsbüro Rohling AG

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Ostansicht

Ostansicht  // Quelle: pbr Planungsbüro Rohling AG

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Suedansicht

Suedansicht // Quelle: pbr Planungsbüro Rohling AG

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SuedOst-Perspektive

Perspektive Sued-Ost // Quelle: pbr Planungsbüro Rohling AG

 

 

Abb2-WVN-Bild

Der Campus Universitätsplatz der Otto-von-Guericke-Universität (OVGU) hat einen jährlichen Energiebedarf von 16,5 Mio. kWh Elektroenergie, 16,6 Mio. kWh Wärmeenergie sowie 8,3 Mio. kWh Kälteenergie. Die Herausforderung für die Energieversorgung ist der hohe Bedarf an Kälteenergie.

G05-Kaelte-Mini

 

Die aufgeführten Gebäude werden aktuell durch eine „zentrale“ Kälteerzeugung auf dem Dach des Geb. 05 mit einer Temperaturspreizung 6/12 Grad versorgt.

Der neue DFN-Knoten im Gebäude 05 wird derzeit neu aufgebaut. 

 G21-Entwurf-Ansicht-mini

 

 

 

Im Laufe des Jahres 2021 erfolgt die Umsetzung des Neubaus der Garagen und des Verwaltungsgebäudes für den Fuhrpark/Gärtnerei. Dieser wird im Bereich zwischen Geb.20 und 21 erfolgen und soll voraussichtlich bis Dezember 2021 fertiggestellt sein.

Letzte Änderung: 27.04.2021 - Ansprechpartner: Webmaster