Informationen für Mitarbeitende

Handlungsanweisungen für Mitarbeitende der Uni Magdeburg

Letzte Änderung: 19.05.2020 / 17:45 Uhr

Informationen zu Dienst- und privaten Reisen

 

Bis auf Weiteres gelten die nachfolgenden Handlungsweisungen:

1. Dienstreisen, private Reisen, Auslandsaufenthalte

  • Grundsätzlich sollen Dienstreisen nur angeordnet und genehmigt werden, wenn sie zur Ausübung des Dienstes unbedingt erforderlich sind. Dabei ist das aktuelle, regionale Infektionsgeschehen zu beachten. Es müssen die dienstlichen Belange und die Fürsorgepflicht abgewogen werden. Nach wie vor wird empfohlen, auf Dienstreisen zu verzichten, wenn andere Formen des Informationsaustausches stattfinden können. Auf jeden Fall sind die hygienischen Bestimmungen zu beachten. Ist zu befürchten, dass bei Rückkehr eine Quarantäne verhängt wird, sind Dienstreisen im absoluten Ausnahmefall durch das Rektorat genehmigen zu lassen.

  • Private Reisen in das Ausland oder in Risikobereiche können zwar durch die OVGU nicht untersagt werden, weil sie das außerdienstliche Verhalten der Beschäftigten und Bediensteten betreffen. Durch das Inkrafttreten der SARS-CoV-2 Quarantäneverordnung ist jedoch davon auszugehen, dass solche Reisen in Kenntnis der Rechtslage erfolgen. Wird eine Reise zu einem Zeitpunkt gebucht oder unternommen, in dem die sich aus der Quarantäneverordnung ergebenden Beschränkungen bereits bekannt waren, müssen die Folgen von den Beschäftigten und Bediensteten selbst getragen werden. Das bedeutet, dass z. B. im Fall einer Quarantäne bei Einreise oder Rückkehr, Schwierigkeiten bei der Rückreise oder von Tätigkeitsverboten Urlaub oder unbezahlte Freistellung beantragt werden muss. Das gilt für die Geltungsdauer der SARS-CoV-2 Quarantäneverordnung. Es ist zu beachten, dass auch in diesem Fall regional sehr große Unterschiede bei den getroffenen Regelungen herrschen, so dass insbesondere die Bestimmungen, die für den jeweiligen Wohn- und Arbeitsort gelten, beachtet werden müssen.

  • Beschäftigte, die von Dienstreisen bzw. Auslandsaufenthalten zurückkehren, melden sich vor Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit zunächst telefonisch oder per Mail bei ihrer/ihrem Vorgesetzter/Vorgesetzten, dem Dezernat Personalwesen und dem zuständigen Gesundheitsamt. Vorgesetzte sind verpflichtet, die Dienstreisenden bzw. Urlauber/innen auf diese Regelung hinzuweisen, bevor sie ihren Dienst aufnehmen.

  • Personen, die keine Krankheitssymptome aufweisen, aber aus dem Ausland kommen, dürfen bis maximal 14 Tage nach Rückkehr nicht ihren Arbeitsplatz aufsuchen. Durch die Vorgesetzten ist zu prüfen, ob Beschäftigte ihre Arbeit stattdessen im Homeoffice ausüben können. In Fällen, in denen die Tätigkeit nicht im Homeoffice ausgeübt werden kann, erfolgt eine Freistellung durch die Vorgesetzten. Diese Entscheidung muss dokumentiert und an das Dezernat Personalwesen geschickt werden. In besonderen Fällen kann in Abstimmung mit der Hochschulleitung geprüft werden, ob eine Rückkehr an den Arbeitsplatz befürwortet werden kann.

  • Werden Rückkehrer aus dem Ausland auf Vorliegen einer Corona-Infektion getestet (freiwillig oder auf Anforderung des Gesundheitsamtes), erhalten sie in der Regel bis zur Vorlage des Testergebnisses eine Krankschreibung. Auch in diesem Fall ist zu entscheiden, ob Homeoffice geleistet werden kann, da die Krankschreibung in erster Linie dazu dient, der Dienststelle fern zu bleiben. Die Arbeit kann unmittelbar nach Vorliegen eines negativen Testergebnisses wiederaufgenommen werden. Vorgesetzte und das Dezernat Personalwesen sind zu unterrichten.

  • Besuche von Gästen bzw. Delegationen aus dem Ausland sind abzusagen.

2. Gesundheitsbezogene und arbeitsorganisatorische Maßnahmen

  • Für Beschäftigte, die selbst erkranken, gelten die allgemeinen Regelungen bei Erkrankungen. Sollten Beschäftigte mit dem Coronavirus infiziert sein, ist das Dezernat und der/die Vorgesetzte unverzüglich zu unterrichten, damit entsprechende Maßnahmen ergriffen werden können. Es muss davon ausgegangen werden, dass die Gesundheitsämter nicht so zeitnah reagieren können. Für die Personen, die bis zum Ausbruch der Erkrankung mit der/dem Erkrankten Kontakt hatten, werden weitere Regelungen getroffen. 

  • Es gelten die Regelungen der Lohnfortzahlung und der Zahlung von Krankengeld, Auflagen des Gesundheitsamtes sind zwingend zu beachten.

  • Beschäftigte, die den konkreten Verdacht haben, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben und die entweder unspezifische Allgemeinsymptome oder Atemwegsprobleme jeglicher Schwere zeigen sowie in den letzten 14 Tagen vor Erkrankungsbeginn Kontakt zu einem/r bestätigt an COVID-19 Erkrankten hatten oder unspezifische Allgemeinsymptome oder Atemwegsprobleme jeglicher Schwere zeigen, haben sich umgehend telefonisch an einen Arzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Telefon: + 49 391 116117) zu wenden, um die weitere Vorgehensweise abzustimmen. Anschließend muss das Dezernat Personalwesen sowie der/die Vorgesetzte davon unterrichtet werden. Bis zu einer abschließenden Klärung des Gesundheitsstatus werden die Bediensteten unter Weiterzahlung des Entgelts freigestellt, wenn nicht ohnehin eine Krankschreibung erfolgt. Aufgrund der Fürsorgepflicht der Vorgesetzten sind Beschäftigte, die deutliche Anzeichen eines grippe-ähnlichen Infekts zeigen, anzuweisen, zu Hause zu bleiben. Vorgesetzte sind aufgefordert, ihre Fürsorgeverpflichtung gegenüber ihren Mitarbeitenden in hohem Maß wahrzunehmen.

  • Beschäftigte, für die vom Gesundheitsamt eine Quarantäne oder ein Tätigkeitsverbot ausgesprochen wurde, erhalten für maximal 6 Wochen eine Entschädigung in Höhe des Krankengeldes. Der Arbeitgeber hat einen Erstattungsanspruch gegen die Behörde, die die Maßnahme ausgesprochen hat. Diese Fälle müssen umgehend dem Dezernat Personalwesen mitgeteilt werden. Wenn die Quarantäne ausgesprochen wurde, obwohl keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen vorliegen, ist Homeoffice zu prüfen.

  • Bei Schließungen von Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindertageseinrichtungen oder Schulen infolge von COVID-19, können Bedienstete, soweit keine andere Möglichkeit der Betreuung oder von Homeoffice gegeben ist, maximal 30 Tage der Universität fernbleiben, wenn
    • von der Schließung betroffene Kinder unter 12 Jahre alt sind
    • ein geeigneter Nachweis über die Schulschließung beim/bei der Vorgesetzten vorgelegt wird oder
    • eine andere Betreuungsperson nicht zur Verfügung steht.

  • Die Zahl von 30 Arbeitstagen verringert sich, wenn regelmäßig weniger als 5 Tage in der Woche gearbeitet wird.

  • Unter dem Gesichtspunkt der Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes wird davon ausgegangen, dass mit dieser Möglichkeit verantwortungsbewusst umgegangen wird. Da die Zahl der Tage begrenzt ist, liegt es in beiderseitigem Interesse, über Homeoffice oder Verlagerung von Arbeitszeiten nachzudenken. Die Tage müssen nicht am Stück genommen werden. Insbesondere sind alternierende Modelle zu prüfen, wenn die dienstlichen und privaten Belange das zulassen. Eine Kopplung von Homeoffice mit der Freistellung kann helfen, die verfügbaren Tage zu strecken, so dass für die gesamte Zeit der Schließungen Lösungen gefunden werden können. Die Tage werden wie Urlaubstage auf den Urlaubs- oder Stempelkarten dokumentiert. Das obliegt den Bereichen. Das Dezernat Personalwesen ist von den getroffenen Regelungen im Nachhinein und in zusammengefasster Form zu unterrichten. Wenn Beschäftigte aufgrund der Schließung von Einrichtungen Familienmitglieder zu betreuen haben, greifen die Bestimmungen des Pflegegesetzes. Voraussetzung für eine Freistellung (max. 10 Tage) ist, dass die Betreuungsbedürftigkeit nachgewiesen wird und eine andere Person dafür nicht in Frage kommt. Diese Fälle sind mit dem Dezernat Personalwesen abzustimmen.

  • Zum Verhalten bei Verdacht auf eine Infektion im persönlichen Umfeld ist folgendes zu beachten: Vermehrt kommt es zum Verdacht einer Infektion durch den Aufbau von Infektionsketten. Sind Beschäftigte der OVGU nicht unmittelbar betroffen, es kann aber auch nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden, dass eine Ansteckung erfolgte, entscheidet der/die Vorgesetzte unter hinreichender Berücksichtigung der konkreten Umstände den Einzelfall, das heißt ob Homeoffice angeordnet oder anderweitig Dienst ohne physischen Kontakt zu anderen Beschäftigten möglich ist. Ist dies nicht möglich, können Bedienstete bis zu 14 Tagen oder bis zum Vorliegen eines negativen Testergebnisses der vermutlich infizierten Person von der Arbeit freigestellt werden. In die Entscheidung, welche Maßnahme ergriffen wird, ist einzubeziehen, auf welche Weise der Betrieb, ggf. in eingeschränkter Form, aufrecht erhalten bleiben muss, um notwendige Arbeitsabläufe zu sichern.

  • Wird Homeoffice oder eine Freistellung für notwendig erachtet, ist das Dezernat Personalwesen per E-Mail zu informieren.

  • Alternativ sind arbeitsorganisatorische Maßnahmen zu prüfen, z. B. Umsetzungen im eigenen Bereich. Das Direktionsrecht ist in solchen Fällen weiter gefasst als sonst, Vorgesetzte können Beschäftigten auch Tätigkeiten übertragen, die normalerweise nicht zu ihren Aufgaben gehören.

  • Die Mindestabstände in Büros müsseneingehalten und die Ansammlung von vielen Personen auf kleinem Raum muss vermieden werden. Kontrolliert werden sollte, ob der persönliche Kontakt unbedingt notwendig ist oder ob andere Wege möglich sind. Es kann geprüft werden, ob in Büros, in denen mehrere Beschäftigte arbeiten, durch versetzten Dienst, der Kontakt minimiert und damit Infektionsketten unterbrochen wird. In den Fällen, in denen Beschäftigte ihre Aufgaben im Homeoffice erledigen können, soll zur Aufrechterhaltung des Betriebes geprüft werden, ob alternierende Modelle, von denen die Beschäftigten eines Bereiches im gleichen Maße betroffen sind, eine Lösung darstellen können. Diese Maßnahmen obliegen in erster Linie den unmittelbaren Vorgesetzten, das Personaldezernat ist in Zweifelsfällen einzubeziehen. Die Hinweise der Dienstanweisung vom 28.04.2020 sind zu beachten, insbesondere zum Homeoffice und der Einhaltung hygienischer Bestimmungen.

  • Können Mindestabstände nicht eingehalten werden und ist auch die Aufstellung von Plexiglaswänden nicht möglich, ist einen Nase-Mund-Bedeckung zu tragen, die für die Beschäftigten von der Universität bereitgestellt wird.

  • Bei Lehrenden sind  E-Learning-Formate zu prüfen und in Erwägung zu ziehen.

 

3. Schutz vor Infektionen

  • Zum Schutz vor Infektionen wird grundsätzlich auf die allgemeine Husten- und Nies-Etikette sowie auf die Einhaltung der persönlichen Hygiene, insbesondere des regelmäßigen richtigen Händewaschens, hingewiesen. Zu Personen mit Symptomen von grippalen Infekten sollte ausreichend Abstand gehalten werden (ca. 1 bis 2 Meter). Achten Sie im persönlichen Umgang untereinander bitte möglichst auf die Vermeidung von Körperberührungen (z. B. Händeschütteln).

 

4. Häufig gestellte Fragen

Antworten auf Häufig gestellte Fragen finden Sie auf unserer FAQ-Seite. Diese wird regelmäßig aktualisiert. 

 

Diese Maßnahmen gelten ab sofort. Vor dem Hintergrund, dass sich die Lage der Infektionsausbreitung in Europa und Deutschland dynamisch weiterentwickelt, kann es zu kurzfristigen Anpassungen der Maßnahmen kommen. Von der WHO wurde eine Pandemie ausgerufen, daher werden Maßnahmen entsprechend des Pandemieplans der Uni Magdeburg ergriffen.

Letzte Änderung: 19.05.2020 - Ansprechpartner: Katharina Vorwerk