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Internationalisierung

Im Geist einer weltoffenen Universität unterhält die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg über 300 Partnerschaften mit 245 Institutionen in 60 Ländern auf Universitäts-, Fakultäts- und Institutsebene. Die Universität Magdeburg verfolgt das Ziel, ihre internationale Sichtbarkeit und Attraktivität zu erhöhen, um für hervorragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie für Studierende aus aller Welt ein attraktiver Lern- und Arbeitsort zu bleiben. Bereits jetzt liegt die Universität Magdeburg mit einem Anteil von mehr als 16 Prozent an ausländischen Studierenden aus mehr als 100 Nationen über dem Bundesdurchschnitt. Etwa  11 % der Lehrenden kommen aus dem Ausland.

 

Aktuelle Meldungen zur Internationalisierung:


Vom MINT-Praktikanten zum Studenten

Mohamad Hadi Khalifa ist ein junger Mann, der schüchterner ist, als sein Erscheinungsbild vermuten lässt. Der kräftig gewachsene 21-jährige Syrer ist vor zwei Jahren mit seinem Bruder aus Aleppo geflohen und nach Magdeburg gekommen. Die Eltern und ein Großteil der Familie leben immer noch im Kriegsgebiet.

Hadi hat bereits ein Jahr an der Universität in Aleppo Maschinenbau studiert und wollte in Deutschland seine akademische Laufbahn wiederaufnehmen, denn Bildung ist für ihn der Schlüssel zur Integration. „Ohne Bildung wird es sehr schwer", erklärt er und schaut recht ernst dabei. An der Universität Magdeburg belegte er drei Sprachkurse, um dem Ziel näher zu kommen, ein Studium in einem technischen Fach aufnehmen zu können. Während seiner Recherchen dazu ist er zufällig auf das MINT-Praktikum der Universität-Magdeburg gestoßen, welches Schülerinnen und Schülern dabei helfen soll, in den Sommerferien oder nach dem Abitur, Studienrichtungen in den MINT-Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik kennenzulernen. Hadi meldete sich an und entschied sich für ein Praktikum der Medizintechnik bei „INKA – Intelligente Katheter“. Das MINT-Praktikum soll Studieninteressierten zeigen woran die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität forschen sowie einen praktischen Einblick in die verschiedenen Einrichtungen ermöglichen.

Portrait Mohamad Hadi Khalifa (c) Harald KriegMohamad Hadi Khalifa (Foto: Harald Krieg / Universität Magdeburg)

Bereits zu Schulzeiten machten Hadi Fächer wie Physik und Mathematik besonders Spaß, Gedichte auswendig lernen, war dagegen eine Qual für ihn. Nachdem Hadi sich in der letzten Zeit nur mit dem Deutsch lernen beschäftigte, wollte er endlich wieder etwas mit Zahlen und komplexen Vorgängen machen. So war die Vorfreude auf das Praktikum besonders groß. Hadis Aufgabe für die zwei Monate bestand darin, ein Hauptvenen-Modell zu erstellen, welches Bestandteil der Forschung zur Katheterplatzierung dienen sollte. Bevor es jedoch an das Modellieren oder Bearbeiten ging, musste Hadi sich erst einmal mit der Anatomie des Menschen beschäftigen. Der Studiengang Medizintechnik an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg verbindet die Fachbereiche Mathematik, Physik, Elektrotechnik und Informatik. Zudem werden hierbei medizinische Grundlagen in Anatomie und Biochemie vermittelt, um technische Lösungen zu entwickeln. Der Weg zum ersten Modell war mit einigen langen Diskussionen gepflastert, so Dr.-Ing. Boese, welcher Hadi bei INKA begleitete. Mithilfe des Programm Solidworks konnte Hadi dann mit seinem angeeigneten Wissen über Hauptvenen ein erstes virtuelles Modell erstellen. Dies wurde mithilfe eines 3D-Druckers realisiert, womit anschließend ein erster Prototyp produziert wurde.

Die Arbeit von Hadi lohnte sich, denn das Modell wird nun für die weitere Forschung zur sicheren Platzierung und Sichtbarkeit der Katheter genutzt, so Dr.-Ing. Boese. „Eigentlich wollte ich meine Deutschkenntnisse während des Praktikums verbessern, jetzt ist auch mein Englisch viel besser geworden“, erzählt Hadi mit leuchtenden Augen. Schließlich ist das Team bei INKA sehr international und auch die Programmiersprache ist Englisch. Dass es so gut klappt war auch für Hadi überraschend und konnte ihm die Angst vor einem Studium an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg nehmen. Mit Beginn des Wintersemesters 2017/18 hat er ein Studium in Medizintechnik aufgenommen. Das MINT-Praktikum würde Hadi immer wieder machen und hat dies auch schon seinen Freunden als Einstieg für eine universitäre Laufbahn ans Herz gelegt. „Wer in die Wissenschaft will, sollte so ein Praktikum besuchen. Das ist sehr wichtig“, sagte Hadi zum Schluss und lächelte dabei zufrieden.

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Absolventin der Uni Magdeburg mit DAAD-Preis ausgezeichnet

Nicole Andrea Parks, Absolventin im Masterstudiengang Chemieingenieurwesen: Molekulare und Strukturelle Produktgestaltung an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, erhält den diesjährigen Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für besondere akademische Leistungen und herausragendes soziales Engagement. Die gebürtige US-Amerikanerin studierte von Oktober 2014 bis Juli 2017 an der Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik und schloss trotz anfänglicher Hürden mit „Auszeichnung“ ab.

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Mit dem Diskus nach Taipei

“Die Teilnahme war ein emotionales Erlebnis und sehr motivierend für die nächste Zeit und meine weiteren Ziele. Gleichzeitig war es auch eine Belohnung für die viereinhalb Jahre hartes Training, um bis hierhin zu kommen“, erzählt Torben Brandt über seine Teilnahme an der Universiade 2017 in der Disziplin Diskuswurf.

Zum Diskuswerfen ist der Student der Wirtschaft und Verwaltung/Sport über Umwege gekommen. Als er bei einem Halbmarathon der schnellste seiner Altersklasse wurde und auch Sportler vom Sportclub Magdeburg hinter sich gelassen hat, nahm er seinen Mut zusammen und versuchte es selbst bei dem Verein. Schnell wurde klar, dass seine körperliche Voraussetzung sich besser zum Werfen eignet, als zum Laufen. Ein Trainer erkannte sein Talent und so begann sein Training in der Disziplin Diskuswurf.

Nach viereinhalb Jahren des Trainings wurde Torben Brandt durch seine Leistungssteigerung ein klarer Kandidat für die Universiade, die etwa 13.000 studierende Sportlerinnen und Sportler aus über 150 Ländern zu sich lockt und somit das drittgrößte Turnier der Welt ist. Dieses Jahr haben sich die Spitzensportler im der taiwanesischen Hauptstadt Taipei zum Wettkampf zusammengefunden.

TorbenBrandt (c) privat 2Torben Brandt bei der Universiade in Taipei (Foto: privat)

Nicht nur das Messen mit den Teilnehmern war für Torben Brandt spannend, auch das Kennenlernen der verschiedenen Nationen und Kulturen war für ihn ein besonderes Erlebnis. „Am besten konnte man die anderen Nationen beim Essen kennenlernen, mal habe ich mit Japanern gespeist, mal mit Südafrikanern, Slowenen, Rumänen oder Finnen. Am Essenstisch hatte man Zeit für Gespräche und durch die sehr große Auswahl an Speisen, hat man auch viel mehr von der Kultur und deren Gewohnheiten mitbekommen. Es war fantastisch und ein ganz anderes Level von gegenseitiger Achtung und Wertschätzung“, schwärmt der Diskuswerfer.

Besonders in Erinnerung bleiben wird dem Spitzensportler die Gastfreundschaft und Begeisterung für die Teilnehmer der Universiade, die sie von den Einheimischen erfahren haben. „Wir wurden frenetisch gefeiert, die Leute standen Spalier. Die Stadien waren voll und an den Straßen standen kilometerlang Menschen, die uns zujubelten. Ich bin sehr dankbar dafür.“

Ansporn von außen und Unterstützung von der Uni

Die Zustimmung der Menschen ist für ihn ein Ansporn, mit dem Sport weiter zu machen. Denn sein Studium mit dem Sport zu verbinden erfordert viel Disziplin, Ehrgeiz und Ausdauer von ihm. „Durch den Sport erlebe ich leider wirklich viele Einschränkungen. Zum Beispiel wäre ich gerne öfter in der Universität. Manchmal gibt es Semester, an denen ich zwei Mal auf dem Campus bin. Ich würde mich gerne mehr ins Studentenleben einbringen. Debatten führen über Politik und das Weltgeschehen. All das, was der süße Nebengeschmack der Universität so mit sich bringt, fehlt mir. Beim Feiern findet man mich doch ein-zweimal, wo ich dann einfach mal Student bin“, erzählt der 22-Jährige.

Die Universität Magdeburg spielt bei der Förderung meiner Karriere eine sehr große Rolle, im Vergleich zu vielen anderen Universitäten wird hier viel für Sportler gemacht, was mir überhaupt die Chance ermöglicht hat, Leistungssport zu betreiben. Vielleicht könnte man die Sportler noch anders würdigen, aber ansonsten erfüllt die Universität ihre Verantwortung“, so Torben Brandt.

Für die Zukunft hat sich der Student zum Ziel gesetzt, die Universität als qualifizierter und engagierter Lehrer zu verlassen und vielleicht noch einen Abschluss mehr zu machen. Im Sport möchte er sich weiterhin so gut entwickeln und seine Performance stabilisieren.

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Nationale und internationale Forschungsförderer stellen sich vor

Am 21. September 2017 werden Vertreter aller großen nationalen und europäischen Forschungsförderungsorganisationen an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg zu Gast sein. Im Rahmen der Veranstaltung „Forschen in Europa: Nationale und europäische Forschungsförderung“ präsentieren Forschungsförderer wie die Alexander-von-Humboldt-Stiftung, die Helmholtz-Gemeinschaft, der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Deutsche Forschungsgemeinschaft oder die Max-Planck–Gesellschaft ihre nationalen und internationalen Förderprogramme und stehen Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftlern aus ganz Deutschland als Ansprechpartner zur Verfügung. Sie haben Gelegenheit, ihre wissenschaftlichen Karrieren in Deutschland individuell zu planen oder sich für Mobilitätsprogramme zu bewerben und so internationale Forschungserfahrung zu sammeln.

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Tausche Magdeburger Dom gegen Eiffelturm, s‘il vous plaît!

In der Stadt der Liebe ist es nicht nur möglich, sich Kunst und gutem Essen zu widmen, auch in puncto Karriere und Weiterbildung stehen Studierenden viele Optionen offen. Darum entschied sich Carolin Elseg, ein halbes Jahr nach Noisy le Grand, einem Nachbarort von Paris, zu gehen, um dort ein Praktikum zu absolvieren. An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg studiert die junge Frau im Master Betriebliche Berufsbildung und Berufsbildungsmanagement mit dem Profil Organisations- und Personalentwicklung.

„Ich hatte nach einem Semester Französischunterricht an der Uni Lust, meine Kenntnisse in der Praxis umzusetzen und zu vertiefen“, erzählt Carolin Elseg, „da habe ich die Suche spontan gestartet und mich einfach mal beworben.“

Gesagt, getan. Nach eigener Internetrecherche bewarb sie sich bei der französischen Tochter des deutschen Maschinenbauunternehmens Voith Turbo, in dem Produkte wie Bremssysteme und Getriebe für LKWs, Züge und Schiffe verkauft sowie in der eigenen Werkstatt repariert werden. Bis Ende August war die Magdeburger Studentin in Noisy le Grand, 20 Kilometer östlich von Paris, und erweiterte nicht nur ihre Französischkenntnisse, sondern sammelt in ihrem Praktikum als Assistentin des Directeur General Adjoint – zu Deutsch: stellvertretender Geschäftsführer – viel Berufserfahrung. „Meine Aufgaben liegen im Recruiting, Gesundheitsmanagement und in der Personalbetreuung“, berichtet die Studentin, „außerdem gebe ich interessierten Mitarbeitenden Deutsch- und Englischunterricht, indem ich ihre Sprachfertigkeiten mit Hilfe von Übungsaufgaben, Videos und Zeitungsartikeln fördere.“

Während ihres Aufenthalts lebte Carolin Elseg in einer WG in Noisy le Grand, gerade einmal 800 Meter von ihrer Arbeitsstelle entfernt. Neben einer Praktikumsvergütung, erhielt die Studentin finanzielle Unterstützung durch das Leonardo/Erasmus-Stipendium. „Damit konnte ich sehr gut in Frankreich leben“, sagt sie, „auch wenn die Preise teilweise wirklich saftig sind. Wobei ich mich daran – selbst als Schwäbin – irgendwann gewöhnt habe.“ Außerdem biete die Homepage des Leonardo Büros viele nützliche Hinweise und Tipps zu Stipendien, zur Wohnungssuche und vielem mehr.

Verliebt in Paris

Carolin Elseg hat sich selbst in die Stadt der Liebe verliebt: „Paris ist einfach wunderschön. Am liebsten bin ich in den Park „Vert Galant“ gegangen, ganz an der Spitze der Île de Cité, direkt an der Pont Neuf“, erzählt die Französin auf Zeit, „dort picknickte ich mit Freunden am Ufer der Seine und betrachtete die tollen Gebäude.“

Picknick an der Seine mit meiner Kollegin FatimaNotre Dame

Bild 1: Picknick an der Seine mit Kollegin Fatima // Bild 2: Notre Dame

Aber nicht nur die malerische Kulisse und die Macarons (kleine Baisergebäcke) sagten der Magdeburgerin zu, sie fühlte sich als Praktikantin in ihrem Arbeitsumfeld äußerst wohl und nimmt neue Praxiserfahrungen mit nach Hause. „Ich habe spannende Einblicke in die Arbeit eines Managers erhalten. Manchmal hat uns unser Chef eine herausfordernde Fragestellung gestellt, wie man schwierige Situationen im Unternehmen lösen könnte. Dadurch habe ich gelernt, wie die Theorie in der Praxis angewendet wird“, erzählt Carolin Elseg. Auch für sich persönlich habe sie einiges mitnehmen können: „Ich habe gelernt, dass man trotz allen „Erwachsenseins“ auch mal Heimweh bekommt – und dass dieses aber auch wieder verschwindet“, so die junge Frau.

Carolin Elseg rät jeder Studentin und jedem Studenten, den Schritt zu wagen und ein Praktikum oder ein Semester im Ausland zu absolvieren. „Lasst euch nicht von der fremden Sprache einschüchtern, man findet immer mindestens einen Freund und Verbündeten im Unternehmen oder anderswo, mit dem alles Spaß macht“, versichert sie. Insofern stimmt die Magdeburger Studentin mit dem französischen Stimmwunder Edith Piaf überein: „Non, je ne regrette rien.“

Cinderellas Schloss bei Nacht - Disneyland

Zum Verlieben: Das Schloss von Cinderellas im Disneyland Paris bei Nacht

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Am Ufer der Wolga - Ein Reisetagebuch

Willkommen in Kasan! 18 Studierende der Uni Mageburg besuchen für zwei Wochen die Städte Kasan und Bolgar in der autonomen Republik Tartastan. Im Austausch mit der Universität Kasan, lernen die Studierenden des Studiengangs European Studies die interkulturelle Kommunikation im Alltag und in der Politik kennen. Zudem erfahren sie mehr über die Sprache, Kultur und Menschen in der fast 3.000 Kilometer entfernten Region, mitten in Russland. Organisiert wird die Summer-School von Dr. Tatjana Samostyan, Lehrstuhl für Slawistik an der Fakultät für Humanwissenschaften. Vom 02. - 16. September sind sie zur interkulturellen Exkursion am Ufer der Wolga unterwegs und berichten in ihrem Online-Tagebuch von den spannenden Eindrücken vor Ort.

Tag 9:

Gerade vor einer Woche wurde in Bolgar eine neu erbaute islamische Akademie eingeweiht, die ganz in der Nähe zu der Weißen Moschee errichtet wurde. Die Gruppe konnte eine exklusive Führung durch die Akademie erhalten und der Stellvertretende Leiter der Akademie erklärte ihnen, warum diese gebaut wurde: Durch die Ausbildung von Gelehrten in der friedlichen Tradition des tatarischen Islams soll radikalen islamischen Einflüssen vorgebeugt werden.

Danach ging es in ein Brotmuseum, in dem das ländliche Leben zu früheren Zeiten in Russland und die traditionelle Herstellung von Brot nachgebaut wurde. Zudem stieß ein Studierender in der Nähe auf einen hübschen Birkenwald, den die Gruppe dann auch besuchte. Schließlich ist die Birke ein typisch russisches Symbol und spielt auch in vielen Sagen und Märchen eine Rolle.

Tag 6-8:

Das Wochenende der Sommerschule in Bolgar war interessant, intensiv und wie immer sehr produktiv. Die Studierenden beschäftigten sich in interaktiven Seminaren und Workshops mit der Wirtschaftskrise Russlands, mit der Kultur und der Geschichte des Landes sowie weiterhin mit Fallbeispielen für interkulturelle Begegnungen. Sie lernten mit Begeisterung die Ebru-Maltechnik sowie traditionelle Tänze kennen. Über Wissenschaft und Literatur des Khanats der Wolgabulgaren konnten die Magdeburger auf dem eindrucksvollen "Weg der Gelehrten und Dichter erfahren" und parallel dazu die unschlagbare Aussicht auf die Wolga genießen, die der Weg und die nahegelegene Quelle mit „heiligem Wasser“ zu bieten haben.

Tag 5:

An einem weiteren Tag der Sommerschule konnten die Teilnehmenden das "Museum der Bolgar-Zivilisation" und eine neu gebaute Moschee in Bolgar besichtigen, wo sie viel Neues über die Region erfahren konnten. An der Moschee trafen sie auch auf ein tartarisches Brautpaar. Außerdem konnten sie das schöne Wetter und die weitläufige Natur auf dem Weg zur Moschee genießen. Workshops zur interkulturellen Kommunikation fanden weiterhin statt. Es war ein voller Tag, der mit einem gemütlichen Lagerfeuer mit russischen und deutschen Liedern abgeschlossen wurde.

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Tag 2 - 4:

Nach einem Tag in Kasan brachen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sommerschule auf in die kleine Stadt Bolgar, ca. 200 km südlich von Kasan. Hier findet der Großteil der Sommerschule statt: Täglich besuchen die Studierenden Seminare, beispielsweise zu interkultureller  Kommunikation und zu der russischen Kultur im Besonderen. In den letzten Tagen beschäftigten sie sich besonders mit der russischen Kinematografie. Zudem kommen die Studierenden ständig mit der russischen Sprache in Kontakt.

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Tag 1: Endlich angekommen!

Am ersten Tag in der Hauptstadt der Republik Tatarstan, Kasan, bekamen die Studierenden eine ausführliche Stadtführung und lernten viel über die Geschichte und die Sehenswürdigkeiten der Stadt. "Kasan" kann mit "Kessel" übersetzt werden, deswegen gibt es ein großes "Kesselmonument", von dem man eine tolle Aussicht hat. Weiterhin besuchten sie die sehr farbenfrohe Altstadt Kasans und retteten sich aus strömendem Regen in eine geschichtsträchtige Moschee.

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Tag 0: Spannung auf Kasan

In großer Vorfreude können wir berichten, dass es insgesamt 18 Studierende des Studienganges European Studies vom 02.-16. September dieses Jahres nach Russland an die Ufer der Wolga verschlagen wird. Die meisten von ihnen haben Russisch als Hauptsprache ausgewählt. Die Sprache wird während des gesamten Studiums unterrichtet und möglicherweise werden sie ein Auslandssemester in Russland absolvieren. Um die Studierenden, die gerade das zweite Fachsemester beendet haben, besser darauf vorzubereiten, initiierte und organisierte Frau Dr. Tatjana Samostyan, Dozentin am Lehrstuhl für Slawistik und Verantwortliche für Internationale Kooperationen im Studiengang European Studies, diese Sommerschule in Russland über interkulturelle Kommunikation im Alltag und in der Politik. Das Projekt ist ein Pre-Workshop zum Internationalen Forum mit dem Titel „Der Islam in der multikulturellen Welt“ und ist entsprungen aus der neu entstandenen Kooperation zwischen der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und der Kasaner Föderalen Universität, einer der renommiertesten Universitäten Russlands, die auch maßgeblich an der Organisation beteiligt ist.

Doch warum geht es um interkulturelle Kommunikation und um den Islam? Stattfinden wird das Projekt in den Städten Kasan und Bolgar in der autonomen Republik Tatarstan, in der ungefähr zu gleichen Teilen muslimische Tataren und orthodoxe Christen leben. Mit dieser Interkulturalität und der damit verbundenen Problematik werden sich die Studierenden auseinandersetzen – schließlich ist das Thema auch in Westeuropa mehr als aktuell. Dazu werden sie täglichen, intensiven Russischunterricht genießen; Zeit, um das historische Erbe der Millionenstadt Kasan und der Umgebung kennenzulernen, ist ebenfalls eingeplant.

Im besten Fall wird sich das Projekt als fester Bestandteil des Ensembles der von der OVGU organisierten und getragenen Sommerschulen etablieren. Wir hoffen, dass es in folgenden Jahren auch vielen anderen Studierenden des Studienganges European Studies sowohl als Vorbereitung auf ein Semester in Russland als auch als einzigartige interkulturelle Erfahrung dienen wird.

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Über 300 Magdeburger beweisen „Magdeburg is(s)t anders“

Der gemeinnützige Verein Symposium Magdeburg e.V. hat Studierende und Magdeburger zu ihrer Veranstaltung „Agora – Magdeburg is(s)t anders“ im CampusTheater Magdeburg empfangen. Über 300 Magdeburger waren im CampusTheater der Otto-von-Guericke Universität und beteiligten sich an den verschiedensten Aktivitäten. Es wurden von Ägyptischen Bohnen über Hummus nach neuseeländischem Rezept bis Kisir und Bulgur Salat, die feinsten kulinarischen Köstlichkeiten beim Mitbring-Brunch aufgetischt. Wer nach dem Essen noch Lust hatte, konnte die Hüften beim Swingtanz-Workshop vom Swingkollektiv Magdeburg „bouncen“ lassen. Der Umsonstflohmarkt fand besonders großen Anklang, denn hier konnte jeder nehmen und geben. „Wir sind überwältigt von der positiven Resonanz.“, so Hoa Le, Mitorganisatorin und Mitglied beim Symposium Magdeburg e.V.

 

Die Welt vereint in Magdeburg

Usbekistan, Indien, Illinois, Vietnam, Norwegen – dies sind nur wenige Punkte auf der Weltkarte, die als Geburtsort von den Besuchern markiert wurden. An diesem Wochenende kamen Menschen aus den verschiedensten Orten der Welt zusammen und konnten bei der Podiumsdiskussion „Wer und was ist die Gesellschaft?“ über persönliche Erfahrungen berichten sowie Meinungen austauschen. Die Redner der Diskussionsrunde waren 

 

Die Podiumsdiskussion _Wer und was ist die Gesellschaft__Foto von Marie Fröhlich
Bei der Podiumsdiskussion konnten Erfahrungen und Meinungen ausgetauscht werden. (Foto: Symposium Magdeburg)

Zum Abend hin wurde auf der Open Stage indischer Bollywoodtanz aufgeführt, Kurzgeschichten vorgelesen, Acapella gesungen, Bauchtanz dargeboten und eigene Gedichte vorgetragen. Der Auftritt der Band Bolte rundete den gesamten Tag ab.

 

Die Welt zu Hause in Magdeburg

Ziel der Veranstaltung war es, zu zeigen, dass Magdeburg - entgegen der vielen Negativschlagzeilen der letzten Monate über die letzte Landtagswahl und allgemeinen Stimmung gegenüber Geflüchteten - die Heimat vieler Kulturen und Identitäten ist. „Die Agora war im antiken Griechenland der zentrale Fest-, Versammlungs- und Marktplatz einer Stadt. Dies hat uns inspiriert unsere Veranstaltung so zu nennen, da wir hier die verschiedensten Leute zum Diskutieren aber auch Zeit gemeinsam verbringen vereinen wollen.“, so Michael Krack vom Symposium Magdeburg e.V.

 Bei der Veranstaltung wurden gemeinsam Beutel bemalt_ Foto von Marie Fröhlich
Es wurden verschiedene Programmpunkte angeboten, die die unterschiedlichen Kulturen zusammenbrachten.
(Foto: Symposium Magdeburg)

Der 2013 gegründete gemeinnützige Verein Symposium Magdeburg e.V. ist eine Initiative von Studierenden der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Das erklärte Ziel des Vereins ist die Förderung der politischen Bildung und Partizipation junger Menschen. Dazu werden verschiedener Events sowie ein jährliches Symposium organisiert.

 

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Universität Magdeburg plant Internationale Tagung zum Reformationsjubiläum

2017 werden die 95. Thesen von Martin Luther 500 Jahre alt. Weltweit wird mit Veranstaltungen und Ausstellungen gefeiert. Grund genug für die Historikerin und Genderforscherin Prof. Dr. Eva Labouvie von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg die internationale Tagung „Glaube und Geschlecht - Gender Reformation“ als offiziellen Beitrag der Magdeburger Universität zum Reformationsjubiläum 2017 zu organisieren.

Portrait Prof. LabouvieProf. Dr. Eva Labouvie

Über 100 Gäste aus Deutschland, der Schweiz, England und Österreich werden auf der Tagung der Universität Magdeburg erwartet, um der Frage nach der Bedeutung der Reformation für eine zum Teil noch heute gültige Geschlechterordnung nachzugehen. Experten und Expertinnen aus Kirchen- und Rechtsgeschichte, Geschichtswissenschaft, den Sozial- und Islamwissenschaften, Philosophie und des Kirchenrechts widmen sich diesem wenig beachteten und doch prägenden Aspekt der Reformationsgeschichte.

Vor Martin Luther galt durch die Kirche das Bild von Adam und Eva als klassische Rollenverteilung. Die Rollen von Mann und Frau waren aber noch nicht diejenigen von heute. So übten Männer den Beruf des Strumpfstrickers aus, während Frauen Bauarbeiten erledigten. Erst ab der Mitte des 18. Jahrhunderts findet die Einteilung der Geschlechterrollen, wie wir sie heute kennen, statt. Aber schon zuvor entstand im 16. Jahrhundert durch die Reformation und erstmals durch die Ehelehre Luthers ein ganz neues Konzept der Geschlechterordnung: Die Ehe wird zum Ideal. Unehelichen Beziehungen, wilden Ehen, Keuschheit oder dem Zölibat begegnete Luther mit Ablehnung. Erstmals soll die Frau zu Hause bleiben und die Kinder erziehen, während der Mann berufstätig ist.

Glaube und Geschlecht früher und heute

„Als Genderforscherin liegt das Thema „Glaube und Geschlecht“ für mich auf der Hand. Die Ehelehre Luthers hat damals für eine Neuordnung der Geschlechterrollen gesorgt, die bis heute in Europa wirkt. Aber die Tagung untersucht keineswegs nur die Vergangenheit, sondern verfolgt die Entwicklung bis in die Gegenwart. Wir thematisieren, wie die Rollen von Mann und Frau innerhalb der verschiedenen Religionen bis hin zu Judentum, Buddhismus und Islam konzipiert sind und umgekehrt, was die Religionen für das Alltagsleben von Mann und Frau vorgeben. Dabei beziehen wir aktuelle Probleme ein“, erzählt die wissenschaftliche Leiterin und Organisatorin der Tagung, Prof. Dr. Eva Labouvie.

Die Tagung setzt sich intensiv mit den bis heute wirkenden Wechselbeziehungen zwischen Glaube und Geschlecht auseinander und hinterfragt die durch Religion begründeten und zugewiesenen Tätigkeiten, Räume und Verhaltensweisen von Männern und Frauen, ihre gesellschaftlichen Aufgaben und Lebenswege.

 

WAS: Tagung „Glaube und Geschlecht – Gender Reformation“
WANN:

29. Juni 17.00 Uhr, Auftaktveranstaltung im Kaiser-Otto-Saal des Kulturhistorischen Museums
30. Juni und 1. Juli im Senatssaal der Universität Magdeburg

 

Prof. Eva Labouvie, Historikerin und Geschlechterforscherin der Uni Magdeburg, und Andrea Jozwiak von der Pressestelle im Gespräch in der Magdeburger Wallonerkircher. Dort predigte Martin Luther, der - so Prof. Labouvie - nicht nur die Kirche reformierte, sondern auch Gendergeschichte schrieb.

 

Die Diskussion über Möglichkeiten und Grenzen der Vereinbarkeit vor allem nicht christlicher mit den Gesellschafts- und Geschlechterordnungen christlich geprägter europäischer Länder, dürfte vor dem Hintergrund der jüngsten Migrationsbewegungen zu den aktuellsten Fragen der Gegenwart zählen und erlaubt zudem möglicherweise Einsichten zur Förderung eines toleranteren und respektvolleren Miteinanders verschiedener Religionen“, betont Prof. Labouvie die Bedeutung der Tagung „Glaube und Geschlecht“ und den Blick auf die durch Religionen vorgegebenen Geschlechterordnungen.

 

von Viktoria Koch 

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Indien in Magdeburg

Bei der Indian Night 2017 „Utsav – a celebration“ umgab die Gewölbe der Festung Mark ein exotisches Flair, von dem sich auch Rektor Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan verzaubern ließ. Zahlreiche internationale Studierende der Universität präsentierten im Januar 2017 einen ganzen Abend lang ein buntes Programm mit traditionellen indischen Tänzen, mit Musik und Kleidung aus Indien. Sie stellten Bräuchen vor, gaben Informationen zum Land, zu Bildung, Geografie und mehr und boten Köstlichkeiten aus der indian cuisine an. An der Uni sind derzeit 507 Studierende aus Indien eingeschrieben.

Andrea Jozwiak
Fotos: Harald Krieg

 

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So international ist die Universität Magdeburg

Globale Wissenschafts- und Wirtschaftsbeziehungen, grenzenlose Kommunikationsmöglichkeiten und die zunehmende Mobilität von Studierenden und Forschenden erfordern eine klare Positionierung im Bereich der Internationalisierung. Im Geist einer weltoffenen Universität sieht sich die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg in ihrer besonderen Tradition als Brücke zwischen Ost und West. Die OVGU unterhält über 300 Partnerschaften mit 245 Institutionen in 60 Ländern.

 

Die Ergebnisse der Internationalisierungsstrategie sprechen für sich:

  • 2.378 internationale Studierende, davon 939 Frauen, absolvieren derzeit ein Studium an der Uni Magdeburg. Das entspricht einem Anteil von 16,8 Prozent an der Gesamtstudierendenzahl.

  • 146 Studierende kamen im Wintersemester 16/17 aufgrund von bilateralen Verträgen, die die Universität Magdeburg mit 50 internationalen Partnerhochschulen in 26 Ländern abgeschlossen hat, nach Magdeburg.

 

Woher kommen die internationalen Studierenden?

  • Aus Asien haben sich 1.410 junge Leute für ein Studium an der Uni Magdeburg eingeschrieben.

  • 712 Studierende kommen aus Ländern Europas.

  • 124 Studierende kommen aus Afrika und 128 aus Amerika.

  • 3 Studierende führte der Weg von Australien in die Elbstadt.

Grafik Weltkarte_Herkunftsländer der Studierenden der Universität Magdeburg

Was studieren die interationalen Studierenden an der Universität Magdeburg?

  • 1.315 der insgesamt 2.378 internationalen Studierenden sind in den Ingenieurwissenschaften eingeschrieben.

  • 646 in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften,

  • 161 in den Geisteswissenschaften und Sport,

  • 129 in Mathematik und Naturwissenschaften und

  • 127 in der Medizin.

 

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Letzte Änderung: 15.08.2017 - Ansprechpartner:

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