Informationen des Rektors

Rundmail vom 23.03.2020

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität Magdeburg, liebe Studierende,

das Coronavirus stellt seit Wochen den gewohnten Alltag in unseren Familien, aber natürlich auch an der Universität Magdeburg in Frage und verlangt Entscheidungen, die noch vor einigen Monaten undenkbar schienen. Gestern nun erließ das Land Sachsen-Anhalt weitere Restriktionen in Form von Kontaktsperren, die helfen sollen, die Epidemie einzudämmen, die aber unser Zusammenleben und vor allem auch unser zusammen arbeiten enorm beeinflussen und eine Anpassung bisheriger Organisationsformen erfordert. Physische und soziale Kontakte sind auf ein absolut nötiges Minimum zu beschränken.

Was bedeutet das nun konkret für die Universität Magdeburg?

Das Wichtigste: Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ist nicht geschlossen! Wir haben innerhalb weniger Tage vom Normalbetrieb auf einen reduzierten Basisbetrieb umgeschaltet. Die Universitätsbibliothek ist nur eingeschränkt nutzbar, Mensen und Cafeterien sind geschlossen, Regelungen für die Nutzung des Homeoffice und die Möglichkeit des mobilen Arbeitens sind weitgehend festgelegt und umgesetzt. Wir haben dabei sehr große Flexibilität vereinbart und ermöglichen Homeoffice, wann immer Tätigkeiten außerhalb der Universität wahrgenommen werden können.

Nach den gestrigen Festlegungen des Landes haben wir uns darauf verständigt, den aktuellen Status unserer Universität als kontaktarmen Basisbetrieb auszugestalten. Wir bitten aber um Verständnis, dass hierzu konkrete Regelungen erforderlich sind, denn nur dann ist flexibles Arbeiten, z.B. in Wechselschichten, möglich. Die Erreichbarkeit durch Kolleginnen und Kollegen sowie Vorgesetzten muss auch im Homeoffice sichergestellt werden.

Die Verwaltung hat Kernprozesse definiert und es werden weiter Einstellungen vorgenommen, Arbeitsverhältnisse verlängert, Berufungen erteilt, Rechnungen beglichen und Gehälter ausgezahlt.

Die Forschungslabore in den Fakultäten sind nach wie vor geöffnet, detaillierte Absprachen zur Organisation der Aufgaben in Forschung und Lehre werden von den Dekanaten nach Rücksprache mit der Hochschulleitung eigenverantwortlich vorgenommen. Die Zentralen Einrichtungen sichern den Minimalbetrieb ab und gewährleisten die Zusammenarbeit mit der Universitätsverwaltung und dem Rektorat durch Vor-Ort-Personal für unerlässliche Aufgaben.

Die Universitätsmedizin kann indes nicht in einen Basisbetrieb überführt werden. Sie steht, dies sei an dieser Stelle ausdrücklich erwähnt, noch vor ganz anderen Herausforderungen, die gemeistert werden müssen. Die Situation ist hochdynamisch und bei Bedarf müssen getroffene Vereinbarungen zur flexiblen Arbeit auch wieder geändert werden. Aber das gilt nicht nur für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Medizinischen Fakultät und des Universitätsklinikums, sondern betrifft alle Beschäftigten der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Wir haben nichtsdestotrotz in sehr kurzer Zeit Antworten auf die wichtigsten Fragen gefunden und dafür möchte ich allen, die die Universitätsleitung und die Verwaltung dabei unterstützt haben, herzlich danken! Das Rektorat und der Krisenstab haben in Abstimmung mit den Dekanaten und dem Senat und in enger Absprache mit der Landesrektorenkonferenz zügig gehandelt. Sie finden aktuelle Antworten auf Fragen, die sich aus der neuen Situation ergeben, in dem Dokument "Informationen zur Sicherung eines kontaktarmen Basisbetriebes".

 

Liebe Studierende, wir wissen sehr genau, dass die Lage für Sie im Moment eine ausgesprochen schwierige ist. Ungewissheiten über Prüfungstermine, das Wegfallen von Studentenjobs oder die eingeschränkte Nutzung der Universitätsbibliothek sind an der Tagesordnung. Aber: Eine der größten Herausforderungen und Prioritäten der kommenden Wochen besteht für uns alle darin, das augenscheinlich „virtuelle“ Sommersemester vorzubereiten. Ich kann Ihnen versprechen, dass wir alles dafür tun werden, belastbare Lösungen zu finden und versichere Ihnen, dass Ihnen keine Nachteile entstehen werden.

Unsere Universität ist stolz darauf, einen hohen Grad der Internationalisierung zu haben. Das führt aber auch zu einer großen Verantwortung gegenüber den Studierenden, in Zeiten einer global um sich greifenden Pandemie sicher eine weitere große Herausforderung.

Eins ist klar: Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg lebt vom Engagement, der Kooperation und Kollaboration aller und die momentanen Probleme und Herausforderungen meistern wir nur in gemeinsamer Verantwortung und Solidarität. Also, informieren Sie sich bitte, achten Sie aufeinander, helfen Sie sich gegenseitig und vor allem: Bleiben Sie gesund!

Herzlichst

Jens Strackeljan

 

Rundmail vom 17.03.2020

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Landesregierung Sachsen-Anhalts hat heute weitreichende Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus beschlossen. Sie folgt damit den schon am Montag durch die Bundesregierung festgelegten Vorgaben.

Die Hochschulen des Landes sind durch diese Maßnahmen nur in wenigen Punkten unmittelbar betroffen, genannt sei die Einstellung des Mensabetriebes.

Die durch die Verordnung des Landes, die Hochschulleitung und den Krisenstab getroffenen Einschränkungen für die Otto-von-Guericke-Universität sind ohnehin schon weitreichend: Der Lehrbetrieb wurde vollständig und der Prüfungsbetrieb weitreichend untersagt, zentrale Einrichtungen wie die Universitätsbibliothek haben den Präsenzbetrieb eingestellt und Sprechzeiten im International Office, im Campus-Service-Center und den Prüfungsämtern wurden ausgesetzt.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität Magdeburg befinden sich beruflich in einer Sondersituation, viele sind darüber hinaus persönlich durch Kinderbetreuung und Verpflichtungen im familiären Kreis in besonderer Weise gefordert.

Die herausgegebenen Dienstanweisungen und Handlungsempfehlungen schaffen im Rahmen des rechtlich Möglichen hierfür Flexibilität. Die Arbeitswelt der Universität ist gerade dadurch gekennzeichnet, dass sie für zahlreiche Beschäftigte vielfältige Möglichkeiten des Homeoffice und der mobilen Arbeit bieten. Eine behördliche Schließung der Universität Magdeburg ist daher aktuell nicht zu erwarten.

Die Verordnung der Landesregierung Sachsen-Anhalts führt seitens der Hochschulleitung derzeit zu keiner weiteren Verschärfung der bestehenden Einschränkung des Unibetriebes. Der Krisenstab wird die Situation weiterhin täglich beurteilen, Maßnahmen anpassen und dafür Sorge tragen, dass ein geordneter Basisbetrieb, der keine Betriebsruhe darstellt, gewährleistet ist.

Die gesamte Universität befindet sich in einer für uns alle herausfordernden Situation, die Ihre Mitwirkung dringend benötigt und berechtigterweise viele Fragen aufwirft. Wir sind bemüht, diese zeitnah zu beantworten und bitten Sie, das eingerichtete Informationsportal intensiv zu verfolgen.

Ich wünsche Ihnen alles Gute, vor allem Gesundheit und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Ihr Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan

 

Rundmail vom 13.03.2020

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

sicher verfolgen Sie die Nachrichten ähnlich intensiv wie wir. Vermutlich haben Sie über unsere Webseiten, über die Fakultätsverteiler, oder auch über die Presse bereits erfahren, dass bis zum 20. April 2020 alle Lehrveranstaltungen einschließlich Prüfungen zunächst ausgesetzt sind. Abschlussprüfungen könnten unter Einhaltung bestimmter Vorgaben abgehalten werden. Zum Umgang mit Bachelor-, Master- und Promotionsprüfungen etc. liegt daher den Dekanaten eine Präzisierung aus dem Prorektorat für Studium und Lehre (heutige Mail) vor. Bitte wenden Sie sich in diesem Fall direkt an Ihren Studiendekan.

Ziel ist es, durch Reduktion der Mobilität und die Vermeidung unnötiger Kontakte die Geschwindigkeit der Ausbreitung von COVID-19 zumindest zu verlangsamen. Diese Aussetzung ist vom Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung per Erlass und in Rücksprache mit allen Hochschulen des Landes für alle einheitlich erlassen worden.

Bereits seit Anfang des Jahres hat ein „Kernteam Krisenstab“ die Situation aufmerksam beobachtet und Vorbereitungen getroffen. Der für den jetzt auch offiziell ausgerufenen Pandemiefall vorgesehene Krisenstab wird Anfang der kommenden Woche tagen, um weitere Maßnahmen zu beraten; diese reichen von der Aufrechterhaltung eines weitestgehend „normalen“ Betriebs mit z.B. weitgehender Nutzung von Home Office und versetzen Arbeitszeiten, um gleichzeitige Anwesenheit vieler Personen zu minimieren, bis hin zur Einleitung eines Minimalbetriebs im Sinne einer Betriebsruhe. Bereits jetzt hat es Gespräche und Anweisungen gegeben, um z.B. die Mitarbeiter*innen in Prüfungsämtern, Campus Service Center u.a.m. besonders zu schützen.

Wir werden Sie über alle weiteren Schritte unverzüglich informieren, über E-Mail, insbesondere aber auch über die eigens eingerichtete Webseite „Informationen zum Coronavirus und das Verhalten der Universität“, auf der auch zahlreiche weitere Informationen zu finden sind; bitte schauen Sie auch von sich aus regelmäßig nach aktuellen Hinweisen auf dieser Webseite.

Auf einen Aspekt möchte ich aber auch hier bereits explizit eingehen. Die Verschiebung des Vorlesungsbeginns auf (frühestens) den 20. April 2020 soll nicht mit einer Verlängerung der Lehrveranstaltungszeit im Sommersemester verbunden werden; d.h., hier muss aufgrund der Verkürzung darüber nachgedacht werden, wie mit ggf. geänderten oder sogar neuen Lehrformaten der zu vermittelnde Stoff an die Studierenden weitergegeben werden kann. Bereits jetzt gibt es einige Überlegungen, wie in kurzer Zeit E-Learning-Komponenten zur Lösung beitragen werden; hier werden sicher in Kürze auch konkrete Vorschläge folgen. Ich möchte alle Lehrenden aber bereits jetzt bitten, die Verzögerung des Beginns der Lehrveranstaltungen zu nutzen, um ihre Lehrveranstaltungen, soweit möglich, anzupassen. Vermutlich wird uns die jetzige Gefährdungslage im Bereich Digitalisierung – sowohl in der Lehre, aber auch in den Verwaltungsbereichen – nicht unerheblich voranbringen.

Ich wünsche Ihnen alles Gute, und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Ihr Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan

 

Rundmail vom 11.03.2020

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, liebe Studierende der OVGU,

wir bitten Sie die beiliegende Dienstanweisung im Rahmen der aktuellen Infektionslage mit dem Coronavirus (COVID-19) zu beachten.

Vor dem Hintergrund, dass sich die Lage der Infektionsausbreitung in Europa und Deutschland dynamisch weiterentwickelt, ist es erforderlich den Betrieb der Universität einzuschränken. Die angefügte Dienstanweisung erhält konkrete Anweisungen und auch Handlungsempfehlungen zu Dienstreisen, Freistellungen/Homeoffice, Umgang mit Gästen, Veranstaltungen an der Universität und Hinweise für Studierende. Letztere werden in den kommende Tagen in der Vorbereitung auf das Sommersemester noch präzisiert.

Wir bitten Sie, sich regelmäßig auf den Webseiten der OVGU zu informieren, weil sich die Situation täglich ändern kann und wir gegebenenfalls weitere Maßnahmen ergreifen müssen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan

Letzte Änderung: 24.03.2020 - Ansprechpartner: Katharina Vorwerk