Start-up der Uni Magdeburg lässt mit QR-Code virtuelle 3D-Welten entstehen

Das junge Start-up 3DQR um Gründer und Entwickler Daniel Anderson ermöglicht es durch einen speziellen Bildverarbeitungsalgorithmus digitale 3D-Modelle auf dem Smartphone mit der realen Umgebung zu verschmelzen. Das Unternehmen erhält den Zuschuss ego.-START für Existenzgründer von der Investitionsbank Sachsen-Anhalt und wird vom Transfer- und Gründerzentrum der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg unterstützt.

3DQR ermöglicht neue Sichtweisen

Die Augmented Reality-Technologie (AR) mit einer dreidimensionalen Darstellung ist der Schlüssel, um unsere Realität ganz besonders wahrzunehmen: Es kostet nur ein paar Klicks und schon können wir einem Tyrannosaurus rex in Lebensgröße in die Augen blicken. Durch eine App kann die reale Umgebung mit Bildern, Objekten und Videos bereichert und ergänzt werden – gedruckte Texte, Poster oder Werbematerialien können anschaulich und unterhaltsam mit Zusatzinformationen versehen werden.

Basierend auf einer neu entwickelten und erweiterten Realität werden mit einem QR-Code und der App 3DQR visuelle Grenzen über mobile Endgeräte ausgedehnt. Das Museum für Naturkunde in Berlin war einer der ersten Geschäftskunden von 3DQR und hatte einen der größten und längst ausgestorbenen Fleischfresser aller Zeiten auf der CeBIT 2016, der weltweit größten Messe für Informationstechnik, im Gepäck. Über den speziell entwickelten QR-Code auf einer Leinwand und Flyern hatten die Besucher somit die Möglichkeit, mit dem Smartphone den Dinosaurier in voller Größe und originalgetreu sichtbar werden zu lassen.

Angesicht zu Angesicht mit T-Rex: Mit 3DQR kann man den Urzeitgiganten zum Leben erwecken. Angesicht zu Angesicht mit T-Rex: Mit 3DQR kann man den Urzeitgiganten zum Leben erwecken.

Der gebürtige Magdeburger Daniel Anderson hat an der Uni Magdeburg Mechatronik studiert und nach einigen Projekten auf dem Gebiet seinen Wunsch nach selbstbestimmtem Arbeiten in die Tat umgesetzt: Idee und Konzept für das eigene Unternehmen sind im Sommer 2015 entstanden. In den ersten Schritten wurde die 3DQR-App erstellt. Ein Jahr später, im Sommer 2016, folgte die Unternehmensgründung.

Per drag and drop zum eigenen 3D-Modell

Der 30-jährige Diplomingenieur hat eine Marktlücke gefunden und neue Maßstäbe gesetzt. „Der QR-Code ist für uns das Werkzeug, um darauf 3D-Modelle darstellen zu können“, erläutert er. „Alles kann in AR visualisiert werden, nur der Aufwand bei der Erstellung der 3D-Welten unterscheidet sich“, ergänzt Daniel Anderson. Langfristiges Ziel des Start-ups ist eine Plattform, auf der jeder Nutzer seine eigenen 3D-QR-Code generieren kann. Dafür soll jedes beliebige 3D-Modell per drag and drop in die dazugehörige App geladen werden. Die anschließende Konvertierung erstellt folglich einen QR-Code, der daraufhin als dreidimensionaler Anker zwischen realer Umgebung und digitalem 3D-Modell funktioniert. So könnten Unternehmen ihre Produkte dreidimensional darstellen oder Unterrichtsmaterial könnte anschaulicher gestaltet werden.

Produktbilder oder Lernmaterial lässt sich mit 3DQR viel anschaulicher darstellen. 

 

Letzte Änderung: 15.08.2017 - Ansprechpartner: Webmaster