Der beste Verkehr ist der, der erst gar nicht entsteht: Master-Verteidigung via Zoom

20.07.2020 -  

Die Erfahrung, während der Verteidigung der eigenen Masterarbeit statt des Prüfers einen Laptop vor sich stehen zu haben, teilt Maximilian Licht wohl nicht mit vielen Kommilitonen. Seine Masterarbeit im Studiengang Wirtschaftsingenieur Logistik wurde mit 1,0 bewertet.

„Ich habe bereits meinen Bachelor in Wirtschaftsingenieur Logistik gemacht, einfach, weil ich die Kombination aus wirtschafts- und ingenieurwissenschaftlichen Fächern super spannend fand. Im Master war es dann möglich, die Fächer nach individuellem Interesse zu kombinieren.“ Beim Master gab es außerdem die Möglichkeit sich für ein Double-Degree-Programm mit der Freien Universität Bozen zu bewerben. Das Programm bietet Studierenden die Möglichkeit, die Inhalte zweier Master-Abschlüsse zu kombinieren. Die Curricula sind aufeinander abgestimmt und ermöglichen einen gemeinsamen Abschluss - international und mehrsprachig, erzählt der Student. Maximilian Licht verbrachte schließlich auch ein Semester im italienischen Bozen. „Südtirol ist landschaftlich natürlich ein Traum und bietet in jeder Saison unfassbar viele Möglichkeiten. Da das Sommersemester in Bozen bereits Ende Februar startet, war die Ski- und Rodelsaison noch in vollem Gange. Besonders gerne denke ich an mehrtätige Wander- und Klettertouren in den Dolomiten und an Ausflüge an den Gardasee zurück. Aber auch akademisch hat die Uni Bozen viel zu bieten, sodass es ein spannendes und teilweise auch herausforderndes Semester wurde.“ Irgendwann endet aber auch das schönste Auslandssemester und schließlich auch das interessanteste Masterstudium. Allerdings blieb es auch bei der Masterarbeit von Maximilian Licht international, denn ein Aspekt des Double Degree-Programms ist das Verfassen einer englischsprachigen Masterarbeit in Kooperation mit beiden Universitäten.

Maximilian Licht (c) privatMaximilian Licht (c) privat

In der Masterarbeit entwickelte er Szenarien für die Mobilität der Zukunft im ländlichen Raum. Modellhaft zeigt er Kommunen auf, mit welchen politischen Instrumenten und Maßnahmen sie ihre Mobilitätswende vorantreiben können. Die Verteidigung seiner Master Thesis bedeutete in Zeiten von Corona jedoch nochmal eine besondere Herausforderung, vor allem, wenn einer der Gutachter in Italien sitzt. „Natürlich wäre es persönlicher gewesen, wenn alle Prüfer anwesend gewesen wären, aber zum Glück sind digitale Zusammenkünfte mittlerweile so einfach. Tatsächlich ist auch das ein Teil meiner Masterarbeit: Der beste Verkehr ist der, der gar nicht erst entsteht. Wenn das durch die Digitalisierung möglich wird, dann bin ich sicher, dass digitale Termine künftig einen Teil dazu beitragen können, die Emissionen des Verkehrssektors zu reduzieren“, meint der Masterabsolvent abschließend, der nun als Trainee bei der Deutschen Bahn AG in Berlin arbeitet.

Im letzten Wintersemester waren 10 Double-Degree-Studierende aus Bozen bei uns in Magdeburg zu Gast und in diesem Semester nimmt eine Master-Studierende der Uni Magdeburg in Bozen teil, jedoch durch Corona virtuell. „Das Double-Degree-Programm mit der Freien Universität Bozen ist für die Studierenden eine gute Gelegenheit, Erfahrungen im Ausland und in der englischen Sprache zu sammeln. Wenn dann auch noch so herausragende Ergebnisse wie bei Herrn Licht zustande kommen, ist das natürlich besonders toll und ermuntert vielleicht weitere Studierende, diesen Weg einzuschlagen“, meint Prof. Dr. Hartmut Zadek, einer der Prüfer von Maximilian Lichts Masterarbeit.

 

von Lisa Baaske

 

Letzte Änderung: 21.07.2020 - Ansprechpartner: Webmaster