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TUGZ und TTZ werden eins

16.01.2018 -  

Mit Beginn des neuen Jahres gibt es an der Universität Magdeburg eine strukturelle Veränderung: Das Transfer- und Gründerzentrum (TUGZ) und Technologie-Transferzentrum (TTZ) wurden zusammengeschlossen, um als große Einheit die Uni bei Ausgründungen und Kooperationen mit der Wirtschaft weiter voran zu bringen. Im Interview spricht Rektor Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan über die Ziele und Vorteile der Zusammenlegung.

Portrait Prof. Strackeljan

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Welche Vision und welche Ziele verfolgt die OVGU mit der Neuordnung der Transfer- und Gründeraktivitäten?

Sowohl im Hochschulentwicklungsplan, als auch in der Zielvereinbarung der OVGU sind die Themen der „Third Mission“ wie Wissens- und Technologietransfer oder die Unterstützung von Ausgründungen wichtige Eckpfeiler. Die Erwartungshaltung, dass wir in diesem Bereich unsere Angebote ausbauen und die Rolle eines Entwicklungsmotors für die Region annehmen ist in den vergangenen Jahren spürbar gestiegen. Mit der Zusammenführung von TUGZ und TTZ erwarten wir eine deutliche Verbesserung der Transparenz, sowohl innerhalb der Universität als auch nach außen für unsere Partner in der Region. Wir wollen mit dieser Neuordnung eine kundenorientierten Beratungs-, Anlauf- und Koordinationsstelle für Wissens- und Technologietransfer, Schutzrechte und für Ausgründungen aus der OVGU schaffen sowie gleichzeitig die Effizienz durch die Bündelung von Ressourcen und Kräften erhöhen. Schließlich sehen wir auch synergistische Effekte, beispielsweise durch die hochschulweite Vernetzung und nachhaltige Unterstützung der Inkubatoren, unseren “MakerLabs”, an der Universität.

Welche Vorteile ergeben sich für die Angehörigen der OVGU, also die MitarbeiterInnen und die Studierenden, nach dem Zusammenschluss von TTZ und TUGZ?

Mit der Schaffung eines one-stop-shop für Transfer und Gründung ist eine einheitliche Anlaufstelle innerhalb der Universität gegeben, das ganzheitliche, umfassende, transparente und strukturierte Angebote sowie Regelungen für den Wissens- und Technologietransfer und für die Unterstützung von Ausgründungen managen kann. Durch die Bündelung versprechen wir uns einen weiteren Ausbau von Transferkanälen, aber auch die zusätzliche Honorierung von außergewöhnlichen Forschungsleistungen an der OVGU, beispielsweise durch eine erfolgreiche wirtschaftliche Verwertung von Erfindungen unserer Forscherinnen und Forscher.

Was genau wird sich nach dem Zusammenschluss ändern?

Jedenfalls sind keine kurzfristigen nennenswerten personellen Veränderungen oder gar ein Stellenabbau geplant. Mit der Neuordnung des Transfers reagiert die Universität auf Forderungen des Landes und nimmt den bereits eingeleiteten Generationswechsel in der Führung des TTZ vorweg. Die Zusammenführung der beiden Bereiche unter einem gemeinsamen Dach soll zunächst eine klarere und transparentere Strukturierung von Angeboten und Aufgaben schaffen, einschließlich der Neugestaltung des Webauftritts. Die erfolgreichen Angebote des TTZ wie beispielsweise Messen, Innovationsportal, oder der Forschungsbericht der OVGU werden unter das neue Dach integriert, weitergeführt und weiterentwickelt. Mittelfristig ist die Implementierung eines Qualitätsmanagement- und Qualitätssicherungssystems nach industrietypischen Maßstäben am TUGZ geplant, um die konstant hohe Qualität des Angebots sicherzustellen. Aber wir wollen die Chance zur Neuordnung von Schwerpunkten vor allem auch zur Umsetzung der Vision nutzen, die OVGU langfristig als erfolgreiche Transfer- und Gründungsuniversität in der deutschen Hochschullandschaft zu positionieren.

Welche Chancen bieten sich durch die Zusammenführung?

Wir möchten die Themen des Wissens- und Technologietransfers sowie der Ausgründungen aus der OVGU dauerhaft und sichtbar in der Universität verankern, auch nahe bei den Fakultäten und der Hochschulleitung. Die Weiterentwicklung des Patentwesens zu moderner „IP Intelligence“ und die langfristige Entwicklung eines abgestimmten und gut gemanagten Portfolios von Schutzrechten bieten uns Chancen für eine wirtschaftlich erfolgreiche Verwertung unserer Forschungsergebnisse. Der Fokus wird dabei auf nachhaltigen Verwertungsstrategien wie Lizenzverträgen und Unternehmensbeteiligungen liegen, weniger auf einem schnellen Verkauf der Patente. Dies wiederum wird uns den Aufbau und die Steuerung einer wirtschaftlich nachhaltig agierenden Tochtergesellschaft der OVGU, also einer GmbH, an der Schnittstelle zwischen Forschung und Wirtschaft ermöglichen. Mit einer solchen Tochtergesellschaft eröffnen sich der Universität zusätzliche rechtliche und steuerliche Möglichkeiten, die uns als öffentlich-rechtliche Einrichtung bislang verwehrt sind.

Wie wird die Einrichtung langfristig heißen?

Als zentrale Betriebseinheit der OVGU ist der Name „Transfer- und Gründerzentrum“ festgelegt; dieser Name war so auch bereits im Hochschulentwicklungsplan für die Jahre 2015 bis 2025, sowie in der Zielvereinbarung mit dem Land Sachsen-Anhalt vom 29. Januar 2015 festgeschrieben. Ein eingängiger Markenname für ein angemessenes Branding wird aber noch im Laufe des Jahres 2018 gesucht werden.

An dieser Stelle möchte ich meinen ausdrücklichen Dank an Frau Dr. Springer und ihr Team vom TTZ für die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre aussprechen. Ihr hohes Engagement über viele Jahre hat es uns überhaupt erst ermöglicht, mit dem Ausbau der Transfer- und Gründungsunterstützung im TUGZ die nächsten Schritte anzugehen.

Letzte Änderung: 18.01.2018 - Ansprechpartner:

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