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Innovative und nachhaltige Fördertechnik im Fokus

02.10.2017 -  

Ende September trafen sich in Magdeburg Fachleute aus Industrie und Wissenschaft, um unter dem Motto „Schüttgutfördertechnik: (Markt-)Platz für Innovationen“ Neues aus Forschung und Praxis zu erfahren. Zudem tauschten sie sich über den ressourcenschonenden und gleichzeitig effizienten Betrieb von Anlagen aus.

Die mittlerweile 22. Ausgabe der renommierten Fachtagung bot neben dem Vortragsprogramm und der begleitenden Fachausstellung an beiden Veranstaltungstagen auch ausreichend Gelegenheit zum Netzwerken. Insbesondere die Abendveranstaltung in der Johanniskirche wurde ausgiebig genutzt.

Prof. Katterfeld, Leiter des Lehrstuhls Förder- und Materialflusstechnik, konnte ca. 180 Teilnehmer aus Deutschland, Chin, der Schweiz, Österreich und den Niederlanden begrüßen. Der Teilnehmerkreis repräsentierte die gesamte einschlägige Universitätslandschaft Deutschlands sowie sämtliche, den Markt in dieser Branche bestimmende Unternehmen.

Das Highlight der Veranstaltung war die Präsentation eines komplett neuartigen Förderprinzips, mit dessen Einsatz vielfältige Problemlösungen, insbesondere im Agrar- und Nahrungsmittelbereich geschaffen werden können. Das Fördersystem „TUBO“ der renommierten BÜHLER AG aus der Schweiz wurde speziell für den Materialtransport in Brauereien und Destillerien entwickelt und setzt hier neue Maßstäbe. Dank dreidimensionaler Anlagenlayouts gestaltet sich die Anlagenplanung erheblich flexibler als bei bisherigen Systemen. Mit Hilfe des TUBO lassen sich höchste Hygienestandards verwirklichen.

Der „TUBO“ ermöglicht mit den losen Schubelementen – den TUBIT’s:

  • flexible Linienführungen,
  • reduziert die Anzahl notwendiger Übergabestellen,
  • ermöglicht variable Anlagenlayouts bei erheblicher Einsparung von Bauraum und
  • reduziert dadurch die Investitionen am Gebäude werden.

Im Vergleich zu konventionellen Transportsystemen entsteht zudem während des Förderprozesses weniger Systemreibung, so dass ein geringerer Energieverbrauch zu verzeichnen ist – auch das ein Beispiel für Entwicklung und Einsatz nachhaltiger Fördertechnik. Darüber hinaus werden durch den bei vergleichsweise niedrigen Geschwindigkeiten durchgeführten Transport im geschlossenen Rohr sowohl die zu handelnden Güter als auch die Umwelt geschont: Die Guteigenschaften bleiben erhalten und es gelangen keine Emissionen in die Arbeitsumgebung.

An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg wurde das Berechnungsmodell für den TUBO mitentwickelt und ein TUBO-Versuchsstand aufgebaut, an dem sich interessierte Tagungsteilnehmer einen unmittelbaren Eindruck von dieser Innovation verschaffen konnten.

Letzte Änderung: 13.10.2017 - Ansprechpartner:

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