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MadMUN

Nur wenige Personen besitzen die Möglichkeit in New York den Konferenzsaal des Weltsicherheitsrates zu besuchen oder in der UN-Vollversammlung Platz zu nehmen. Magdeburger Studierende nutzen Jahr für Jahr die Möglichkeit und schlüpfen vor Ort in die Rolle von Delegierten. Die studentische Initiative "Magdeburg Model United Nations" (MadMUN) hilft Studierenden in einer politischen Simulation, die Vereinten Nationen und das Systeme dahinter, besser zu verstehen. Neben einem Seminar organisiert MadMUN ehrenamtlich zudem die Teilnahme an dem deutschen Pendant zur Simulation und natürlich die Reise bzw. Teilnahme an NMUN in New York. Josephine Winkler erklärt im Gespräch die Entstehung von MadMUN und inwiefern ihr die gesammelten Erfahrungen im Studium weiterhelfen.

1. Stellen Sie sich doch bitte kurz vor:

Ich bin Josephin Winkler, eine der drei „Orgas“, die sich um die diesjährige MadMUN-Generation kümmert und sie auf die weltgrößte Simulation der Vereinten Nationen in New York vorbereitet. Ich studiere im Master Friedens- und Konfliktforschung und bin seit über einem Jahr dabei.

2. Was ist MadMUN genau?

MadMUN steht für „Magdeburg Model United Nations“ (wie es dann zum „Mad“ in MadMUN kam, entzieht sich aber meinem Wissen!). Wir suchen jedes Jahr ein paar interessierte OVGU-Studies, die motiviert sind, in die Rollen von Delegierten zu schlüpfen und ihr Land in einem UN-Gremium zu vertreten. Jedes Jahr veranstalten wir eine eigene kleine MUN-Konferenz in Magdeburg, fahren dann auf eine deutschlandweite MUN-Konferenz, um letztendlich in New York auf der weltweit größten Konferenz die Vereinten Nationen hautnah zu erleben. Im März 2017 repräsentieren unsere "MadMUNies" Indien!

3. Wie ist MadMUN entstanden und seit wann gibt es euch?

Zum ersten Mal haben unsere MUNies im Jahr 2000 an einer Simulation teilgenommen. Unser Zusammenhalt ist letztendlich Dr. Wesel vom (ehemaligen) Institut für Politikwissenschaft zu verdanken, der seit 17 Jahren aufs Neue die Schirmherrschaft für das Projekt übernimmt und den ehrenamtlichen Orgas hilft, die Delegierten für New York optimal vorzubereiten. Wir haben ein großes Netzwerk an MadMUN-Alumnis. Einigen Alumnis bin ich durch Zufall schon in diversen Kontexten begegnet. Da die MUN-Erfahrung zusammenschweißt, verstehen wir uns alle sehr gut und helfen uns gegenseitig!

MadMUNMagdeburger Studierende im Weltsicherheitsrat: Die MadMUN-Delegierten durften bei ihrem Besuch im UN-Gebäude in New York, auch in den Konferenzsaal des Weltsicherheitsrates.

4. Wie sind Sie auf MadMUN aufmerksam geworden und wieso letztendlich beigetreten?

An meiner alten Uni im Bacherlor-Studium war ich bereits aktiv bei einer Model United Nations-Gruppe. Diese Aktivität wollte ich gerne weiterführen und bin so zu MadMUN an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg gekommen.

5. Welche aktuellen Projekte setzt MadMUN derzeit um?

Anfang Dezember werden die MadMUNies die wir gerade ausbilden, ihre erste Simulation haben. Dazu fahren wir auf die Hyusburg, einem Kloster im Harz, wo uns nichts ablenken kann. Dort simulieren wir dann den UN-Sicherheitsrat zu den Themen “Re-pacifying the conflicts in the Syrian Arab Republic“ und „Communicable Diseases as Threats to Peace“.

6. Gibt es schon konkrete Pläne für die Zukunft? Was soll im kommenden Jahr anders werden?

Der Frühling von 2017 ist für uns immer die spannendste Phase. Denn hier kommen die GerMUN in Berlin und die NMUN in New York auf uns zu. Nach all der Vorbereitung auf die UNO und speziell auf unser zu spielendes Land kommt nun die wirkliche Praxis. Bisher konnten wir Magdeburg immer äußerst erfolgreich vertreten, von daher hoffen wir, dass sich hier nichts großartig ändern wird. Außerdem wünschen wir uns natürlich, dass sich 2017 einige von unseren „Delegates“ dafür begeistern können, das Projekt fortzuführen, sodass es auch ein MadMUN XVIII gibt.

7. Wie können die gesammelten Erfahrungen bei MadMUN in den Uni-Alltag eingebracht werden?

Viele gewinnen durch MadMUN deutlich mehr Selbstbewusstsein und wissen, wie sie rhetorisch und diplomatisch gut argumentieren können. Mir persönlich bringt es aber auch sehr viel für mein Studienfach. Da wir uns tiefgründig auf verschiedenste UN-Themen vorbereiten müssen. Zum Beispiel „Women in Peacebuilding“ oder „Threats to International Peace and Security Caused by Terrorist Acts“. So bin ich auch thematisch gut informiert und weiß, was international alles machbar ist und vor allem WIE.

8. Wie können Interessierte mit MadMUN schnell und einfach in Kontakt treten?

Das geht am leichtesten per Mail via madmun@ovgu.de oder über unsere Facebook-Seite. Schaut euch auch gerne unsere Homepage an!

9. Wenn ihr 2017 etwas an der Uni Magdeburg verändern könntet, dann wäre das ...

Veränderung beginnt im Kleinen: Manch Seminarleiter oder manches Gremium könnte einiges von einer gut geführten Model-UN Sitzung lernen.

10. Zum Abschluss: Was sind eure ganz persönlichen Wünsche für das Jahr 2017?

Zunächst, dass unsere diesjährige Gruppe eine unvergessliche Zeit erlebt und sie somit in die Fußstapfen ihrer Vorgänger tritt.

Letzte Änderung: 01.03.2017 - Ansprechpartner:

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