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Acagamics

Videospielentwicklung an der Universität Magdeburg können Interessierte zwar nicht direkt über ein Studium lernen, doch der Verein Acagamics e.V. bietet diese Möglichkeit außerhalb der Hörsäle. Die studentische Initiative wurde vor zehn Jahren gegründet und ist inzwischen ein fester Bestandteil der Fakultät für Informatik und auf dem Campus der Otto-von-Guericke-Universität. So bildet Acagamics eine spannende Plattform für Studierende, die Interesse an der eigenständigen Spieleentwicklung haben. Neben der Arbeit an gemeinem Videospielen, veranstaltet der Verein außerdem zahlreiche Veranstaltungen und ermöglicht erst Kontakte zur Industrie. Im Gespräch stellt uns David Magnus Henriques Acagamics vor und gibt einen Ausblick auf das Jahr 2017.

1. Stellen Sie sich doch bitte kurz vor:

Mein Name ist David Magnus Henriques, ich studiere Informatik im Bachelor und bin aktuell Vorsitzender vom Acagamics e.V.. In meiner Freizeit bereise ich gerne die Welt und fotografiere hobbymäßig.

2. Was ist Acagamics genau?

Acagamics ist ein studentischer Spieleentwickler-Verein. Wir wollen Interessierten an der Spieleentwicklung (insbesondere Studierenden) eine Plattform bieten, um Spiele entwickeln zu können. Hierzu bieten wir diverse Lehrveranstaltungen an, besuchen Fachmessen, laden Gastdozenten aus der Industrie ein um Vorträge zu halten, organisieren interne Workshops, veranstalten Game Jams und verleihen seit 2014 jährlich den Acagamics Game Award. Zudem haben wir dieses Jahr in Kooperation mit der Universität Magdeburg am 26.11. den ersten Acagamics Game Dev Day in der Festung Mark organisiert, bei dem mehrere Gastvorträge und Schüler-/ und Studentenworkshops gehalten wurden.

3. Wie ist Acagamics entstanden und seit wann gibt es euch?

Acagamics ist im Jahr 2006 entstanden, als sich Studenten der Fakultät für Informatik (FIN) dachten, dass an der Uni viel zu wenig in Richtung Spieleentwicklung gemacht wird. Seit 2011 sind wir ein gemeinnütziger Verein.

AcagamicsDer Verein Acagamics ist in Kooperation mit der Universität und der Fakultät für Informatik auch regelmäßig auf Studien-Informationsmessen vor Ort.

4. Wie sind Sie auf Acagamics aufmerksam geworden und wieso letztendlich beigetreten?

An der Fakultät für Informatik stellen sich über die Vorkurse und die Einführungswoche hinweg unsere Vereine vor. Da war es auch für mich schwierig nicht auf Acagamics aufmerksam zu werden. Da ich allerdings zu der Zeit kein direktes Interesse an der Spieleentwicklung hatte, bin ich erstmal nicht beigetreten. Erst viel später, nachdem ich einem Gastvortrag und einem Spieleabend von Acagamics beigewohnt habe, bin ich beigetreten und direkt Ressortleiter für Kultur geworden. Beigetreten bin ich, weil ich den Verein bei seiner coolen Arbeit unterstützen wollte.

5. Welche aktuellen Projekte setzt Acagamics derzeit um?

Dieses Wintersemester laufen fünf Lehrveranstaltungen. Außerdem starten im Moment ein regelmäßiger Game Design Hangout (Vortrag + Diskussion zu Game Design Themen), sowie ein Gamesclub (Diskussionen über Game Design Elemente zu einem vorher bestimmten Spiel. Ähnlich dem Bücherzirkel). Jeden Dienstag findet der Tech Treff statt, bei dem sich Mitglieder und Freunde des Vereins ihren Hobbyprojekten widmen können. Außerdem Findet im Januar wieder der Global Game Jam statt. Unregelmäßig aber etwa monatlich bringen wir auch den „Acagamics Podcast“ auf unserer Webseite heraus. Aktuelle Infos und Ankündigungen findet ihr unter acagamics.de.

6. Gibt es schon konkrete Pläne für die Zukunft? Was soll im kommenden Jahr anders werden?

Konkret wollen wir natürlich unseren Lehrveranstaltungskatalog weiterhin anbieten und bestenfalls stetig erweitern. Außerdem werden natürlich unsere diversen Rahmenveranstaltungen auch weiterhin Bestand haben. Konkrete Pläne für Änderungen im nächsten Jahr haben wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Bei uns entscheiden dort immer die Spontanität und Kreativität einzelner Mitglieder.

7. Wie können die gesammelten Erfahrungen bei Acagamics in den Uni-Alltag eingebracht werden?

Sehr viele unserer Mitglieder haben durch die Spieleentwicklung erst ordentliches Programmieren gelernt. Dieses wird im Studium nämlich oft nicht so einfach gelehrt. Außerdem befindet man sich bei uns immer in hilfsbereiter Gesellschaft. Auf den Messen und Konferenzbesuchen kann man zudem Networking-Skills ausbauen, die auch wenn man nicht in die Spieleindustrie möchte, natürlich fachübergreifend sind.

8. Wie können Interessierte mit Acagamics schnell und einfach in Kontakt treten?

Eine Mail an info@acagamics.de wird eigentlich immer schnell beantwortet. Ansonsten beißen wir auch nicht, ihr könnt also gerne zu einer unserer diversen Veranstaltungen kommen. Gute Einstiegspunkte sind aber zum Beispiel die Lehrveranstaltung „Introduction to 2D-Game-Development“ für Anfänger oder der TechTreff (Jeden Dienstag im Gebäude 29, Raum 335). Auch in Gebäude 29, Raum 229 halten wir uns häufig auf und ihr könnt gerne einfach mal klopfen.

9. Wenn ihr 2017 etwas an der Uni Magdeburg verändern könntet, dann wäre das ...

Uns würde es freuen wenn auch außerhalb der Fakultät für Informatik Spiele als ein ernsthaftes Medium und vollwertiges Kulturgut angesehen würden. Diesbezüglich haben wir durch unsere Unterstützung bei der Vertretung der Uni Magdeburg auf der Gamescom 2016, sowie unsere erfolgreiche Kooperation mit der Uni zum Game Dev Day Magdeburg schon große Schritte getan.

(Aber zu einer Dachterasse auf der FIN würden wir auch nicht Nein sagen!)

10. Zum Abschluss: Was sind eure ganz persönlichen Wünsche für das Jahr 2017?

Dass es für unseren Verein wieder mindestens genauso erfolgreich und cool wird wie 2016. Außerdem würde es uns freuen, wenn viele coole Spiele an unserer Uni entstehen und Magdeburg von der Spielebranche als guter Standort wahrgenommen wird.

Letzte Änderung: 01.03.2017 - Ansprechpartner:

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