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Gesundheitsversorgung 2037 – Visionen, Möglichkeiten und Probleme

06.06.2017 -  

Vom 11. bis 13. Juni 2017 werden auf einer internationalen Tagung an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Visionen, Möglichkeiten, aber auch sich abzeichnende Probleme bei der Gesundheitsversorgung der nächsten Jahrzehnte im Fokus stehen. Ingenieure, Mediziner, Medizingerätehersteller und Vertreter aus Forschungseinrichtungen werden sich auf der BME-IDEA-Konferenz darüber austauschen, vor welchen Herausforderungen eine hochtechnologisierte Medizintechnik im Spannungsfeld zwischen medizinischer Notwendigkeit, technischer Machbarkeit und Finanzierbarkeit steht und welche gemeinsamen Lösungsansätze es geben kann.

WAS: 5th European BME-IDEA (Biomedical Engineering – Innovation, Design and Entrepreneurship Alliance – International Healthcare Vision 2037. New Technologies, Educational Goals and Entrepreneurial Challenges.)
WANN: 11. bis 13. Juni 2017
WO: Otto-von-Guericke-Zentrum Magdeburg (Lukasklause), Schleinufer 1, 39104 Magdeburg


Von künstlichen Hüften, individuell angepasst aus dem 3D-Drucker, der telemedizinischen Versorgung von Schlaganfallpatienten, die Hunderte Kilometer vom Spezialisten trennen über den Einsatz winziger Katheter, die durch unseren Körper navigieren, kranke Organe identifizieren und punktgenau medikamentös versorgen bis hin zu Computern, die die Hände des Operateurs ersetzen oder Implantaten, mit denen wir das Hören neu erlernen: Technologisch ist in naher Zukunft vieles möglich. Nur: Was bedeuten diese innovativen Schnittstellen zwischen Mensch und Technik für die Patienten? Wie müssen Kliniken künftig personell und apparativ ausgestattet sein? Wie sind die neuen Möglichkeiten in die universitäre Lehre zu integrieren? Und, nicht zuletzt: Wer bezahlt die Highendtechnologie in der Gesundheitsversorgung, wird sie jedermann zugänglich sein?

Gesundheitssystem wird sich dramatisch verändern

„Eine immer älter werdende Bevölkerung und immer weniger personelle und finanzielle Ressourcen machen ein komplettes Umdenken in der Gesundheitsversorgung notwendig“, so Prof. Dr. Michael Friebe vom Lehrstuhl Kathetertechnologien am Institut für Medizintechnik der Universität Magdeburg. „Insbesondere Robotik, synthetische Biologie, Gentherapie und künstliche Intelligenz werden das Gesundheitssystem in den nächsten 20 Jahren dramatisch verändern. Das Problem ist aber, dass Universitäten und klinische Anwender gegenwärtig nicht oder nicht ausreichend auf die sich rasant entwickelnde Technologie vorbereitet sind bzw. keine Strategien haben, in ihrem Sinne auf die neuen Möglichkeiten, aber auch Probleme zu reagieren.“ Nur über interdisziplinäre Zusammenarbeit von Medizin, Wirtschaft und Universitäten seien neue Bildungskonzepte, Lösungen für Kosten und Finanzierungen, regionale Start-Up-Generierung, Digitalisierungsprozesse und Vernetzung zu erreichen.

Mit Lehrangeboten Trends abdecken

Rund 100 Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmer haben sich angemeldet. Darunter Vertreter von Global Playern wie General Electric Healthcare und Siemens Healthineers bis hin zu mittelständischen regionalen Unternehmen und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler renommierter Universitäten wie Stanford University, Vanderbilt, Georgia Tech, Indian Institute of Technology, dem Imperial College London oder der Charité Berlin. 

Magdeburg sei mit der starken Medizin und den medizintechnik-affinen Lehrstühlen und Studiengängen national sehr gut aufgestellt, so Prof. Friebe. „Wir müssen uns dabei auch als Visionäre etablieren und mit unseren Entwicklungsaktivitäten und Lehrangeboten Trends abdecken.“ Eine interdisziplinäre Ausbildung, zum Beispiel in Form eines ‚Healthcare Innovation Master’ oder auch einer entsprechenden internationalen Bachelorausbildung ‚Advanced Healthcare Technologies and Innovationmanagement’ seien künftig notwendig, zukunftsweisend.

Letzte Änderung: 08.11.2017 - Ansprechpartner:

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