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Gastvortrag von Dr. Eva Hofstetter-Dolega über Johann Joachim Winckelmann

07.12.2017 -  

Anlässlich des 300. Geburtstages von Johan Joachim Winkelmann wird Dr. Eva Hofstetter-Dolega von der Winckelmann-Gesellschaft in Stendal am 11. Dezember 2017 den Weg des Archäologen und Kunsthistorikers aus der Altmark zum Präsidenten der Altertümer in Rom aufzeigen. Der Lehrstuhl für Geschichte des Altertums, Prof. Dr. Martin Dreher, am Institut für Gesellschaftswissenschaften der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg lädt gemeinsam mit dem Kontaktstudium „Studieren ab 50“ an der Universität zu diesem Gastvortag ein. Die promovierte Archäologin, die zu vielen antiken Objekten des Magdeburger Kulturhistorischen Museums geforscht hat, wird auch auf aktuelle Ausstellungsobjekte aus Magdeburg Bezug nehmen. Interessierte sind herzlich zu diesem öffentlichen Gastvortrag eingeladen. Der Eintritt ist frei.

 

WAS: Johann Joachim Winckelmann (9.12.1717 bis 8.6.1768): „Edle Einfalt, stille Größe“, oder: Wie wird der Sohn eines armen Stendaler Schusters Präsident der Altertümer in Rom und Begründer von Archäologie und Kunstgeschichte?; Gastvortrag von Dr. Eva Hofstetter-Dolega, Winckelmann-Gesellschaft Stendal
WANN: 11. Dezember 2017, 17:15 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Gebäude 40, Zschokkestraße 32, Raum 231

 

Über Johan Joachim Winckelmann

Als Johan Joachim Winckelmann 1756 nach Rom kam, suchte er die zahlreichen Kunstsammlungen des Adels, z. B. in der Villa Medici, im Palazzo Borghese oder im Palazzo Giustiniani, auf und machte sich Notizen. Ihm fiel auf, dass an Statuen viele Teile ergänzt waren, einschließlich der Attribute, aufgrund derer man z. B. Götter bestimmen konnte. Waren die Attribute neuzeitlich? War die Benennung fragwürdig? Mussten neue Methoden entwickelt werden, um die Statuen zu erklären? Winckelmann beobachtete akribisch jedes Detail und zog die antike Literatur zu Rate. Erstmals bot er eine Abfolge der griechischen Kunst von Dädalus bis zum Ende Roms, indem er Kunstwerke mit schriftlich überlieferten Künstlerpersönlichkeiten verband, Porträts historischer Personen und Münzen mit einbezog und den historischen Hintergrund berücksichtigte. Ferner ging er von der Prämisse aus, dass sich Kunst von einer noch unbeholfenen Anfangsphase zu einer Blütephase steigert, die dann zu einer übertriebenen, gekünstelten Formensprache verfällt. Ohne selbst auszugraben, beobachtete er die Kontexte, aus denen die Antiken stammten und zog daraus Schlüsse auf ihre ursprüngliche Verwendung ‒ anders als damals üblich, denn da war es Zweck einer Grabung, möglichst attraktive Objekte für Sammler und Sammlungen zu erhalten. Eine Vielzahl erhaltener Briefe gibt Einblick in das bewegte Leben des Wissenschaftlers, dem ein gewaltsamer Tod ein grausiges Ende bereitete.

Letzte Änderung: 13.12.2017 - Ansprechpartner:

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