Startup School der Uni Magdeburg: Vom Campus ins eigene Unternehmen

28.07.2016 -  

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg bietet Studierenden ab sofort die Möglichkeit, sich passgenau und zielgerichtet auf eine erfolgreiche Selbständigkeit nach dem Studium vorzubereiten. Mit der Startup School entsteht ein modernes Ausbildungsprogramm für gründungsinteressierte Studentinnen und Studenten. Als Service des Transfer- und Gründerzentrums der Universität Magdeburg werden Studierende noch während des Studiums dabei unterstützt, ihre Gründungseignung zu prüfen, Geschäftsideen zu identifizieren und zu bewerten, passende Mitgründer zu finden und einen Zugang zur Gründerszene zu bekommen. Außerdem erhalten potenzielle Gründerinnen und Gründer Hilfe bei der Beantragung von Landes- und Bundesfördermitteln.

Angelehnt an US-amerikanische Gründerschmieden im Silicon Valley, der Stanford University oder in Harvard, werden an der Schnittstelle zwischen Universität und Wirtschaft belastbare Netzwerke geschaffen, die Verbindung zur regionalen und überregionalen Wirtschaft aufgebaut und die für eine Selbständigkeit notwendigen Kompetenzen vermittelt. In Workshops bearbeiten interessierte Studierende gründungsrelevante Themen, dabei reicht das Spektrum von Fragen zur Produktentwicklung über belastbare Marktanalysen bis hin zu Regeln guter Gesprächsführung mit potenziellen Kunden und Partnern.

„Gründer sind über die Entwicklung ihres Produkts hinaus mit vielen persönlichen Herausforderungen konfrontiert“, so Christian Krutzger, Leiter des Transfer- und Gründerzentrums (TUGZ) der Universität Magdeburg. „Dazu gehören das Präsentieren vor Investoren, der Kontaktaufbau zu potenziellen Kunden, aber auch die Erarbeitung eines funktionierenden Businessplans oder die Anpassung ihrer Geschäftsidee an den Markt. Mit dem modernen Ausbildungsprogramm in der Startup School möchten wir Orientierung geben, aber auch schon das nötige Handwerkszeug für die Unternehmer von morgen vermitteln.“

Fünf ego.-INKUBATOREN für Gründungswillige

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg engagiert sich bereits seit Jahren für erfolgreiche Ausgründungen. Studierenden stehen bisher fünf so genannte ego.-INKUBATOREN zur Verfügung: Entwicklungslabore, in denen sich bereits etablierte Uni-Ausgründungen in ihren Anfängen erprobten. Inzwischen gibt es zahlreiche erfolgreiche Unternehmen, die aus der Universität Magdeburg hervorgegangen sind. Beispiele dafür sind die Relenda GmbH mit Kilenda, einem Onlineshop für das Mieten von Kinderbekleidung, die App-Entwickler der Uninow GmbH oder die Hersteller von individuellen Spielzeugen der Tinker Toys GmbH.

Für die Gründungskultur am Standort Magdeburg, aber auch für das ganze Land Sachsen-Anhalt ist es von großer Bedeutung, innovative Produkte und Ideen aus der Universität in die Wirtschaft zu transferieren“, so Prof. Dr. Volkmar Leßmann, Prorektor für Forschung, Technologie und Chancengleichheit. „Daher freut es uns umso mehr, dass wir mit dem modernen Ausbildungsprogramm der Startup School an international erfolgreiche Gründerschmieden anknüpfen und so der hiesigen Gründungskultur einen weiteren Anker bieten.“

Neben dem umfangreichen Seminar- und Workshop-Angebot bietet ein Blog von und für Gründerpersönlichkeiten wichtige aktuelle Informationen aus der Start-up-Szene.

Die Startup School wird initiiert vom Projekt TUGZ Founders, das im Rahmen des Programms ego.-KONZEPT des Landes Sachsen-Anhalt auch aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert wird.

Letzte Änderung: 03.04.2017 - Ansprechpartner: M.A. Katharina Vorwerk