Bildungs- und Professionalisierungsprozesse in sozialen Welten

In den letzten Jahren sind in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen Bemühungen verstärkt zu beobachten, Bildungs-, Lern- und Qualifizierungsprozesse zu professionalisieren. Dazu gehören beispielsweise Schule, Kindergarten, Betrieb, Krankenhaus, Pflege, Gesundheit, Familie, Altenarbeit, Freizeit, Medien u.a. Klassische Berufe geraten unter Professionalisierungsdruck, entwickeln sich beispielsweise von fachschulbasierter zu fachhochschulbasierter oder sogar universitärer Ausbildung. Die Leistungssegmente informeller Lernprozesse zeigen sich im Medienbereich immer deutlicher.
Die Forschung versucht auf verschiedenen Ebenen, der sich herausbildenden Entwicklungslogik nachzuspüren. Welches sind die Trends, die sich in Lern-, Bildungs- und Qualifizierungsprozessen national, aber auch international zeigen? Was verändert sich beispielsweise inhaltlich und/oder vor allem formal in Bildungsprozessen, so dass wir berechtigt sind, davon zu sprechen, dass hier ein Professionalisierungsschub stattfindet? Welches neue Gesicht bekommt Lernen in der Wissensgesellschaft?

Auf der diesjährigen dritten NachwuchsforscherInnentagung in Magdeburg wollen wir Qualifikationsarbeiten (vorwiegend Dissertationen), die in diesem Bereich angesiedelt sind, bündeln.
Promovierende und Postdocs, die sich diesen Fragestellungen und Themen widmen, sollen im Rahmen der Tagung ihre eigenen Forschungsprojekte präsentieren und mit den Tagungsteilnehmenden diskutieren.
Die Tagung ist als Panelsektionen konzipiert. Für jedes Panel sind insgesamt 60 Minuten (min. 30 Minuten Vortrag und max. 30 Minuten Diskussion) vorgesehen.
Nach einer Kurzeinführung in das jeweilige Forschungsprojekt werden die NachwuchsforscherInnen ihre Forschungsprojekte präsentieren und ihre Forschungsergebnisse sowie ihre Forschungsdesigns mit den TagungsteilnehmerInnen diskutieren.
Die Tagung wird von einem Plenarvortrag von Prof. Dr. Michael Dick: „Qualitative und/oder Quantitative Bildungs- und Sozialforschung. Zwei Wege – ein Ziel!?“ und einer von Prof. Dr. Winfried Marotzki moderierte Podiumsdiskussion zum Thema „Trends von Bildungs- und Professionalisierungsprozessen“ gerahmt.

Die Auswahl der Beiträge erfolgt im Peer-Review anhand der Abstracts (max. 250 Wörter), die von den NachwuchsforscherInnen bis zum 1.8.2011 eingereicht werden. Die Abstracts senden Sie bitte an: zsm@ovgu.de.
Die Abstracts der für die Tagung ausgewählten Projekte werden in Vorbereitung der Tagung auf unserer Homepage veröffentlicht.
Die ReferentInnen erhalten die Möglichkeit, ihren Tagungsbeitrag in der Zeitschrift für Qualitative Sozialforschung zu veröffentlichen.
Wir übernehmen die Fahrt- und Übernachtungskosten der NachwuchswissenschaftlerInnen, die für einen Tagungsbeitrag angenommen wurden. Darüber hinaus sind diese TeilnehmerInnen vom Tagungsbeitrag (70,00 €) befreit

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