Zum 60. Geburtstag von Prof. Dr. Horst Herold

Dem Schweißen verpflichtet

Man stelle sich ein Leben ohne geschweißte Produkte vor. Unvorstellbar! Genau das wird den jungen Horst Herold vor nunmehr 40 Jahren bewogen haben, sich mit diesem Fertigungsverfahren näher auseinanderzusetzen. So entwickelte sich der Schiffbauingenieur Herold (1964-69, Universität Rostock) zu einem der führenden nationalen und internationalen Wissenschaftler auf dem Gebiet der Schweißtechnik. Am 31. Dezember 2005 feierte Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. E.h. Horst Herold seinen 60. Geburtstag.

Praktische Erfahrungen

Nach langjähriger Tätigkeit beim TÜV und als Forschungsleiter beim damaligen Metallleichtbaukombinat sammelte Prof. Herold wertvolle praktische Erfahrungen. Um sich stärker den Problemen der Schweißbarkeit widmen zu können, nahm Prof. Herold 1984 eine Dozentur an der heutigen Hochschule Köthen/Anhalt auf schweißtechnischem Gebiet an. 1988 erfolgte der Wechsel an die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (damals noch Technische Universität), an der er sich als Inhaber des Lehrstuhls Fügetechnik und jetzt als Leiter des neuen Instituts für Werkstoff- und Fügetechnik und von 1998 bis 2002 als Dekan verdient macht.

Zahlreiche Ehrungen

Schweißen verbindet, nicht nur Bauteile und Materialien …", sondern auch Menschen! Stets diesem Motto folgend, verschaffte Prof. Herold seinem Lehrstuhl nicht nur Anerkennung in den alten Bundesländern, Ost- und Westeuropa. Als Mitglied im Technical Management Board und deutscher Delegierter des Weltverbandes der Schweißtechnik (International Institute of Welding – IIW) genießt er einen hervorragenden internationalen Ruf als Fachexperte auf dem Gebiet der Schweißbarkeit von neuen und Hochleistungswerkstoffen, dessen wissenschaftliche Publikationen (inzwischen über 600) auch für australische, amerikanische und japanische Wissenschaftler von großem Interesse sind. Prof. Herold, der sich mit seinen Mitarbeitern seit vielen Jahren auch in zahlreichen AIF-,Landes- und DFG-Projekten besonders mit dem modernen Fügbarkeitskonzept innovativer Werkstoffe im Automobilbau erfolgreich beteiligt, untersucht bereits die Fügbarkeit neuer Werkstoffe für Karosse, Fahrgestell und Zubehör, die noch nicht zu Standardwerkstoffen für Automobile zählen, wie Magnesium, speziell legierte Werkstoffe und Titan.

Zahlreiche Ehrungen würdigen sein Engagement in der nationalen und internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit. 2005 wurde Prof. Herold wiederholt zum AiF-Gutachter ernannt. Er ist Träger des Ehrenringes des Deutschen Verbandes für Schweißtechnik und verwandte Verfahren e.V., Ehrendoktor der Nationalen Universität Kiew, Ukraine, Ehrenmitglied des Kiewer Schweißinstituts Paton, Mitglied der Russischen Akademie der Ingenieurwissenschaften Moskau und Ehrenprofessor der staatlichen Technischen Universität Perm, Russland.

Gemäß der alten Tradition der Magdeburger Schweißergilde schließt sich die Fakultät für Maschinenbau den guten Wünschen an Prof. Dr. Herold an und wünscht mit einem kräftigen „Schweiß-Heil" weiterhin viel Erfolg in seinem persönlichen Leben und seiner wissenschaftlichen Tätigkeit.

    Prof. Dr. Karl-Heinrich Grote