Studenten aus Odessa zum Sprach- und Studienaufenthalt in Magdeburg

Vom Schwarzen Meer an die Elbe

Ein interessantes Programm erwartete die zwölf Studierenden der Deutschen Technischen Fakultät (DTF) Odessa. Sie waren im Juli 2005 Gäste am Institut für Förder- und Baumaschinentechnik, Stahlbau, Logistik. Im Hauptstudium studieren sie Maschinenbau/Fördertechnik und Informatik an der DTF der Nationalen Polytechnischen Universität Odessa, Ukraine. Der vierwöchige Studienaufenthalt sollte dazu beitragen, die Kenntnisse der ukrainischen Studenten in der deutschen Sprache zu vertiefen und darüber hinaus auch die Universität und deutsche Unternehmen kennen zu lernen.

Seit gut zehn Jahren arbeitet Prof. Dr. Friedrich Krause vom hiesigen Institut eng mit Prof. Dr. Wladimir Semenyuk, Lehrstuhlleiter für Fördertechnik an der Universität Odessa, zusammen. Professor Semenyuk ist maßgeblich am Aufbau der Deutschen Technischen Fakultät, deren Dekan er ist und die in diesem Jahr ihr fünfjähriges Bestehen begeht, beteiligt. Beide Wissenschaftler fördern insbesondere den Studentenaustausch, der ein wichtiger Punkt in einem Rahmenvertrag über die weitere Zusammenarbeit ist. Dieser soll demnächst unterschrieben werden.

Bald neues Studienangebot

Sechs Studenten des ersten Studentenjahrgangs der DTF werden ab Oktober 2005 ihre Diplomarbeit an der Universität in Magdeburg beenden. Der Deutsche Akademische Austauschdienst finanziert im Rahmen des Leonhard-Euler-Programmes die Betreuung in der Diplomphase. Zudem soll das Studienangebot in Odessa um eine weitere Studienrichtung, nach dem Muster des Magdeburger Logistikstudiengangs, ergänzt werden.

Der Sprach- und Studienaufenthalt der Sommerstudenten wurde finanziert durch die Universität Odessa, Eigenleistungen der Studenten und durch einen Spendenfonds, den Professor Friedrich Krause von einigen Unternehmen eingeworben hatte. Die Magdeburger Universität stellte preiswerte Unterkünfte für die Studierenden und die Infrastruktur, wie kostenlose Nutzung des Sprachenzentrums, Sportzentrums und der Rechnerlabore, zur Verfügung. Das Institut für Förder- und Baumaschinentechnik, Stahlbau, Logistik hatte ein interessantes Studien- und Besuchsprogramm, das mit Hilfe der Firmen Kranbau Köthen, Förderanlagenbau Magdeburg, SAM und dem Otto-Versandlager Haldensleben ermöglicht wurde, vorbereitet. Besonders hervorzuheben ist das Engagement des NIBRA-Dachziegelwerkes in Groß Ammensleben. Das Unternehmen ludt die Studenten zu einer Besichtigung ihrer modernsten automatischen Fertigungslinie von Dachziegeln und zu einer Stadtrundfahrt, Besichtigung des Wasserstraßenkreuzes und einer Schiffsfahrt ein. Zum Programm der ukrainischen Studenten gehörte auch ein Besuch des Druckzentrums der Volksstimme in Barleben der Magdeburger Verlags- und Druckhaus GmbH.    PM/I.P.