Leibnizpreis für Axel Ockenfels

Grundlagen in Magdeburg gelegt

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft vergibt jährlich mit dem Leibnizpreis den höchstdotierten und bedeutendsten Wissenschaftspreis Deutschlands. Dieses Jahr ist der Wirtschaftswissenschaftler Axel Ockenfels einer der Preisträger. Er wird für Forschungsarbeiten ausgezeichnet, die er ganz wesentlich als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg erbracht hat.

Von 1994 bis 2002 war er am Lehrstuhl von Professor Joachim Weimann an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft tätig und hat dort auf dem Gebiet der experimentellen Wirtschaftsforschung gearbeitet. Viele seiner Arbeiten, die in dieser Zeit entstanden sind, haben internationales Aufsehen erregt. Nach seiner Habilitation ging er zunächst an das Max-Planck-Institut in Jena, um 2003 einen Ruf an die Universität zu Köln anzunehmen. Zur gleichen Zeit erhielt er auch einen Ruf an die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Letztendlich waren die Bemühungen, Axel Ockenfels für Magdeburg zurück zu gewinnen, nicht erfolgreich, wesentlich deshalb, weil der Lehrstuhl in Köln mit der Leitung eines großen Instituts verbunden war.

Die Auszeichnung von Professor Ockenfels ist aber zweifellos auch eine Auszeichnung der Forschungsleistungen, die an der Magdeburger Universität erbracht werden. Die hiesigen Wirtschaftswissenschaftler fallen nicht zum ersten Mal positiv auf. Erst unlängst landete die Fakultät im Forschungsranking des Nachrichtenmagazins Focus auf einem hervorragenden dritten Platz. Es ist zu hoffen, dass das vom Kultusminister Jan-Hendrik Olbertz eingerichtete Exzellenzprogramm die Chancen, absolute Topleute in Sachsen-Anhalt zu halten oder für das Land zu gewinnen, nachhaltig verbessern wird.   PM