Nachwuchsgruppe Entrepreneurship

Von der Ideen zum Unternehmen

Die Resonanz der vergangenen Jahre hat Prof. Dr. Matthias Raith, Inhaber des KfW-Stiftungslehrstuhls für Entrepreneurship, auch 2004 dazu bewogen, die Erfolgsstory „Nachwuchsgruppe Entrepreneurship" fortzuschreiben. So wurde nun bereits zum vierten Mal jenes einjährige Intensivausbildungsprogramm ins Leben gerufen, bei dem etwa 20 unternehmerisch denkenden Menschen die Möglichkeit geboten werden soll, sich rund um das Thema „Gründungsmanagement" zu qualifizieren.

Ziel dieses Schulungsprogramms ist es, den Teilnehmern die erforderlichen Fähigkeiten zur erfolgreichen Gründung und Führung eines Unternehmens zu vermitteln. Zur Umsetzung dieses Vorhabens werden den Interessierten insgesamt 140 Stunden Vortrags- und Projektveranstaltungen geboten, die von Trainern, Experten der jeweiligen Themengebiete sowie von Dozenten aus Wissenschaft und Politik moderiert werden. So konnte beispielsweise auch der Minister für Wirtschaft und Arbeit, Dr. Horst Rehberger, gewonnen werden, um mit den Teilnehmern die Standortpolitik des Landes Sachsen-Anhalt zu diskutieren.

Das enorme gesellschaftliche sowie politische Interesse an der Magdeburger Entrepreneurship-Ausbildung kommt für Prof. Raith und sein Team nicht überraschend, ist es ja gerade ihr Ziel, durch die Etablierung einer Gründerkultur, die durch entrepreneurische Kompetenz geprägt ist, einzelne Unternehmensgründungen zu initiieren, auf denen aufbauend dann Multiplikatorwirkungen für die gesamte Magdeburger Region erzielt werden können.

Die Entrepreneure der im Oktober 2004 angelaufenen Nachwuchsgruppe haben bereits erste praktische Erfahrungen mit den Inhalten des Ausbildungsprogramms sammeln können. Bei einem zweitägigen Workshop zur Präsentation und Rhetorik haben sie unter fachgerechter Leitung die Selbst- und Projektpräsentation trainiert, Moderationsübungen durchgeführt sowie anhand von Rollenspielen den Umgang mit spezifischen Situationen geprobt, die den angehenden Jungunternehmern immer wieder begegnen werden. Vor allem diente die Veranstaltung aber dazu, sich gegenseitig kennen zu lernen, Hemmungen abzubauen und sich für die zukünftige Arbeit aufeinander einzustellen.

Soll Spaß machen

In den kommenden Monaten werden die Mitglieder dann auch die Gelegenheit erhalten, ihre eigenen Konzeptideen zur Unternehmensgründung zu präsentieren und in der Gruppe zu diskutieren. Den Teilnehmern soll dabei auch vermittelt werden, wie man von dieser ersten Vision zu einer ausgereiften Unternehmensstrategie gelangt, wie man also die noch vage spezifizierte erste Konzeptidee in einen fundierten Business Plan umsetzten kann. Vor allem soll die bevorstehende umfangreiche Projektarbeit aber auch eins machen: Spaß! Davon gab es bereits reichlich auf der mittlerweile legendär gewordenen „Wine and Cheese Party", die jährlich im Interaktionszentrum ausgerichtet wird, damit sich die Nachwuchsgruppen aus den verschiedenen Jahren kennen lernen und ihre Erfahrungen austauschen können.   Thorsten Staak