Maschinenbau in Sachsen-Anhalt auf gutem Weg

Gegen den Trend

In Sachsen-Anhalt entwickeln wir uns in dieser Branche entgegen dem Trend", betonte Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Dr. Horst Rehberger und meint damit den Maschinenbau. Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr 2005 um 10 %, der Export gar um 20%, bei der Anzahl der Betriebe wurde gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Plus von 7 % und 116 Beschäftigten erreicht. Gesagt hat er dies Mitte Oktober 2005 auf den 7. Magdeburger Maschinenbautagen, die unter der Gesamtleitung von Prof. Dr. Roland Kasper vom Institut für Mechatronik und Antriebstechnik standen.

150 Teilnehmer

Alle zwei Jahre widmet sich diese Konferenzreihe einem hochaktuellen, dem Stand der Wissenschaft und dem Bedarf der Wirtschaft entsprechenden Themenkreis.

Über 150 Teilnehmer aus der Region und ganz Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Bulgarien, Russland, Weißrussland, Tschechien und Ungarn präsentierten und diskutierten neueste Erkenntnisse und Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der virtuellen Produkt- und Prozessentwicklung. Dazu vermittelten die Maschinenbau-Tage u.a. Entwicklungsmethoden und -strategien, Berechnungen, Modellierungen und Simulationen, Entwicklungswerkzeuge sowie mechatronische Systeme.

Die Technologien der Virtuellen Realität ermöglichen die Entwicklung, Herstellung, Inbetriebnahme und Instandhaltung von Maschinen und Anlagen sowie auch das Bedienertraining, ohne das konkrete Produkt überhaupt in den sprichwörtlichen Händen halten zu müssen. Die gesamte Produktentwicklung wird effizienter, qualitativ hochwertiger und flexibler. Innovationen können schneller und anschaulicher realisiert werden. Ein wichtiger Wettbewerbsvorteil für den internationalen Markt, auf dem die Unternehmen bestehen müssen. Ein Grund für die internationale Ausrichtung der Konferenz und die Anbindung der Kooperationsbörse INTERTECH 2005. Die richtigen Partner ob nun für Forschungskooperationen, Geschäftskontakte oder bei wirtschaftsfördernden Organisationen zu finden, ist zeit- und kostenintensiv. Die Kooperationsbörse bot die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme. Über 400 Gespräche gab es. Vor allem in den Branchen Maschinenbau, Automobilzulieferer, Medizintechnik oder Biotechnologie trafen sich Unternehmen aus der Region mit Interessenten aus England, den Niederlanden, den USA oder China.   Ines Perl