Kindervorlesungen füllten wieder Hörsaal

Von der Schutztruppe im Blut

Auf eine Entdeckungsreise rund um das Blut nahm Prof. Dr. Marcell U. Heim vom Institut für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie mit Blutbank Mitte Oktober 2005 die kleinen Kinderstudenten in seiner Vorlesung „Was schwimmt im Blut und schützt unseren Körper" mit.

In den Adern schwimmen im Blutplasma viele verschiedene Blutzellen, die zum Teil Sauerstoff transportieren oder Abwehrstoffe produzieren oder selbst als körpereigene Polizei fremde Zellen direkt angreifen. Für jeden Krankheitserreger gibt es ein eigenes weißes Blutkörperchen. In allen Ecken des Körpers stehen diese Zellen zu jeder Zeit bei Gefahr zur Verfügung. In einem kurzen Trickfilm verfolgten die kleinen Studenten gebannt den Einsatz der körpereigenen Schutztruppe. Diese segensreiche Abwehr gegen alle möglichen Eindringlinge erschwert aber auch sehr oft lebensrettende Maßnahmen, wie zum Beispiel die Bluttransfusion oder die Organübertragung. Wozu hat der Mensch auf seinen Blutzellen verschiedene Blutgruppenmerkmale? Auch darauf gab es Antwort. Und wie die Blutgruppen bestimmt werden, bekamen die Studies direkt vorgeführt.

Nach einer kleinen Pause führte Dr. Reinhold Wandel vom Institut für fremdsprachliche Philologien die kleinen Zuhörer in die Welt einer anderen Sprache und erläuterte ihnen „Warum Englisch wichtig ist". Überall im täglichen Leben begegnen ihnen englische Wörter: T-Shirt, Gameboy, Party, chatten, download und, und, und. Die lassen sich sogar rappen. Gut 200 bis 300 Anglizismen verwendet heute ein Zehnjähriger. Doch Vorsicht, allzu oft schleichen sich auch scheinbare Anglizismen wie Handy, Showmaster oder Oldtimer dazwischen.

In der Vorlesung vermittelte Dr. Wandel den Kindern auch, warum Englisch eine ‚Weltsprache' und internationale Verkehrssprache, eine ‚lingua franca' ist, in welchen Bereichen und Berufen Englisch unerlässlich ist. Wo überall Englisch gesprochen wird, erfuhren die Kinder von Studentinnen u.a. aus Indien, Malaysia oder Kanada. Außerdem konnten die kleinen Gäste mit ein paar einfachen Regeln englische Wörter ins Deutsche übertragen. Und wurde es bei dem Übereifer, den die kleinen Studenten an den Tag legten ab und zu doch etwas laut im Hörsaal, brachte ein energisches „Shut up!" von Dr. Wandel die Kinderstudenten wieder zur Ruhe.

Eltern, Großeltern, Geschwister oder Freunde und Verwandte, die die kleinen Studenten zur Kindervorlesung begleiteten, hatten die Möglichkeit, das Geschehen im Hörsaal 5 per Videoübertragung im Hörsaal 2 zu verfolgen.   Ines Perl