Kickoff-Meeting zu Studentenprojekt

Logistik im Krankenhaus

Logistik durchdringt viele Bereiche des täglichen Lebens. Im Zusammenhang mit Krankenhäusern denkt nicht jeder sofort an die Logistik, die hierbei erforderlich ist. Neben der Behandlung und Pflege der Patienten durch das Arzt- und Pflegepersonal existieren wie in einem Unternehmen auch viele Material-, Werte- und Informationsflüsse, die zu koordinieren sind. Hinter dem Begriff der Krankenhauslogistik verbergen sich diese Probleme, die für den Krankenhausbetrieb täglich als Dienstleistungen reibungslos zu sichern sind.

An Bedeutung gewonnen hat die logistische Sichtweise in diesem Anwendungsgebiet durch die hohe Spezialisierung der Ärzte und Kliniken sowie die Notwendigkeit, verantwortungsbewusst mit den Ressourcen umzugehen. Die Organisation der Abläufe und die Logistikleistungen werden durch spezielle Abteilungen, die sich u.a. um die Materialflüsse der Ver- und Entsorgung, wie z.B. mit Patientenessen, Wäsche, medizintechnischen Geräten, Hauspost usw., kümmern, erbracht.

Durch Umbau und Erweiterung des Städtischen Klinikums Magdeburg (Standort Olvenstedt) ergeben sich insbesondere für die Abteilungen „Allgemeine Dienstleistungen" und „OP-Pflege/Sterilisation" viele neue Organisationsprobleme.

Hierbei helfen im Bereich der Krankenhauslogistik seit Beginn des neuen Wintersemesters fünf Studentinnen und drei Studenten des Studienganges Wirtschaftsingenieurwesen für Logistik. Sie werden in den kommenden Monaten ihr Praktikum bzw. ihre Studien- und Diplomarbeiten absolvieren. Dabei sind vor allem die vorhandenen Logistikprozesse zu analysieren, kritisch zu betrachten und neu zu gestalten.

Betreut werden sie vom Städtischen Klinikum durch Anke Trey (Pflegedienstleiterin), Helga Fink (Allgemeine Dienstleistungen) und Uta Kraatz (OP-Pflege/Sterilisation) sowie vom Lehrstuhl für Logistik, vertreten durch Prof. Dr. Dietrich Ziems, Dr. Elke Glistau und Daniela Düring.

Anfang Oktober 2004 fand das Kickoff-Meeting statt, bei dem die verschiedenen Aufgabenstellungen geklärt und die weitere Vorgehensweise abgestimmt wurden. Der Betriebsleiter des Städtischen Klinikums, Heinz-Joachim Schmitt, begrüßte die Studierenden und zeigte seine Freude über das studentische und universitäre Engagement für das Städtische Klinikum.

Da gleichzeitig acht Arbeiten auf diesem Logistikgebiet bearbeitet werden, ist geplant, im Rahmen eines studentischen Arbeitskreises einen Erfahrungsaustausch aufzubauen.

   Daniela Düring