Feierliche Immatrikulation von 3000 neuen Studierenden an der Universität

Neue Angebote waren besonders gefragt

Das Interesse, ein Studium an der Magdeburger Universität aufzunehmen ist groß und ungebrochen. Auf einem Festakt wurden Anfang Oktober 2004 im AMO Kultur- und Kongresshaus 3000 neue Studierende immatrikuliert, die in einem der 62 Studiengänge ihr Studium an unserer Universität aufgenommen haben. Unter ihnen sind auch etwa 350 ausländische Studenten, die aus 88 Ländern kommen.

Sieben Studiengänge bietet die Universität ab diesem Wintersemester neu an. Dazu gehören u.a. der Diplomstudiengang „Biosystemtechnik" oder die Bachelorstudiengänge „Medienbildung: Visuelle Kultur und Kommunikation", „Sicherheit und Gefahrenabwehr", gemeinsam mit der Hochschule Magdeburg-Standal, oder „Ingenieurinformatik", der zum Diplom oder Master weitergeführt werden kann. Diese neuen Studienangebote waren sehr gefragt bei den Bewerbern. Etwa 50 Prozent der Studiengänge können in Magdeburg bereits mit den internationalen Abschlüssen Bachelor bzw. Master beendet werden, beispielsweise „Management and Economics", „Computermathematik" oder „Elektrische Energiesysteme". Eine erneute Steigerung der Einschreibungen hat es in diesem Jahr auch wieder in den ingenieurwissenschaftlichen Studienfächern gegeben.

In seiner Begrüßung betonte der Prorektor für Studium und Lehre, Professor Volker Linneweber, dass die Magdeburger Universität ausgezeichnete Voraussetzungen habe, die Studenten gut auszubilden. Dazu tragen u.a. das exzellente Betreuungsverhältnis und ein effektiv gestaltetes Studium, das in der Regel ein Semester früher als im Bundesdurchschnitt abgeschlossen werden kann, bei. Er machte darauf aufmerksam, dass die Angebote der Universität und die Gestaltung der Studienbedingungen als gesellschaftliche Verantwortung verstanden würden.

Anna Maria Haase vom Studentenrat forderte die neuen Studenten auf, die Möglichkeiten zu nutzen, die die Universität biete – Fachwissen in Laboren, Hörsälen und Bibliotheken zu erwerben, gleichzeitig aber auch das menschliche Miteinander, Freundschaften, Kommunikation und Zusammenarbeit zu pflegen. Studium bringe mehr Freiheiten als die Schule, aber auch mehr Verantwortung für richtige Entscheidungen und den sinnvollen Umgang mit der Zeit.

Auf dem richtigen Weg

In seiner Festrede ging Rektor Prof. Dr. Klaus Erich Pollmann darauf ein, dass der Senat der Universität im Frühjahr aus der Not heraus beschlossen hatte, einige Studiengänge mit einer örtlichen Zulassungsbeschränkung, einem „numerus clausus", zu belegen. Dies sei jedoch notwendig gewesen, um weiterhin das hohe Niveau der Lehre und der Studienbedingungen garantieren zu können. Die zunehmenden Angebote von Bachelor- und Masterstudiengängen wertete der Rektor als eine richtige Richtung der Universität auf dem Weg, die dringend notwendige Verkürzung der Studienzeiten zu erreichen und junge Leute in ihrer Ausbildung schneller auf ihre beruflichen Tätigkeiten vorzubereiten.

Eine gute Tradition wurde auch in diesem Jahr fortgesetzt. Neun Absolventen wurden mit dem Fakultätspreis 2004 geehrt. Sie alle haben während ihres Studiums hervorragende Leistungen gezeigt und mit einer Durchschnittsnote zwischen 1,0 bis 1,5 abgeschlossen. Die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg stiftete wie in jedem Jahr eine in Silber geprägte Medaille für jeden Fakultätspreisträger.

Zum 8. Mal konnte der Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes verliehen werden. Anna Samol aus Polen, Studentin der Politikwissenschaft und Soziologie im Magisterstudiengang, erhielt ihn für ihre sehr guten Studienergebnisse und ihr gesellschaftspolitisches Interesse sowie ihr Engagement in der studentischen Selbstverwaltung. Darüber hinaus wirke die Kommilitonin als Botschafterin für Völkerverständigung und kulturellen Austausch durch ihre Aktivitäten in den deutsch-polnischen Austausch- und Kooperationsbeziehungen, hieß es in der Laudatio.

   Ines Perl