Siemensbereichsvorstand Helmut Gierse besuchte Universität

Eine lebendige Kooperation

Helmut Gierse, Bereichsvorstand Automation and Drives der Siemens AG, besuchte Ende September 2004 die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Im vergangenen Jahr hatte er die Patenschaft für die Universität übernommen.

Rektor Professor Klaus Erich Pollmann erörterte in einem Gespräch mit dem Gast die bisherige Kooperation und künftige Pläne. Beide Seiten betonten, dass eine lebendige Kooperation sowohl für die Universität als auch für die Siemens AG von Vorteil sei. Dem Gespräch im Rektorat, an dem auch Sigbert Göbel, Sprecher der Niederlassung Magdeburg der Siemens AG, und Professor Zbigniew Styczynski, Dekan der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik, teilnahmen, folgte ein Rundgang durch Labore der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik und die Einweihung des neugestalteten Eingangsbereiches des Fakultätsgebäudes, des Werner-von-Siemens-Gebäudes.

Am Institut für Automatisierungstechnik hatte Helmut Gierse Gelegenheit, sich vom nutzbringenden Einsatz der von Siemens im vergangenen Jahr zur Verfügung gestellten Gerätetechnik im Wert von 10000 Euro zu überzeugen. Erweitert wurde damit die Batch-Anlage, ein Anlagenmodell aus der Chemieindustrie, im Labor Automatisierungstechnik. Mit der Hightech-Anlage können innovative Automatisierungskonzepte an praktischen Beispielen erprobt werden. Besonders interessierte den Gast der Einsatz dieses modernen Modells für Laborpraktika in der studentischen Ausbildung.

Den symbolischen Startschuss gab Helmut Gierse für ein Multimedialabor für Simulation und Planung. In Kooperation von Siemens und der Fakultät entstand am Lehrstuhl für Leistungselektronik und elektrische Netze ein Labor mit zwölf Computerarbeitsplätzen für Studierende und einem Smartboard (Rückprojektionswand). Ab diesem Wintersemester gehe hier ein E-Learning-Projekt mit modernster Software für die Lehrveranstaltung „Regenerative Energien" in die Testphase, erläuterte der aus Bulgarien kommende Doktorand Angel Angelov. Der Gast interessierte sich besonders für Möglichkeiten der Übertragung des Projekts auf die von Siemens angebotenen Weiterbildungen.

Die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik verbinden engste Kontakte mit der Siemens AG sowohl bei der studentischen Ausbildung als auch bei der wissenschaftlichen Arbeit. Gemeinsam wurden Doppeldiplomstudiengänge mit der TH Wroclaw (Polen) und der TH Donezk (Ukraine) aufgebaut. Forschungen werden mit Abteilungen der Siemens AG in Erlangen, Nürnberg, Karlsruhe oder München betrieben. Unter anderem werden die Probleme der Anbindung von dezentraler Erzeugung von Energie (z.B. Windanlagen) und die optimale Verkehrsführung untersucht, moderne Sensoren erforscht und die automatische Bearbeitung von Bildern für die Medizin oder Kommunikation wird im Rahmen der Forschungsarbeiten an der Universität Magdeburg verbessert.   Ines Perl