Neue Pfarrer in der Evangelischen Studentengemeinde

In wissenschaftlichen Diskurs einbringen

Das evangelische Hochschul- und Studierendenpfarramt in Magdeburg ist neu besetzt worden. Pfarrerin Ulrike Kaffka und Pfarrer Dr. Holger Kaffka teilen sich seit Anfang September 2004 diese Aufgabe. Die zuständige Landeskirche hatte zuvor eine Aufstockung der Stelle von 50 auf 100 Prozent beschlossen. Dies ist ein erster Schritt in Richtung auf eine Weiterentwicklung der Hochschularbeit der evangelischen Kirche an den Standorten Magdeburg und Stendal sowie in ganz Sachsen-Anhalt.

Zu den Aufgaben des Ehepaares gehören neben der Leitung der Evangelischen Studentengemeinde Magdeburg auch die Beratung und Unterstützung ausländischer Studierender und der Dienst der evangelischen Kirche an der Universität und an der Fachhochschule.

Gerade in der Zusammenarbeit zwischen Kirche und Hochschulen geht Magdeburg schon seit Jahren einen besonders intensiven Weg. Der wissenschaftliche Dialog und die geistliche Gemeinschaft in akademischen Gottesdiensten ist vor allem Anliegen des Evangelischen Hochschulbeirates. Pfarrer Dr. Kaffka wird Mitglied des Hochschulbeirates sein und sehr eng mit dem Hochschulbeauftragten der evangelischen Kirche, Prof. Harald Schultze, zusammen arbeiten. Er freut sich darauf, in den wissenschaftlichen Diskurs an den Hochschulen verstärkt die Fragestellungen einzubringen, die sich aus dem Evangelium und dem christlichen Glauben ergeben. Dabei liegt ihm insbesondere an einer Verknüpfung wissenschaftlicher Forschung und Lehre mit Überlegungen zur Humanisierung des Zusammenlebens der Menschen in einer zunehmend globalisierten Gesellschaft.

Für ausländische Studenten

Im Sinne eines „studium generale" kann er sich auch eine Beteiligung an Bildungsangeboten der Universität vorstellen, die die christlichen Grundlagen unserer Kultur vermitteln und zur Gewissensbildung beitragen wollen.

Pfarrerin Ulrike Kaffka wird ihren Schwerpunkt neben der Arbeit in der Studentengemeinde bei der Beratung ausländischer Studierender haben. Dabei geht es sowohl um die Beantragung von finanziellen Beihilfen aus dem ökumenischen Notfonds des Diakonischen Werkes und die Beratung in Studienfragen, als auch um die seelsorgerliche Begleitung. Mit dieser Arbeit verbindet Pfarrerin Ulrike Kaffka den Wunsch, ausländischen Studierenden in der Gemeinschaft der Studentengemeinde auch eine geistliche Beheimatung zu ermöglichen.

Beide Inhaber der Pfarrstelle betonen, dass sie vor allem mit Seelsorge beauftragt sind. Das Angebot seelsorgerlicher Begleitung und Beratung richtet sich nicht nur an die Studierenden, sondern gerade auch an Lehrende und andere Mitarbeitende im akademischen Bereich. Hier liegt wohl einer der Gründe für die Personalentscheidung der Kirche, die mit dem Ehepaar Kaffka eine Theologin und einen Theologen mit speziellen Ausbildungen in Seelsorge und Beratung eingesetzt hat. „Auch der Dialog über die Generationen hinweg ist uns ein besonderes Anliegen", sagt Dr. Holger Kaffka. „Wir können uns beispielsweise regelmäßige Stammtische vorstellen, in denen Studierende und Lehrende zusammenkommen, um über das zu reden, was sie beschäftigt."

Mit dem generationenübergreifenden Dialog haben beide Erfahrungen aus ihrer letzten Stelle. Nach der akademischen Ausbildung haben sie bis zum Sommer etwa zehn Jahre lang vier Landgemeinden in Nordthüringen seelsorgerlich begleitet. 

Lesen Sie auch den Bericht zum 50-jährigen Bestehen der Evangelischen Studentengemeinde.

  PM