Würde eines Ehrensenators für Prof. Dr. Alois Wenig

Ein überzeugendes Konzept

Der Senat der Otto-von-Guericke-Universität verlieh Prof. Dr. Alois Wenig von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg für seine großen Verdienste um die Entwicklung der Universität, die er sich als Gründungsdekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft erworben hat, die Würde eines Ehrensenators. Übergeben wurde die Ehrung während der Festveranstaltung anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Fakultät. Der Rektor, Prof. Dr. Klaus Erich Pollmann, erinnerte kurz an den Weg von der Sektion für Sozialistische Betriebswirtschaft hin zur neuen wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. Diese Gründungsphase sei dadurch gekennzeichnet gewesen, dass die Zeit immer knapp war, Improvisation regierte und alles sofort geschehen musste. Prof. Gerhard Schwödiauer, Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insb. Wirtschaftstheorie, sagte über den Ehrensenator, er habe immer genau gewusst, was er wollte und ein überzeugendes, zukunftsweisendes Konzept der Einheit der Wirtschaftswissenschaft für die zu gründende Fakultät vorgelegt. Alois Wenig studierte Wirtschaftwissenschaften an den Universitäten München, Kiel und Köln und anschließend Mathematik an der Universität Kiel. Er war Stipendiat des Cusanuswerks und der VolkswagenStiftung und hatte Professuren an den Universitäten Regensburg und Bielefeld inne bevor er den Ruf an die Fernuniversität Hagen annahm. In Bielefeld war Professor Wenig Vorsitzender des Gründungsausschusses und Gründungsdekan der dortigen wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. Alois Wenig nahm Gastprofessuren an den Universitäten Technion Haifa, National Taiwan University, New York University, Universität Tel Aviv und Universität Sfax, Tunesien, wahr. 1993 wechselte er an die Universität Halle-Wittenberg, nachdem er 1992/93 in Magdeburg die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät aufgebaut hatte. 

Seine Forschungsinteressen liegen hauptsächlich auf dem Gebiet der ökonomischen Theorie mit einem Schwerpunkt in der mathematischen Wirtschaftstheorie, hierbei besonders die Verteilungstheorie, die Konjunkturtheorie, Marktprozesse, Bevölkerungsökonomie und Institutionenökonomie. 

In seinen Dankesworten sprach Professor Wenig von einem Gefühl der Dankbarkeit und Verpflichtung, das er gegenüber der Fakultät habe. Nicht er allein habe das Konzept der Fakultät erarbeitet, sondern eine Gründungskommission. Dass die Fakultät für Wirtschaftswissenschaft nur erstklassig ausgewiesene Kollegen berufen habe und die Dekane immer umsichtig und voller Ideen waren, nannte Professor Wenig als Gründe für den Erfolg der Fakultät. Er dankte all jenen, die ihn in der Gründungsphase unterstützt hätten, die Rektoren Prof. Richard Teßmer, Prof. Harald Böttger und Prof. Jürgen Dassow, der Kanzler Wolfgang Lehnecke, die Sekretärin Carola Fuchs, der Referent Dr. Reiner Patzsch sowie die studentischen Vertreter.
Ines Perl