Tätigkeitsbericht, Podiumsdiskussion und Projektteam

Personalversammlung unterm Fragezeichen

Der Personalrat der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (ohne Medizinische Fakultät) hatte am 29. September 2003 zur Personalversammlung geladen. Im vollbesetzten Hörsaal V erläuterte die Vorsitzende des Personalrats, Sabine Schmolke, zunächst die wichtigsten Aussagen des Tätigkeitsberichtes des Personalrats September 2002- September 2003. Der volle Wortlaut des Tätigkeitsberichtes ist im Internet unter www.uni-magdeburg.de/prat/position.html abrufbar.

Voll Spannung wurde eine angekündigte Podiumsdiskussion zu künftigen Hochschulstrukturen und zu leistenden Einsparungen erwartet, an welcher der Rektor der Universität, Prof. Dr. Klaus Erich Pollmann, der Kanzler, Wolfgang Lehnecke, der Vertreter der GEW, Prof Dr. Hans-Dieter Klein, sowie Werner Theis, Fachbereichsleiter ver.di Sachsen-Anhalt, teilnahmen. Leider fand die sicher langfristig geplante Personalversammlung inmitten noch laufender entscheidender Verhandlungen statt, so dass die sicher kompetenten Gesprächspartner, allesamt Akteure der Verhandlungen mit der Landesregierung, mit Hinweis auf diese keine konkreten Verhandlungsergebnisse mitteilen konnten.

Zumindest die Tarifverhandlungen für die Angestellten und Arbeiter im öffentlichen Dienst zwischen den Gewerkschaften und Sachsen-Anhalts Landesregierung sind in den frühen Morgenstunden des 1. Oktober zum Abschluss gekommen. Demnach sichert der am 1. Januar 2004 in Kraft tretende Vertrag bis Mitte 2008 Kündigungsschutz zu. Im Gegenzug sollen die Beschäftigten Arbeitszeit- und Gehaltsreduzierungen hinnehmen.

Die durch den Tarifvertrag erzielten Einsparungen an Personalkosten werden auf die Millionen-Kürzungen angerechnet, welche die Hochschulen ab 2006 über sich ergehen lassen müssen.

Ein interdisziplinäres Projekteam stellte Prof. Dr. Birgitta Wolff, Lehrstuhl Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Internationales Management, vor. Es besteht aus sachkundigen Mitarbeitern der Universität und soll von innen heraus Vorschläge zu Strukurverbesserungen, mehr Effizienz und Einsparpotenzialen erarbeiten. Hier sind alle Universitätsangehörigen zur Mitarbeit aufgefordert.
Gerald Christopeit