Festkonzert zum Universitätsjubiläum

Des Anlasses würdig

Die Nachtgesänge von Manfred Schubert und Georg Friedrich Händels Dettinger Te Deum hatte Günter Hoff für das Festkonzert anlässlich des Universitätsjubiläums ausgewählt. Bariton Mario Hoff sang die 1986 zum 750-jährigen Jubiläum der Stadt Berlin entstandenen Nachtgesänge für mittlere Stimme und kleines Orchester oder Kammerensemble. Begleitet wurde der Bariton von der Magdeburgischen Philharmonie, dirigiert von Kirchenmusikdirektor Günther Hoff. Auf die einfühlsamen, in ihrer schlichten Schönheit bestechenden Vertonungen von Gedichten Goethes richtete Manfred Schubert (*1937) sein Augenmerk. Für diesen Zyklus hatte sich der Komponist fünf Vertonungen von Goethe-Texten durch Carl Friedrich Zelter ausgesucht. Dabei ginge es ihm nicht, so schrieb er in der Partitur, darum, die Lieder zu "modernisieren". Sie sollten in ihrer Eigenart und Substanz erhalten bleiben, durch die instrumentale Einfärbung und damit notwendig zusammenhängenden Ergänzungen, wie die beiden Intermezzi, lediglich angereichert werden. Der Komponist war zum Festkonzert zugegen.

In einer Einstudierung von Hans-Martin Uhle interpretierten der Magdeburger Universitätschor und der A-Cappella-Chor e.V. Halle im zweiten Teil des Konzerts das wohl kraftvollste, wirkungsvollste und monumentalste Te Deum Händels (1685-1759) für Soli, Chor und Orchester. Als Kurfürst Georg von Hannover im so genannten "Österreichischen Erbfolgekrieg" in der Schlacht bei Dettingen einen Sieg errungen hatte, verfasste Händel ein Te Deum, um damit dem militärischen Sieg musikalischen Glanz zu verleihen. Der einstige nach seinen Anfangsworten "Te Deum laudamus" benannte feierliche Lob-, Dank- und Bittgesang der römischen Kirche galt seit spätestens der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts nicht mehr allein der Ehre Gottes, sondern vielmehr dem Ruhme eines Herrschers. Als Solisten traten Jana Reider, Sporan, Britta Schwarz, Alt, Uwe Stickert, Tenor, und Mario Hoff, Bariton auf, am Cembalo Stefan Nusser.

Ein Konzert, würdig des Anlasses.

Ines Perl