Von automatischer Hardwareerkennung bis Virenscan

Tipps und Infos aus dem URZ

Aktuellen IT-Themen des Universitätsrechenzentrums (URZ) und der Universität standen im Mittelpunkt des diesjährigen Info-Tages, zu dem das URZ Ende März 2003 eingeladen hatte.

Zum Thema Uni-Datennetz wurde sowohl über Stand und Ausblick (Wilfried Mors) als auch über Aspekte des zentralen Mail-Service (Virenchecker, SPAM-Bekämpfung, Mailinglisten-Management) berichtet. Margrit Lottmann verblüffte die Teilnehmer mit der Aussage, dass von den täglich ungefähr 23000 E-Mails, die das zentrale MailRelay des URZ durchlaufen, etwa 8000 E-Mails (Spam, Viren) abgewiesen werden.

Eigbert Riewald demonstrierte eine Software-Ferninstallation mit Hilfe des Programms NetInstall und wies auf Nutzen und Probleme bei der bisherigen Einführung hin.

Über Windows2000-Server

Als Gast berichtete Dr. Hans-Georg Baldauf, Institut für Maschinen- und Antriebstechnik, über eigene Erfahrungen bezüglich der Sicherheit beim Betrieb von Windows2000-Servern. Seine Hinweise sind für jeden Administrator eines Windows2000-Servers von großem Wert.

Dr. Jörg Schulenburg, URZ, erörterte die Benutzung des Programms Exceed unter SSH-Bedingungen (Secure Shell). Besondere Aufmerksamkeit wurde ihm aber bei der Demonstration des Programms Knoppix (Knopper's Unix) zuteil. Knoppix ist eine komplett von CD lauffähige Zusammenstellung von GNU/Linux Software mit automatischer Hardwareerkennung. Bei der Anwendung ist keinerlei Installation auf einer Festplatte notwendig. Knoppix eignet sich damit u.a. als Hilfsmittel zur Datenrettung und zur Systemreparatur auch anderer Betriebssysteme.

Abschließend wurde vom Veranstalter noch auf einige Aspekte zur Beschaffung von Software aus zentralen Haushaltsmitteln hingewiesen. Der Bedarf an Software wächst ungebrochen. Auch in nichttechnischen Bereichen steigt der Bedarf an kommerzieller Spezialsoftware. Entsprechend ist die Antragssituation im URZ weiter angespannt. Nach wie vor sollte aber bei der Bewertung des Bedarfes auch public domain-Software nicht außer Acht gelassen werden. Über den DV-Beauftragten kann z. B. die StarOffice 6.0-CD kostenlos empfangen werden.

Übrigens ist der DV-Beauftragte eines Instituts immer der erste Ansprechpartner für das URZ, wenn es um Fragen aus der Informationstechnologie geht. Dabei muss er einerseits Informationen aus dem URZ an die geeigneten Stellen im Institut weiterleiten, andererseits soll er die Wünsche und Anregungen aus dem Institut an das URZ herantragen. Er muss als langfristig Beschäftigter und Kenner der Institutsressourcen autorisiert sein für Software-Beantragung und Lizenzverwaltung sowie für IP-Adressen- und Namensverwaltung. Viele dieser DV-Beauftragten konnten am URZ-Info-Tag begrüßt werden.
Dr. Bernd Goes