Wertvolle Beiträge für Lehre und Forschung

Im Softwarepraktikum

Für den Studiengang Computervisualistik ist im Grundstudium ein Softwarepraktikum vorgesehen. Dabei sollen Gruppen von maximal vier Studierenden unter Anleitung von Wissenschaftlern selbstständig Programme konzipieren und implementieren. Die Aufgaben werden von je einem Betreuer aus dem Institut für Simulation und Graphik und einer anderen Fachrichtung begleitet, z.B. aus einem Anwendungsfach (Wahlpflichtfach aus einer ingenieurwissenschaftlichen Disziplin oder der Medizin) oder einem Grundlagenfach wie Mathematik.

Die Softwarepraktika haben seit dem Start des Studienganges gezeigt, dass die Studierenden sehr aufgeschlossen und engagiert an diese Aufgabe herangehen und bereits in einer frühen Phase des Studiums wertvolle Beiträge für Lehre und Forschung leisten können. Zwei Beispiele sollen das illustrieren.

Im Rahmen von gemeinsamen Aufgabenstellungen aus dem Institut für Simulation und Graphik und dem Institut für Werkstofftechnik und Werkstoffprüfung wurden Programme entwickelt, die zum Quantifizieren der Topographie von Werkstoffoberflächen, z.B. Bruch- und Verschleißflächen, dienen. Als Ergebnis entstand ein wertvolles Programm zum Visualisieren von Berechnungsergebnissen, die im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten interdisziplinären Forschungsprojektes erhalten werden. Mittlerweile sind in das Basisprogramm weitere eigenentwickelte Tools unter der Koordination des Studenten Mathias Gumz implementiert worden. Dieses Resultat des Softwarepraktikums ist ein wichtiger Beitrag zum Gesamterfolg des Forschungsprojektes.

Mathe macht Spaß

Erfahrungen zeigen, dass die Erstsemestler der Informatik und Computervisualistik erhebliche Schwierigkeiten in der Mathematik haben. So wurde in Diskussionen mit Studierenden die Idee eines unterstützenden Programms geboren. Zehn Studentinnen der Computervisualistik stellten ihre Softwarepraktika unter das Motto "Mathe macht Spaß!". Mit ausgewählten Visualisierungen zur Algebra wollen sie den Erstsemestlern helfen, Anfangsschwierigkeiten in der Mathematik zu überwinden. Interessenten können sich auf der Homepage einen eigenen Eindruck verschaffen und die Software über abrufen. Die Studentinnen haben in sehr selbstständiger Arbeit ein Tool entwickelt, das auch in der Zukunft ausbaufähig ist, was insbesondere der Arbeit von Petra Neumann zu verdanken ist.

Die Zusammenarbeit mit den Studierenden zeigt: Bereits in frühen Semestern können den Studierenden anspruchsvolle Aufgaben übertragen werden und ihre Beteiligung an konkreten Lehr- und Forschungsaufgaben ist eine zusätzliche Studienmotivation. Die gemeinsame Betreuung durch Mitglieder verschiedener Institute gibt darüber hinaus Impulse für interdisziplinäre Forschungsprojekte.
Prof. Dr. Heidemarie Bräsel, Prof. Dr. Ulrich Wendt