Immatrikulation 2002

Nachfrage ungebrochen

In einer Feierstunde im Kultur- und Kongresshaus AMO wurden Anfang Oktober 2002 rund 2 160 neue Studierende immatrikuliert. Insgesamt studieren nun an der Universität ca. 9 800 junge Leute in 56 Studiengängen. Trotz der erwarteten neuerlichen Auswirkungen des in Sachsen-Anhalt fehlenden Abiturjahrganges 2001 auf die Bewerberzahlen - die männlichen Abiturienten waren zunächst für ein Jahr bei der Bundeswehr oder zum Zivildienst - war die Nachfrage ungebrochen. Großen Zulauf hatten die wirtschafts-, geistes- und sozialwissenschaftlichen Studiengänge, die Medizin und die Psychologie. Besonders begehrt waren die seit vergangenem Studienjahr etablierten Studiengänge "Cultural Engineering" und "European Studies". In beiden Studiengängen kamen zehn Bewerber auf einen Studienplatz.

Christian Köhler, Sprecher des Studentenrates, begrüßte die neuen Kommilitonen und ermunterte sie, sich ins Studentenleben einzubringen, sich neben dem Studium in Gremien, Studentenvertretungen oder den zahlreichen studentischen Vereinigungen zu engagieren.

In einem Grußwort wandte sich Wolfgang Böhm, Staatssekretär im Kultusministerium, an die neuen Studierenden. Es gehöre Mut dazu, eine Richtung für den weiteren Lebensweg einzuschlagen, von der noch nicht klar sei, wo sie enden werde. "Aber Sie beeinflussen diesen Weg", gab er den jungen Leuten mit.

Die Einheit von Forschung und Lehre, ihre Autonomie und Interdisziplinarität befähige die Universität, jungen Menschen eine wissenschaftliche Ausbildung und Kompetenzen zu vermitteln, sie aber auch auf einen lebenslagen Wissenserwerb vorzubereiten, hob Rektor Prof. Dr. Klaus Erich Pollmann in seiner Festansprache hervor. Schon lange kämen die Studierenden nicht mehr nur aus dem nördlichen Sachsen-Anhalt an die Universität, rund 34 % der Studienanfänger seien in diesem Jahr aus anderen Bundesländern. Seine besondere Freude brachte der Rektor über die große Zahl ausländischer Studierender zum Ausdruck, die den studentischen und akademischen Alltag bereichern werden.

Fakultätspreise 2002

Einer guten Tradition folgend wurden wieder die besten Absolventinnen und Absolventen mit dem Fakultätspreis, der mit einem Preisgeld von 100 Euro dotiert ist, ausgezeichnet. Die Preisträger sind: Carsten Detka, Geistes- Sozial- und Erziehungswissenschaften; Sven Wehke, Wirtschaftswissenschaft; Manuela Vogel, Mathematik; Christine Sattler, Naturwissenschaften; Mukesch Johannes Shah, Medizin; Stefan Osterburg, Informatik; Sabine Wlucka, Maschinenbau; Mariana Ivanova, Verfahrens- und Systemtechnik; Alexander Lützow, Elektrotechnik und Informationstechnik. Die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg stiftete jedem Fakultätspreisträger eine silberne Ehrenplakette, die vom Vorsitzenden der Gesellschaft Ernst-Dieter Mehrtens überreicht wurde.

Antonia Petrova aus Bulgarien wurde für ihre hervorragenden Leistungen während ihres Studiums in der Fächerkombination Germanistik/Slavistik mit einem Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes ausgezeichnet. Zudem arbeitet sie aktiv in der Initiative Interkulturelle Studenten IKUS mit. (Lesen Sie auch den Beitrag über die Eröffnung des InterKultiTreff.)

Den musikalischen Rahmen des Festaktes gestaltete das Akademische Orchester.
Ines Perl