Zentrum der Forschung zu Elektromagnetischer Verträglichkeit

International etabliert

Wie entsteht und verhält sich Elektrosmog? Kann dieser komplexe Systeme, wie etwa Flugzeuge oder Autos, beeinflussen? Oder könnte Elektrosmog von Terroristen missbraucht werden? Solche und ähnliche Fragestellungen werden regelmäßig im Rahmen einer Kolloquienreihe am Institut für Grundlagen der Elektrotechnik und Elektromagnetische Verträglichkeit an unserer Universität diskutiert. Viel Wert wird dabei auf den fachlichen Austausch mit nationalen und internationalen Experten gelegt. So findet die Kolloquienreihe unter der Schirmherrschaft des IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers) statt, der weltweit größten elektrotechnischen Vereinigung, und erhält mehr und mehr Beachtung.

In diesem Zusammenhang wurde nun Dr. Frank Gronwald, der am Lehrstuhl für Theoretische Elektrotechnik und Elektromagnetische Verträglichkeit bei Prof. Dr. Jürgen Nitsch arbeitet und die Kolloquienreihe organisiert, bei der diesjährigen internationalen IEEE-Konferenz zu Elektromagnetischer Verträglichkeit (EMV) in Minnesota, USA, für seine Verdienste um die wissenschaftlichen Aktivitäten in Deutschland im Bereich Elektromagnetischer Verträglichkeit ausgezeichnet. Doch ist diese Auszeichnung auch insbesondere als Auszeichnung für den Wissenschaftsstandort Magdeburg zu sehen. Denn warum folgen die auswärtigen Experten gerne der Einladung, um in Magdeburg im Rahmen eines Kolloquiums über Elektromagnetische Verträglichkeit vorzutragen? Ein Grund mag sein, dass sie bei der Gelegenheit in Kontakt mit den dortigen hervorragenden experimentellen Einrichtungen kommen können, die für dieses Forschungsgebiet an einer deutschen Universität einmalig sein dürften. Gerne werden diese Einrichtungen interessierten Gästen gezeigt und vorgeführt. Auch besteht die Möglichkeit, in Magdeburg mit mathematisch orientierten und etablierten Mitarbeitern ausgiebig über die theoretischen Aspekte der Elektromagnetischen Verträglichkeit zu diskutieren. Und schließlich werden zumeist, wenn das offizielle Vortragsprogramm beendet ist, in der einen oder anderen Magdeburger Gaststätte die begonnenen Gespräche lange fortgesetzt. Dies ist dann nicht mehr Wissenschaft nach Vorschrift, sondern Wissenschaft als faszinierender Lebensinhalt. Es ist vorrangiges Ziel, diese Rahmenbedingungen für elektromagnetische Forschung beizubehalten und auszubauen. Denn Wichtiges steht bevor: Im Jahr 2004 wird eine der weltweit größten internationalen Tagungen über Elektromagnetische Verträglichkeit, die EUROEM 2004, in Magdeburg stattfinden.
PM