Erstmals wieder Mitteldeutscher Chirurgenkongress

Preis für Knopflochchirurgie

Auf dem Mitteldeutschen Chirurgenkongress 2002 wurde der Magdeburger Chirurg Privatdozent Dr. Matthias Pross von der Klinik für Allgemeine Chirurgie Ende September 2002 in Leipzig mit dem Carl-Thiersch-Preis 2002 der Sächsischen Chirurgenvereinigung ausgezeichnet. Der Oberarzt erhielt die Anerkennung für eine Publikation über die Anwendung der so genannten "Knopflochchirurgie" bei Entzündungen und Tumoren im Bauchraum mit dem Titel "Die Laparoskopie bei intraabdomineller Entzündung und Neoplasie". Der 38-jährige Preisträger ist seit Beendigung seines Medizinstudiums im Jahr 1993 an der Chirurgischen Klinik unserer Universität tätig. Der Facharzt für Chirurgie und Viszeralchirurgie war in den vergangenen Jahren bereits mehrfach - auch auf internationalen - Kongressen erfolgreich.

Der Carl-Thiersch-Preis 2002 der Sächsischen Chirurgenvereinigung wurde in diesem Jahr erstmals im Rahmen eines Mitteldeutschen Chirurgenkongresses verliehen. Von 1922 bis 1939 trafen sich Chirurgen Mitteldeutschlands regelmäßig zu Tagungen. Die Teilung Deutschlands hatte jedoch eine Wiederaufnahme dieser Zusammenarbeit nach dem Zweiten Weltkrieg unmöglich gemacht. Auf Initiative der drei mitteldeutschen Chirurgenvereinigungen Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, ihre wissenschaftlichen Potenziale zu bündeln, fand nun erstmals wieder ein Mitteldeutscher Chirurgenkongress mit etwa 500 Teilnehmern in Leipzig statt.
K.S./PM