AiF zu Gast in der Stadt ihres Namenspatrons

Industrielle Forschung

Zukunftstechnologien für kleine und mittlere Unternehmen stehen im Mittelpunkt der 75. Tagung des Wissenschaftlichen Rates der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V. (AiF). Dazu erwartet die AiF rund 200 Teilnehmer aus der gesamten Bundesrepublik in der Magdeburger Johanniskirche, darunter auch Magdeburger Wissenschaftler wie Prof. Dr. Peter Käferstein, ehemals am Institut für Apparate- und Umwelttechnik, und Prof. Dr. Peter Hauptmann vom Institut für Mikro- und Sensorsysteme, die sich seit vielen Jahren in der AiF als Gutachter engagieren. Der Wissenschaftliche Rat der AiF dient dem branchenübergreifenden Erfahrungsaustausch und der Koordinierung auf dem Gebiet der industriellen Forschung zu Gunsten kleiner und mittlerer Unternehmen.

In 13 Vorträgen und weiteren 28 Präsentationen berichten Wirtschafts- und Wissenschaftsvertreter über Ergebnisse aus der industriellen Gemeinschaftsforschung, bei denen interdisziplinäre Lösungen im Vordergrund stehen. Ehrengäste sind unter anderem der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Dr. Alfred Tacke, der Wirtschaftsminister des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Horst Rehberger, der Oberbürgermeister der Stadt Magdeburg, Dr. Lutz Trümper, und der Rektor der Otto-von-Guericke-Universität, Prof. Dr. Klaus Erich Pollmann.

Bereits 1966 hat die AiF Otto von Guericke zu ihrem Namenspatron gewählt. Im Andenken an ihn hat die AiF zwei Auszeichnungen gestiftet, die sie in diesem Jahr in Magdeburg verleiht. Für seine besonderen Verdienste um die Förderung der industrienahen Forschung und Entwicklung ehrt die AiF Prof. Dr. Ulrich Draugelates, TU Clausthal, den ehemaligen Vorsitzenden ihres Wissenschaftlichen Rates, mit der Otto-von-Guericke-Medaille. Den Otto-von-Guericke-Preis für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der industriellen Gemeinschaftsforschung erhalten Forscher aus Aachen, Krefeld und Hannover.

Die Nähe der AiF zur Magdeburger Universität ergibt sich nicht nur durch den gemeinsamen Namenspatron. Die AiF engagiert sich von ihren Geschäftsstellen Berlin und Köln aus seit 1990 für die Integration der ostdeutschen Forschungsinfrastruktur in die gesamtdeutsche Wissenschaftslandschaft. Allein in den vergangenen drei Jahren wurden 43 Forschungsprojekte der Gemeinschaftsforschung an elf verschiedenen Instituten der Universität durchgeführt. Spitzenreiter unter den geförderten Forschungsstellen sind die Institute für Füge- und Strahltechnik, für Werkstofftechnik und Werkstoffprüfung sowie für Fertigungstechnik und Qualitätssicherung. Erforscht werden unter anderem die Clinchverbindungen von Aluminium- und Stahlwerkstoffen, die Korrosionsbeständigkeit von Schweißverbindungen und der Verschleiß von Magnesiumlegierungen.
Silvia Behr