Platt vorgelesen

Mundartkenntnisse helfen, Sprach- und Heimatgefühl zu entwickeln, Traditionen, Bräuche und Geschichte der Regionen besser zu verstehen und erleichtern den Umgang der Menschen untereinander. Um das Interesse von Kindern und Jugendlichen an der Regionalsprache Platt zu wecken, ihre muttersprachliche Kompetenz zu fördern und die Bedeutung der niederdeutschen Sprache als bewahrenswertes Kulturgut zu verdeutlichen, ist in Sachsen-Anhalt der Vorlesewettbewerb "Schülerinnen und Schüler lesen Platt" ins Leben gerufen worden. Bereits zum 7. Mal hatten Anfang Dezember 2001 der Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e.V. und die Arbeitsstelle Niederdeutsch an unserer Universität zu diesem Wettbewerb im Vorlesen niederdeutscher Kurzgeschichten eingeladen. Er stand auch diesmal wieder unter der Schirmherrschaft des Kultusministers, Dr. Gerd Harms, und wurde von den Sparkassen Sachsen-Anhalts unterstützt.

Aufgerufen waren Schülerinnen und Schüler der Schulen in der Altmark, der Börde und im Harz, Gegenden, in denen auch heute Plattdeutsch noch sehr verbreitet ist. Nach Magdeburg zum Landesausscheid kamen neun Regionalsieger in drei Altersgruppen, um die besten Vorleserinnen und Vorleser zu ermitteln. Offensichtlich ein Angebot ganz im Sinne der durch die Pisa-Studie entfachten Diskussion: lesen, vortragen, Vielfalt der Muttersprache erleben, Deutschunterricht interessant gestalten.

Gleichzeitig bot der Wettbewerb Gelegenheit zur Preisverleihung im 1. Niederdeutschen Literaturwettbewerb für die Altmark, der vom Landesheimatbund ausgerufen worden war.
I.P.