Konzil tagte

Grundordnung geändert

Die Konzilsitzung im November 2001 war anberaumt worden, um neueste Informationen über den Sachstand zu den Empfehlungen der Arbeitsgruppe Wissenschaftsstruktur auszutauschen. Eben jener Sachstand habe sich in den zurückliegenden Monaten nicht wesentlich geändert, schätzte Rektor Professor Klaus Erich Pollmann ein. Er berichtete zu den beiden für die Universität bedeutsamsten Punkten des Berichtes, der Lehrerbildung und der Ingenieurausbildung.

Der Senat habe damals dem Vorschlag der Arbeitsgruppe, die Lehrerbildung nach Halle, Merseburg und Köthen zu verlagern, nicht zustimmen, wohl aber den Hinweis aufnehmen können, die Schließung jener Einrichtungen zu prüfen, für die der Bedarf fehle. Nachgedacht werde über neue Modelle der Lehrerbildung. In Sachen Ingenieurausbildung führte der Rektor aus, dort wo es sinnvoll erscheine Bachelor- und Masterabschlüsse einzuführen, wie es ja zum Teil bereits geschehen sei. Jedoch lehnen die Universität deshalb die Diplomabschlüsse nicht in Bausch und Bogen ab.

Rektor Pollmann machte darauf aufmerksam, dass nach der intensiven Diskussion der AG-Empfehlungen nun mit der Fortschreibung der Hochschulentwicklungspläne, die derzeit erarbeitet wird, eine neue Phase eröffnet sei. Diese Hochschulentwicklungspläne, meinte er, werden in Zielvereinbarungen münden, die wohl spätestens mit dem Globalhaushalt 2003 auch für die Universität kommen werden. Auf jeden Fall, fasste der Rektor zusammen, hätten die Empfehlungen zur Stabilisierung der mittelfristigen Finanzplanung für die Hochschulen in Sachsen-Anhalt beigetragen.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Frage nach dem Wahlrecht außerplanmäßiger Professoren in der Statusgruppe der Professoren bei den Gremienwahlen. Erforderlich machte die Auseinandersetzung mit diesem Thema ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes. Eine Kommission unter dem Vorsitz des Rektors hatte den Sachverhalt für unsere Universität geprüft und beraten. Sie gab die Empfehlung, für die bevorstehenden Gremienwahlen 2002 an den Modalitäten vorerst nichts zu ändern, aber das Anliegen an den Landesgesetzgeber heranzutragen, damit dieser eine weitergehende Regelung treffen soll. Zu den Wahlterminen informierte der Konzilvorstand, dass vom 27. bis 29. Mai 2002 die Gremienwahlen stattfinden, am 11. Juli 2002 der Rektor gewählt wird und im September 2002 die Prorektoren.

Die Konzilmitglieder hatten auch über eine Änderung der Grundordnung zu entscheiden. Aufgenommen wurde das Leitbild der Universität als Präambel. Es ist am 26. Juni 2000 durch das Konzil beschlossen worden und sollte bei der nächsten Änderung in die Grundordnung aufgenommen werden. Der Paragraph Ehrungen wurde dahingehend ergänzt, dass auch Nichtmitglieder der Universität Ehrensenatoren werden dürfen.
Ines Perl