Ministerpräsident und IBM-Chef besuchten Informatiker

Ein Studium empfohlen

Hoher Besuch bei den Informatikern unserer Universität. Anfang Dezember nutzten der Vorsitzende der Geschäftsführung der IBM-Deutschland GmbH, Erwin Staudt, und Ministerpräsident Dr. Reinhard Höppner die Gelegenheit, in einem "Smaltalk" mit Studierenden, Mitarbeitern und Professoren der Informatikfakultät über E-Business und die Anforderungen an die Hochschulen ins Gespräch zu kommen. In seiner erfrischenden Rede versicherte der IBM-Chef, dass wir trotz der Konjunkturdelle in großen Schritten auf die Wissens- und Informationsgesellschaft zugingen. In Deutschland gebe es einen ungeheuren Bedarf an gut ausgebildeten IT-Fachkräften. Beispeiswiese würden in den Stuttgarter Grundlagenlabors von IBM die Forscher und Entwickler alle 18 Monate die Rechnerleistung verdoppeln und die Kapazität der Chips vervierfachen. Deshalb empfahl er jungen Menschen ein Studium, denn die Arbeitswelt verändere sich nachhaltig von der Industrialisierung zur Wissensverarbeitung. Derzeit verdopple sich das niedergeschriebene Wissen alle fünf Jahre. Dies werfe sofort die Frage auf, wie diese gewaltigen Mengen an Daten und Wissen zu managen sind. All diese Informationen können nicht im Kopf einzelner Menschen sein, jedoch aber die Kenntnis darüber, wo dieses Wissen schnell zu finden ist. Eine immer wichtigere Rolle spielen dabei lebenslanges Lernen und die neuen Medien. Diese sollen künftig im Internet-Landesportal, das die Barleber RegioCom GmbH gemeinsam mit IBM im Auftrag des Landes erstellt hat, auch die Bürger nutzen können. Angeboten werden vornehmlich Dienstleistungen der Verwaltung.

Erwin Staudt bot während seines Besuches an, gemeinsame Projekte mit der Magdeburger und der Hallenser Universität durchzuführen. Demnächst sollen weitere Gespräche zur Konkretisierung dieses Angebots geführt werden.

Rektor Klaus Erich Pollmann machte den IBM-Chef auf die enorme Nachfrage nach Informatik-Studienplätzen an unserer Universität und den Exportschlager in Sachen Studiengängen - die Computervisualistik - aufmerksam.
Ines Perl