Ein Weihnachtsmärchen für die kleinen Patienten der Kinderklinik

Hexen, Zauberer und Kobolde

"Diesmal hieß unser Weihnachtsmärchen ,Die zerbrochene Weihnachtskugel'", erzählt Kinderkrankenschwester Sybille Schulze. Bereits zum siebenten Mal hatten Schwestern und Mitarbeiter der Station 3 der Kinderkrebsklinik Anfang Dezember 2001 die jungen Patienten und deren Familien zur Aufführung eines Weihnachtsmärchens eingeladen.

Die Geschichte ist äußerst spannend: Es geht um zwei Geschwisterkinder, die abends allein zu Hause sind und den Weihnachtsschmuck putzen sollen. Unter all den Sachen finden sie auch eine wunderschöne, große Kugel. Was sie nicht wissen ist, dass es sich um eine Zauberkugel handelt, die Wünsche erfüllen kann und den Märchenwald lebendig werden lässt. Dort lernen die beiden Kindern viele Zaubergestalten, darunter auch eine Hexe und einen bösen König kennen. Beide kämpfen erbittert um die Herrschaft über alle Märchen. In dieser Auseinandersetzung müssen die beiden Kinder einige aufregende Abenteuer bestehen. Aber die Geschichte hat natürlich - wie in jedem ordentlichen Märchen - ein gutes Ende. Autor ist Karl-Heinz Warmholz aus Magdeburg. Als Lehrer hat er früher mit seinen Schülern häufig Theaterstücke aufgeführt. Daran erinnerte sich auch eine ehemalige Schülerin von ihn, die heute in der Kinderklinik arbeitet. Elf Erwachsene - sieben Schwestern, eine Physiotherapeutin, eine Sozialarbeiterin, eine Biologin und eine Ärztin der Klinik - sowie vier Kinder sind die Akteure der Inszenierung. "Seit Oktober haben wir zweimal wöchentlich geprobt, jetzt kurz vor der Premiere noch häufiger", erzählt Schwester Sybille.

Die zahlreichen kleinen und größeren Premierenbesucher bedankten sich bei den Kobolden, Blumenkindern, Sternen, Sandmännchen und den vielen anderen Märchengestalten mit einem langen wohlverdienten Applaus.
Kornelia Suske