Bundesministerium fördert klinische Forschung

Auftakt zum Forschungsverbund

"Neurowissenschaften & Immunologie und Molekulare Medizin der Entzündung" ist der Magdeburger Forschungsverbund, zu dessen festlicher Auftaktveranstaltung Ende November 2001 Sachsen-Anhalts Kultusminister Dr. Gerd Harms, Rektor Professor Klaus Erich Pollmann sowie zahlreiche Hochschullehrer und Fakultätsmitarbeiter im Zentralen Hörsaal der Medizinischen Fakultät erschienen waren. Dieses Vorhaben wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (bmbf) in den nächsten drei Jahren mit insgesamt elf Millionen Mark unterstützt. Der Förderbescheid war Anfang September 2001 nach der positiven Begutachtung des Projekts der Medizinischen Fakultät überreicht worden. Diese Mittel werden vom bmbf im Rahmen des Förderprogramms "Verbesserung der klinischen Forschung an den medizinischen Fakultäten der neuen Bundesländer (NBL3)" zur Verfügung gestellt.

Einwerbung von Drittmitteln

"Unsere Fakultät hatte sich für das NBL3-Förderprogramm mit dem Vorhaben ,Magdeburger Forschungsverbund' beworben, zu dem die beiden Schwerpunkte Neurowissenschaften sowie Immunologie und Molekulare Medizin der Entzündung gehören. Diese prägen auch das Forschungsprofil unserer Fakultät und sind durch zahlreiche Verflechtungen miteinander verbunden", informierte Professor Albert Roessner, Dekan der Medizinischen Fakultät. Ziel der Fördermaßnahme des Bundes ist es, den medizinischen Fakultäten in den neuen Bundesländern eine beschleunigte Profilierung und Akzentuierung in der Forschung zu ermöglichen und sie damit auch bei der Einwerbung von Drittmitteln zu unterstützen.

Kultusminister Dr. Harms würdigte in seinem Grußwort die Forschungsprofilierung und Leistungsentwicklung der Medizinischen Fakultät Magdeburg in den vergangenen Jahren. Um diesen Trend erfolgreich fortzusetzen und in diesem Zusammenhang auch die Drittmitteleinwerbung weiter zu steigern, sei es notwendig, betonte der Minister, ein entsprechendes Management der Vergabe von Forschungsmitteln einzuführen.

Professor Georg Reiser, Gesamtkoordinator des "Magdeburger Forschungsverbundes" und Direktor des Institutes für Neurobiochemie, machte in seinem anschließenden Vortrag die bisherige positive Entwicklung der Drittmittel an der Medizinischen Fakultät an konkreten Zahlen deutlich. So kann die Fakultät auf einen stetigen Anstieg der Drittmittel verweisen, die kompetitiv durch Deutsche Forschungsgemeinschaft, bmbf, Europäische Union u.a. vergeben werden. Im Vergleich zu 1994 mit 6,6 Mio. stieg die Zahl auf 15,3 Mio. DM im Jahr 2000. In diesem Zusammenhang stellte Prof. Reiser ein umfassendes Spektrum konkreter Maßnahmen zur Einführung der leistungsorientierten und projektbezogenen Mittelvergabe vor, das bei der Begutachtung des NBL3-Antrages letztlich zur positiven Bewilligung geführt hatte. Im Mittelpunkt steht hierbei FORMM, ein speziell entwickeltes fakultätsinternes Forschungs-Management, das künftig umfassende Aufgaben der Forschungssteuerung und der Gesamtkoordinierung aller Aktivitäten wahrnehmen wird. Diese beziehen sich zum Beispiel auf die Realisierung von Spitzenbonusprojekten bei der leistungsorientierten Verteilung von Landeszuschüssen und die Einordnung der NBL3-Fördermodule. Dazu gehören vor allem das für Magdeburg spezifische Modul "Partnerprojekte", in welchem Institute und Kliniken gemeinsam Fragestellungen bearbeiten. Daneben sind Rotationsstellen im klinischen Bereich, Initiierung von Start up-Projekten für den Nachwuchs und die Etablierung eines speziellen Weiterbildungsprogramms zur Erhöhung der Attraktivität des Forschungsstandortes Magdeburg für Nachwuchswissenschaftler vorgesehen.
Kornelia Suske