Treffen mit dem Ausländerbeauftragten

Wie Studenten wohnen

Der Ausländerbeauftrage der Universität, Prof. Dr. Stefan Müller, hatte im November 2001 ausländische Mitarbeiter, Gastwissenschaftler sowie Studierende aus dem Ausland ins Internationale Begegnungszentrum eingeladen. Als Gesprächspartner hatte er Mitglieder der Universitätsverwaltung, des Akademischen Auslandsamtes, des Personalrates, des Studentenwerkes Magdeburg sowie der Gruppe Interkulturelle Studenten IKUS dazu gebeten. Anliegen dieser zweimal im Semester angebotenen Treffen ist es, in entspannter Atmosphäre bei einem kleinen Imbiss ins Gespräch zu kommen über das Leben an der Uni und in der Stadt.

Einrichtungsbörse

Thematisiert wurde diesmal vor allem das studentische Wohnen. Ulrich Lichtenfeld von der Abteilung Studentisches Wohnen des Studentenwerks informierte über die gegenwärtige Situation. 621 ausländische Studierende wohnen in Wohnheimen des Studentenwerks. Das Spektrum des angebotenen Wohnstandards sei sehr breit. Die Finanzknappheit führe jedoch besonders in den unsanierten Wohnheimen zu äußerst schlechten Bedingungen. Vorgeschlagen wurde der Aufbau einer Einrichtungsbörse, ähnlich der Garage-Sales in den USA, in der Studierende alte Möbel, Geschirr, nicht mehr gebrauchte Elektrogeräte oder anderes für die Ausstattung ihrer "Studentenbude" billig kaufen können.

Martina Winkler vom Gesamtpersonalrat informierte darüber, dass die Personalvertretung an jeweils einer englisch- und russischsprachigen Homepage arbeite, um den ausländischen Mitarbeitern aufzuzeigen, dass sie beispielsweise bei Fragen zum Arbeitsrecht, zur Gesundheitsförderung oder zum Arbeitsschutz Ansprechpartner auch bei den Personalräten finden. Angeregt wurde eine englischsprachige Informationsveranstaltung der Personalvertretungen für die Mitarbeiter aus dem Ausland.

Die Vertreterinnen von IKUS, der Gruppe Interkulturelle Studenten, stellten kurz ihre Arbeit vor und machten darauf aufmerksam, wie schwierig es sei, die unterschiedlichen Gruppen ausländischer Studierender sowohl untereinander und als auch mit deutschen Kommilitonen zusammenzubringen. Zudem kritisierten sie die äußerst dürftigen Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung auf dem Campus und in der näheren Umgebung, vor allem am Wochenende. Dies soll auf einem der nächsten Treffen ausführlicher diskutiert werden.

Wie bereits bei vorangegangenen Treffen fanden leider nur sehr wenige Studierende den Weg zum Internationalen Begegnungszentrum. Woran liegt es, fragte sich der Ausländerbeauftragte. Ist es die Zeit oder der Ort, sind es die Gesprächspartner oder der mangelnde Informationsfluss? Hinweise sind erbeten (Tel: 67-18338 e-mail), damit beim nächsten Treffen mehr Meinungen in die Diskussion einfließen können.
Ines Perl