Eine ukrainische Studentin berichtet

Immer Hilfe gefunden

In zahlreichen Sendungen der Massenmedien diskutiert man sehr oft - besonders jetzt nach den Terrorangriffen in New York - über Probleme, die mit Ausländern verknüpft sind. An der Otto-von-Guericke-Universität studieren zur Zeit etwa 1000 ausländische Studenten und arbeiten auch zahlreiche ausländische Mitarbeiter. Ich komme aus Kiew, Ukraine, und studiere schon anderthalb Jahre im Maschinenbau-Masterkurs Produktionstechnik.

Das erste und das wichtigste Problem, meiner Meinung nach, ist die Sprache. Hier aber müssen sich die Gäste viel selbst bemühen, um ein bestimmtes Niveau von Sprachkenntnissen zu erreichen. Mit guten Sprachkenntnissen kommt auch das Verständnis und die Sicherheit im Umgang miteinander. Alle weiteren Probleme werden dann nicht mehr so kompliziert und unlösbar erscheinen.

Das Akademische Auslandsamt und die Gruppe Interkulturelle Studenten IKUS haben im zurückliegenden Jahr die Arbeit mit ausländischen Studenten merklich intensiviert. Viele Maßnahmen sind nicht nur interessant, sondern auch sehr nützlich.

Wir Studenten, die wir aus fast 80 Nationen kommen, haben die Möglichkeit, die deutsche Kultur und Geschichte zu erleben. Die Reisen in verschiedene Städte zum Beispiel helfen uns, das Leben in Deutschland besser kennenzulernen. Außerdem kann man auch mit allen Problemen zu den Mitarbeitern des Auslandsamtes oder den Studenten von IKUS kommen, und man wird immer Hilfe finden. Das Prüfungsamt der Fakultät für Maschinenbau beispielsweise ist auch immer bereit, zu helfen, mit den Schwierigkeiten von Studien- und Prüfungsordnungen zurechtzukommen.

Aber ich möchte auch sagen, daß ich mit meinen alltäglichen Sorgen, die nicht so kompliziert oder spezifisch sind, zu meinen Kommilitonen gehen und sie um Hilfe bitten kann. Bis jetzt habe ich noch nie eine Absage bekommen. Auch meine Kollegen auf der Arbeit - ich habe einen Job als HiWi an der Fakultät für Maschinenbau - sind immer hilfsbereit und freundlich. Unsere Professoren berücksichtigen in ihren Vorlesungen, daß zwischen den deutschen auch die ausländischen Studenten sitzen. Und für alle nötigen Erklärungen und Konsultationen stehen sie uns immer zur Verfügung.

Ich bin überzeugt, "ein gutes Wort ist manchmal mehr wert als eine große Rede". Und die Atmosphäre dort, wo wir alle studieren und arbeiten spielt eine extrem große Rolle, besonders für die ausländischen Studenten und Mitarbeiter.
Albina Shalay