Vertrag mit der Universität Niigata unterzeichnet

Studentenaustausch

Obwohl es seit 1999 eine Vereinbarung zum Studentenaustausch gibt, waren die Universität Niigata und unsere Universität daran interessiert, den Austausch auf breiterer Ebene festzuschreiben. Der unterzeichnete Vertrag sieht u.a. eine Studiendauer von bis zu einem Jahr an der jeweils anderen Universität vor. Zudem ist festgeschrieben, dass Studiengebühren für Austauschstudenten nicht erhoben werden. Beratend und unterstützend soll den Austauschstudenten bei der Antragstellung und in Vorbereitung auf den Studienaufenthalt ein Wissenschaftler der jeweils beteiligten Fakultät zur Seite stehen. Demnächst wird auch die Anerkennung der Studienabschlüsse Diplom bzw. Master erfolgen. Im August und September 2002 werden 15 Magdeburger Studenten zur Sommerschule nach Niigata reisen.

Präsident Prof. Dr. Akira Hasegawa und die ihn begleitenden japanischen Wissenschaftler stellten während des Meinungsaustausches mit dem Rektor das neue Ausbildungsprogramm ihrer Universität vor. Wissenschaftliche Disziplinen wie die Ingenieur- und Naturwissenschaften, Medizin sowie Sprachausbildung werden angeboten. Besonders für ausländische Studierende sei das Angebot durch die Verbindung mit der Sprachausbildung interessant, sagte Hasegawa. Die Universität Niigata wurde vor über 50 Jahren gegründet. Forschungs- und Lehrprofil sowie die Struktur ähneln der Magdeburger Universität. An der fernöstlichen Universität studieren etwa 15000 Studenten.

Rektor Pollmann informierte die Gäste über Profil und Studienangebot unserer Universität, insbesondere die Masterstudiengänge und den für 2003 geplanten Globalhaushalt für die Universität.

Die japanischen Gäste führten weitere Gespräche in den Fakultäten für Maschinenbau, für Naturwissenschaften, für Elektrotechnik und Informationstechnik und besuchten die Experimentelle Fabrik und das Otto-von-Guericke-Museum in der Lukasklause.

Wissenschaftler des Instituts für Fertigungstechnik und Qualitätssicherung hatten vor nahezu 16 Jahren erste Kontakte nach Niigata geknüpft. Seit Beginn der 90er Jahre arbeiten auch die Fakultäten Informatik und Elektrotechnik, Medizin und Naturwissenschaften mit der Universität Niigata zusammen. Im Rahmen der bisherigen Kooperation weilten 88 Wissenschaftler und Studenten von drei Wochen bis zu einem Jahr an der Niigata Universität und 81 Wissenschaftler und Studenten in Magdeburg. Davon übernahmen drei Magdeburger Wissenschaftler längerfristige Gastprofessuren an der Niigata Universität. Derzeit sind drei japanische Wissenschaftler und Studenten zu Forschungs- und Studienaufenthalten in Magdeburg.
Ines Perl/PM