Fakultätspreis für Dr. Axel Ockenfels

Beste Dissertation ausgezeichnet

Für seine hervorragenden Promotionsleistungen wurde Dr. Axel Ockenfels Ende vergangenen Jahres der Fakultätspreis der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft verliehen. Der Preisträger gehört seit 1995 dem Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik von Professor Joachim Weimann an. In seinen Arbeiten beschäftigt er sich vornehmlich mit Fragen individuellen Verhaltens in typischen ökonomischen Szenarien wie etwa auf Arbeitsmärkten, bei Preisverhandlungen oder auf Auktionsmärkten. Sie sind gekennzeichnet durch eine außergewöhnlich enge Verknüpfung theoretischer und empirischer/experimenteller Methoden und haben international höchste Anerkennungen und Auszeichnungen erfahren. Einen wichtigen Durchbruch in der Entscheidungsforschung schaffte Dr. Ockenfels mit seiner "Theorie fairen, reziproken und kompetitiven Verhaltens", die bereits jetzt Eingang in Lehrbücher gefunden hat und Gegenstand zahlreicher weltweiter Forschungsanstrengungen ist.

In jüngster Zeit beschäftigt sich Dr. Ockenfels insbesondere mit dem Design von Märkten im Internet. Marktdesign ist eine junge, in Europa bisher kaum repräsentierte ökonomische Disziplin mit dem Ziel, das (komplexe) Verhalten von Marktteilnehmern zu studieren, um den Einfluss (komplexer) Regelwerke auf das Marktergebnis herauszufiltern. Letztlich sollen die Erkenntnisse bei der Schaffung neuer und der Optimierung bestehender Märkte nutzbringend eingebracht werden. Die Studien von Dr. Ockenfels, die teilweise bei einem Gastaufenthalt an der Harvard Universität entstanden sind, beschäftigen sich insbesondere mit dem Design von Onlineauktionen wie eBay.com. Sie haben nicht nur akademisches Interesse geweckt, sondern auch durch Berichte und Artikel im Wall Street Journal sowie in der New York Times eine breite Öffentlichkeit erreicht.

PM