Zum 65. Geburtstag von Professor Frank P. Meyer

Arzt und Apotheker zugleich

Prof. Dr. Frank P. Meyer beging am 19. Oktober 2001 seinen 65. Geburtstag. Frank P. Meyer vertritt das Brückenfach Klinische Pharmakologie. Seine Ausbildung - er ist approbierter Arzt und Apotheker - prädestiniert ihn geradezu für dieses Fach, für dessen Etablierung und Entwicklung er seit 1970 engagiert eintritt.

Seit 1990 hat er als Institutsdirektor die Klinische Pharmakologie in Lehre, Forschung und Weiterbildung an der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität entscheidend geprägt. "Die Zeit nach der Wende war stressig, aber unheimlich anregend und aufregend", urteilt er selbst über den Neubeginn. So muss-te die Lehre völlig neu konzipiert werden. Eine praxisrelevante Forschung wurde etabliert. Unter seiner Leitung konnte ein leistungsfähiges Labor aufgebaut werden, das sowohl für Forschungsaufgaben als auch zur Therapieoptimierung im Rahmen des therapeutischen Drug-Monitoring zur Verfügung steht.

Der Jubilar studierte ab 1954 in Leipzig, Berlin und Dresden erst Pharmazie und dann Medizin. Frank P. Meyer erhielt die Approbation als Apotheker 1960 und die Approbation als Arzt 1967. Er wurde 1967 zum Dr. med. promoviert. Nach der Ausbildung zum Facharzt für Pharmakologie und Toxikologie wurde er 1970 Oberassistent an der von Professor Heinz Walther gegründeten Abteilung für Klinische Pharmakologie. Die Etablierung dieser Abteilung (ab 1984 Institut) wurde von Frank P. Meyer entscheidend mitgestaltet. 1979 habilitierte sich Frank P. Meyer mit klinisch pharmakologischen Untersuchungen zur Beeinflussung psychophysischer Leistungsparameter. Die Berufung zum ordentlichen Professor für Klinische Pharmakologie erfolgte 1989. Als Direktor des Instituts steckt er seit 1990 viel Kraft in die Entwicklung des Faches Klinische Pharmakologie.

Mehr als 400 Publikationen, zahlreiche Beiträge zu Monografien und Lehrbüchern zeugen von einem enormen Arbeitsprogramm in Lehre, Weiterbildung und Forschung.
Dr. Peter Banditt